Entscheiden in Zeiten steigender Komplexität. Entscheidungsfindung und Intuition bei deutschen Managern
Eine empirische Studie
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Diese Arbeit ist eine quantitative empirische Untersuchung, die auf bestehenden Theorien der Intuitions- und Entscheidungsforschung sowie komplexen Problemlösens basiert. Ein Instrument wurde entwickelt, das die unterschiedlichen Stile intuitiv und nicht-intuitiv handelnder Menschen berücksichtigt. Intuition und Rationalität werden nicht als gegensätzliche Dimensionen betrachtet, sondern als potenziell koexistierende Prozesse, die oft zusammenwirken. Die theoretische Untersuchung beginnt mit einer umfassenden Betrachtung des Intuitionsbegriffs aus verschiedenen Perspektiven und Fachbereichen, einschließlich einer historischen Ideengeschichte. Ansätze aus Philosophie, Esoterik und Religion werden beleuchtet, um einen Überblick zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt auf psychologischen Konzepten, insbesondere den von Jung beschriebenen Persönlichkeitseigenschaften, sowie Erkenntnissen aus der kognitiven Psychologie, wie Heuristiken und kognitiven Verzerrungen. Zudem wird Intuition aus neurowissenschaftlicher Sicht untersucht, einschließlich der Hirnforschung und des enterischen Nervensystems. Für die empirische Erhebung wurden Entscheidungsträger aus verschiedenen Unternehmen befragt, um die theoretischen Erkenntnisse zu validieren und zu erweitern.
