Dieser Band bietet eine kulturgeschichtliche Kontextualisierung der Poesie der frühbarocken Dichterin Sibylla Schwarz (1621-1638) und erweitert die bisherigen werkorientierten Untersuchungen. Die interdisziplinären Beiträge beleuchten zeitgenössische und übergreifende kulturelle Konzepte, die mit der Paradiesvorstellung in Schwarz' Werk verbunden sind, darunter Frömmigkeit, Natursehnsucht sowie Land- und Stadtleben. Zudem wird ihre Dichtung in weniger beachtete Kontexte eingeordnet, wie holländische Einflüsse, medizinhistorische Aspekte und das literarische sowie musikalische Umfeld. Ziel ist es, die materiellen, poetologischen, persönlichen und sozialen Vernetzungen in Schwarz' Dichtung aufzuzeigen. Der Band bietet neue Einsichten in das Werk von Sibylla Schwarz, indem er verschiedene kontextuelle Ansätze verfolgt. Durch die Einbeziehung von Musik- und Theatergeschichte, Philologie, Theologie und Medizingeschichte werden Fehler korrigiert und neue Perspektiven in der Schwarz-Forschung eröffnet. Indem er die biblische Vorstellung des Paradieses in Schwarz' Werk (als Garten, Arkadien, metaphysisches Ehebett) untersucht, wird ihr Leben und Schaffen im Kontext der damaligen Praktiken und Diskurse neu betrachtet und mit zeitgenössischen Autoren anderer Nationalitäten sowie späteren deutschsprachigen Schriftstellern verglichen.
Monika Schneikart Bücher
