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Josepha Stangassinger

    Musikinstrumente und Personifizierungen im "Berner Totentanz".
    • Die Arbeit analysiert den Berner Totentanz, ein bedeutendes Werk des Schweizer Malers und Dichters Niklaus Manuel Deutsch. Sie untersucht, ob die Kombination bestimmter Standesvertreter und Musikinstrumente absichtlich oder willkürlich gewählt wurde. Der Totentanz, bestehend aus 46 Einzelbildern, entstand zwischen 1516 und 1519 und wurde an die Innenseite der Mauer des Laienfriedhofs im Dominikanerkloster in Bern aufgetragen. Im Fokus stehen die Bilder „Konzert im Beinhaus“, „Tod und Priester“, „Tod und Kaiser“, „Tod und Königin“ sowie „Tod und Dirne“. Der Ursprung des Totentanzes ist unklar, aber er hat Wurzeln in drei Bereichen. Erstens ist da das Thema des Tanzes, das in Verbindung mit dem Tod eine ironische Wendung annimmt, da Tote nicht tanzen können. Der Tanz symbolisiert das Leben, wodurch die Verbindung zu Tod und Vergänglichkeit hervorgehoben wird. Zweitens sind die Vadomori-Gedichte des späten 13. Jahrhunderts relevant, in denen Standesvertreter über ihr Schicksal und den Tod klagen, was zur Gruppierung nach Ständen im Totentanz führt. Drittens spielt die Legende von den drei Leben und den drei Toten eine Rolle, die für das Doppelgänger-Motiv und den dialogischen Charakter des Totentanzes entscheidend ist.

      Musikinstrumente und Personifizierungen im "Berner Totentanz".