Die 374 hochprädikatisierten deutschen Heilbäder und Kurorte machen nahezu ein Drittel aller Übernachtungen im Deutschlandtourismus aus, mit einem Gesamtumsatz von über 26 Mrd. Euro und 17,6 Mio. Gästen im letzten Jahr. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung des Kur- und Bäderwesens als wichtigen Wirtschafts- und Beschäftigungssektor. Dennoch ist die wirtschaftliche Lage in diesen Einrichtungen angespannt. Der Kurtourismus hat aufgrund von Gesundheitsreformen einen Rückgang an Sozialkurbesuchern erlebt. Obwohl Prävention und Rehabilitation an Bedeutung gewinnen, wird das finanzielle Engagement der Sozialschutzsysteme voraussichtlich weiter sinken. Zudem konkurrieren ausländische Kuren, die von Krankenkassen aggressiv beworben werden, mit den deutschen Angeboten. Trotz der hohen Qualität der deutschen Heilbäder sind die Kosten für Kuren vergleichsweise hoch, was zu einer kürzeren Aufenthaltsdauer und rückläufigen Übernachtungszahlen führt. Um dem entgegenzuwirken, öffnen sich die Kurorte neuen Zielgruppen und erweitern ihre Infrastruktur für Urlaubs-, Erholungs- und Gesundheitstourismus. Der Gesundheitsmarkt bietet Potenzial, insbesondere durch Selbstzahler, die bereits etwa 80% der Gäste ausmachen. Die Erfolge sind das Ergebnis umfangreicher Investitionen in die Infrastruktur, die eine Diversifizierung des Angebots, insbesondere in Wellness, Fitness und Beauty, ermöglicht haben. Experten prognostizieren eine positive Entwick
Tina Polster Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
