Die vorliegende Arbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik an der Philipps-Universität Marburg untersucht die Methode der Familienaufstellungen im Kontext systemischer Familienberatung und Therapie. Diese Methode polarisiert stark: Während sie bei Befürwortern immense Faszination auslöst, trifft sie bei Kritikern auf scharfe Ablehnung. Diese Polarisierung ist unter anderem auf die einflussreiche Rolle von Bert Hellinger zurückzuführen, der als Begründer der Methode gilt und deren Popularität durch seine spektakulären Präsentationen in Großveranstaltungen gefördert hat. Obwohl die Arbeit mit Familienaufstellungen oft mit Hellingers spezifischem Ansatz assoziiert wird, ist es wichtig, die Methode auch unabhängig von dieser Prägung zu betrachten. Ein tieferer Blick hinter die populäre Fassade zeigt, dass die Familienaufstellung viele Potenziale birgt, sofern sie in einem geeigneten therapeutischen Rahmen eingesetzt wird. Ziel dieser Arbeit ist es, die Familienaufstellung als eine aktionsorientierte Methode systemischer Therapie und Beratung zu analysieren, dabei sowohl kritische Perspektiven als auch die Chancen und Möglichkeiten zu beleuchten, die diese Methode im Rahmen der systemischen Familienberatung und Therapie bietet.
Antje Dyck Bücher
