Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,7, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Veranstaltung: Die Poetik des Raumes, Sprache: Deutsch. Abstract: Diese Hausarbeit untersucht die Raumpoetik in (W)infried (G)eorg Maximilian Sebalds Roman Die Ringe des Saturn. Es wird die Funktion seiner Text/Bild-Gestaltung betrachtet, die im Kontext einer >Bildtradition< steht, wie sie von Roland Barthes analysiert wurde. Sebald integriert Abbildungen als Dokumentations- und Beweismaterial und kombiniert sie mit Fiktionen, während seine Sprache die Bilder begleitet. Besonders fokussiert wird die eigenwillige Verarbeitung der Geschichte Ostenglands. Sebald präsentiert einen besonderen Reisebericht durch die Geschichte der Grafschaft Suffolk, der komplexe Zeitabläufe bis ins 17. Jahrhundert umfasst und über die Grenzen Englands hinausgeht. Er sieht den Sinn von Literatur im Bewahren der Vergangenheit, besonders in einer Gesellschaft, die dazu neigt, diese auszulöschen. Zudem werden Besonderheiten seines Schreibens unter Einbeziehung der Literaturkritik verdeutlicht, wie die ihm eigene saturnsche Melancholie, die in seinem Oeuvre immer wieder spürbar ist; Sebald bezeichnete sich selbst als Melancholiker.
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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Kunst - Malerei, Note: 2,4, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, behandelt das künstlerische Schaffen Morandis. Es werden seine beiden Perioden, Kubismus und Metaphysische Malerei, sowie sein eigener Stil und die Quellen seiner Inspiration untersucht. Giorgio Morandi, ein italienischer Maler und Grafiker, wird als Neo-Traditionalist seiner Zeit eingeordnet. Abgesehen von seiner kurzen kubistischen und metaphysischen Phase, blieb er den Stilen von Cézanne und italienischen Freskenmalern wie Giotto und Masaccio treu. Er malte ton-in-ton mit wenig abwechslungsreichen Farbnuancen, um eine Gesamttonalität zu schaffen, die an die alten Meister erinnert. Morandis Kunst ist schlicht und unscheinbar, spiegelt jedoch eine neue Ästhetik seiner Zeit wider. Seine Stillleben und Landschaften zeigen eine klare Einfachheit; mit wenigen Pinselstrichen erzeugt er räumliche Effekte. Seine Farben setzen sich transparent ein, sodass die Gegenstände leuchten. Die Kompositionen vermitteln Harmonie und erinnern an Cézannes Bestreben, die Formen eines Stilllebens mit dem umgebenden Raum zu vereinen. In Morandis Arbeiten wird das Verhältnis der Objekte und deren Konturen deutlich, was dem Betrachter eine ähnliche Erfahrung wie bei Cézannes Vexierbildern bietet.