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Sebastian Ziera

    Die Danielrezeption im Markusevangelium
    • Sebastian Ziera analysiert die Danielrezeption im Markusevangelium und untersucht die Text-Text-Bezüge sowohl punktuell als auch konzeptionell, um deren Bedeutung für das gesamte Evangelium zu erfassen. Er nutzt Erkenntnisse aus der Intertextualitätsforschung, insbesondere das textorientierte Modell. Die Untersuchung zeigt, dass der Autor des Markusevangeliums die Rezipienten bewusst auf das Danielbuch verweist, was besonders in der Endzeitrede in Mk 13 deutlich wird. Über das gesamte Evangelium hinweg wird immer wieder auf das Danielbuch angespielt, was nahelegt, dass es als Subtext für die Hörer und Leser fungiert. Diese intertextuellen Bezüge sind entscheidend für ein angemessenes Verständnis des Markusevangeliums. Ziera argumentiert, dass das Danielbuch nicht nur aufgenommen, sondern auch kritisch und korrigierend behandelt wird, insbesondere in Bezug auf die vorhergesagten Zeiten und Zeichen, den endzeitlichen Krieg und die Rolle des Tempels. Das Profil der Danielrezeption ist ambivalent und lässt sich am besten in die Zeit nach der Tempelzerstörung durch die Römer im Jahr 70 n.Chr. einordnen. Ziera bietet somit wertvolle Erkenntnisse zur inhaltlichen Ausrichtung des Markusevangeliums und zur historischen Einordnung.

      Die Danielrezeption im Markusevangelium