Status privatus und status politicus im Internationalen Migrationsrecht
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Die kollisionsrechtliche Ungleichbehandlung von Schutzsuchenden wird oft als unzureichend wahrgenommen. Das Internationale Migrationsrecht ist aufgrund seiner komplexen Regelungsebenen (national, völkerrechtlich und EU-rechtlich) unübersichtlich und wird unterschiedlich interpretiert, was zu inkonsistenten Rechtsverhältnissen führen kann. Diese Arbeit behandelt die kollisionsrechtliche Behandlung von Schutzsuchenden, ein klassisches Thema des IPR, das auch praktische Relevanz hat. Die Autorin analysiert das Zusammenspiel von öffentlich-rechtlichem und zivilgesellschaftlichem Status bei der Anknüpfung des Personalstatuts von Schutzsuchenden. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Praxis mit der kollisionsrechtlichen Dogmatik zu vereinen. Neben einer Bestandsaufnahme bietet die Arbeit konkrete Vorschläge zur Vermeidung inkonsistenter Rechtsverhältnisse durch eine gleichlaufende objektive Anknüpfung, Stärkung der Rechtswahl und Harmonisierung des teils uneinheitlich angewandten Internationalen Migrationsrechts. Die Autorin untermauert ihre Analyse mit empirischer Literatur, um den komplexen Lebenssituationen von Schutzsuchenden gerecht zu werden. Abschließend werden Reformideen und Formulierungsvorschläge sowie begleitende Maßnahmen präsentiert.
