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Ruben Obenhaus

    Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft
    • Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft

      Kommunikations- und Äußerungsformen des Judenhasses im Wandel

      • 295 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Antisemitismus als leidenschaftliche Welt(um-)deutung hat seit dem 7. Oktober 2023 über den Rechtsextremismus hinaus an Bedeutung gewonnen. Der Band beleuchtet die Persistenz, Wandelbarkeit und globale Verbreitung judenfeindlicher Vorstellungen, die von der Antike bis zu modernen Kommunikationskanälen wie Telegram und Demonstrationen reichen. Die ersten Kapitel thematisieren Kommunikations- und Äußerungsformen des Antisemitismus, darunter antike Verschwörungserzählungen, den antisemitischen Witz im Nationalsozialismus und die Ikonologie des Antisemitismus in der extremen Rechten. Es wird auch die Rolle von Judenhass in deutschsprachigen Fringe-Communities auf Telegram und die emotionale Selbstbeglaubigung in der Querdenken-Bewegung untersucht. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Antisemitismus in Institutionen, insbesondere an deutschen Universitäten und als Herausforderung für die Polizei. Der globale Antisemitismus wird durch die Entstehung moderner Formen in Lateinamerika und islamisch geprägte Ausprägungen in westlichen Migrationsgesellschaften beleuchtet. Zusätzlich werden Israel und der arabisch-israelische Konflikt als Projektionsflächen für antisemitische Einstellungen analysiert, gefolgt von Überlegungen zu den Denkansätzen nach und ohne Auschwitz. Der Band bietet somit eine umfassende Analyse der aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus.

      Antisemitismus zwischen Latenz und Leidenschaft