Die Behandlung der Lungenschwindsucht in geschlossenen Heilanstalten
mit besonderer Beziehung auf Falkenstein i./T.
- 380 Seiten
- 14 Lesestunden
Peter Dettweiler (1837-1904) war ein deutscher Lungenfacharzt, der aufgrund einer Lungenerkrankung die Heilanstalt in Görbersdorf/Schlesien aufsuchte, die von Hermann Brehmer geleitet wurde. Nach seiner Genesung wurde Dettweiler Brehmers Assistenzarzt und erlernte innovative Behandlungsmethoden für Schwindsucht. In der Lungenheilanstalt Falkenstein im Taunus, die von Frankfurter Ärzten gegründet wurde, übernahm er nach dem Tod des leitenden Arztes die Leitung. Unter Dettweilers Führung erlangte die Falkensteiner Lungenheilanstalt rasch internationalen Ruhm, und Ärzte aus Davos und Frankreich interessierten sich für seine Tuberkulosetherapie. Diese basierte auf Brehmers hygienisch-diätischen Prinzipien, die eine reichhaltige, fettreiche Ernährung und strikte Essensvorgaben beinhalteten. Zudem war eine ausgedehnte Freiluftliegekur Teil der Behandlung, wobei Dettweiler den "Davoser Liegestuhl" entwarf, der bei jedem Wetter auf Balkonen und Terrassen genutzt wurde. Er setzte neue hygienische Maßstäbe mit der Taschenspuckflasche, bekannt als Blauer Heinrich, und legte großen Wert auf die Aufklärung der Patienten über die Ansteckungsgefahr der Tuberkulose. (Quelle: Wikipedia) Sorgfältig bearbeiteter Nachdruck der Originalausgabe von 1884.
