Béatrice Didier Bücher
Béatrice Didier ist eine französische Literaturkritikerin, die sich auf die französische Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie auf autobiografische Schriften spezialisiert hat. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Beziehungen zwischen Literatur und Musik. Didier ist eine anerkannte Autorin und Herausgeberin mit tiefem Verständnis für die von ihr untersuchten Autoren und literarischen Gattungen.






Revolutionäre Nächte in Paris
- 219 Seiten
- 8 Lesestunden
In der größten Stadt der Welt, Paris, wird der Leser Zeuge des Ausbruchs einer Revolution. Der „Nächtliche Zuschauer“ Rétif de la Bretonne hat zwanzig Jahre damit verbracht, die Stadt nach Einbruch der Dunkelheit zu erkunden. In einem faszinierenden Rahmen präsentiert er seine außergewöhnlichsten Erlebnisse und Begegnungen. Die Themen reichen von Grabräubern und Bücherschmuggel bis hin zu den Geheimnissen der Waschfrauen und dem Leben der „fleißigen Nichtstuer“. Diese Vielfalt an Geschichten und Beobachtungen ist ein wahrer Schatz, der in den ersten zwölf Bänden, die im Dezember 1788 erscheinen, und zwei weiteren im April 1789, zusammengefasst wird. Rétif spürt, wie sich in der Metropole neuer Zündstoff für die Weltgeschichte sammelt. Er ist hautnah beim Ausbruch der Revolution dabei, als ihm eine Gruppe von Revolutionären mit den Köpfen des letzten Gouverneurs der Bastille und des amtierenden Bürgermeisters von Paris begegnet. In den folgenden Jahren wird er immer wieder Zeuge von Mord und Zerstörung, von Glücksmomenten und Gräueltaten, und er setzt sein Werk fort, während die Stadt und die Menschen im Chaos der Revolution gefangen sind.
Jules Vallès, ein Anarchist und Bohemian, widmete seinen Roman Das Kind all jenen, »die in der Schule vor Langeweile umkamen oder zu Haus weinten, die in der Kindheit von ihren Lehrern tyrannisiert oder von ihren Eltern verprügelt wurden«. Erzählt wird darin die durchaus autobiografische Geschichte eines kleinen Jungen, der von seiner Bauernmutter und seinem Lehrervater ständig zum Sündenbock gemacht und emotional und körperlich missbraucht wird. Sein größtes Anliegen ist es jedoch, den sozialen Status der Familie zu verbessern. Allen geschilderten sozialen Abgründen und menschlichen Bösartigkeiten zum Trotz ist Das Kind doch voller Ironie und Humor, gilt vielen gar als eines der witzigsten Bücher der französischen Literatur überhaupt, und wirkt dabei so modern, als sei es aus dem Herzen der Gegenwart geschrieben.
Indiana
- 246 Seiten
- 9 Lesestunden
George Sand: Indiana Erstdruck 1832 unter dem Titel ›Indiana‹. Erschienen ohne Jahresangabe um 1905 bei Karl Prochaska Verlag, Leipzig. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2017. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: George Sand, von Nadar, 1864. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Emma Rouault, fille d'un riche fermier, rêve d'une vie romantique. Élevée dans un couvent, elle épouse Charles Bovary, un simple officier de santé. Leur vie devient rapidement monotone et frustrante pour Emma, qui aspire à plus que la routine quotidienne.