Autonomiekollisionen in multidiversifizierter Gesellschaft.
Arbeitsrechtliche Abwägungen bei Ethosgemeinschaften.
- 455 Seiten
- 16 Lesestunden
Die Untersuchung fokussiert auf die Kollisionen verschiedener Autonomien in diversifizierten Gesellschaften und beleuchtet die Spannungen zwischen ethischen Überzeugungen, gesellschaftlichen Meinungen und individuellen Auffassungen. Im Zentrum steht die aktuelle Kontroverse zum kirchlichen Arbeitsrecht, insbesondere die Weiterentwicklung der juristischen Ausrichtung der kirchlichen Autonomie in Bezug auf Loyalitätspflicht, Streikausschluss und den Dritten Weg. Es werden Prinzipien für eine europakonforme Konzeption der Kirchenautonomie erarbeitet, die die Teilhabe des einzelnen Arbeitnehmers am eigenen Ethos und am Kollektiv der Religionsgemeinschaft fördert. Das Inhaltsverzeichnis gliedert sich in mehrere zentrale Themen: Zunächst wird die Kirchenautonomie im Kontext des Individualarbeitsrechts betrachtet, gefolgt von der kritischen Untersuchung der Loyalitätsobliegenheit im Chefarztfall. Anschließend wird der Ausschluss von Arbeitskämpfen analysiert, gefolgt von den Bedingungen und Praxisfolgen. Ein weiterer Abschnitt widmet sich dem Kollektivarbeitsvertrag und der Kontrolle des Rechtsregelungsrechts. Schließlich wird die Stellung der Kirche in Bezug auf das Bundesverfassungsgericht und den Gerichtshof der Europäischen Union thematisiert. Die Arbeit schließt mit einer Bilanz zur Kirchenautonomie und einem umfassenden Anhang, der Literaturverzeichnisse und Verzeichnisse der Canones des Codex Iuris Canonici enthält.
