Die Konstellation erinnert an Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins: zwei Paare, die vieles miteinander verbindet und noch mehr trennt. Liebe, Eifersucht, Neid, Illusionen, Sentimentalität. Da sind Agnes, die die Liebe zu ihrem Mann Paul mit dem Willen zur Liebe verwechselt, und Paul, der Anwalt, der es allen recht machen will, aber über sein Leben nie nachdenkt; und da sind Laura, die sich vom Leben betrogen fühlt, ihre Schwester Agnes beneidet und nur deren Mann lieben zu können glaubt, und Bernhard, ein junger fixer Moderator, dem ein Unbekannter die Karriere neidet. Und die Unsterblichkeit? Davon, eine Spur zu hinterlassen, träumen (auf wahrscheinlich sehr unterschiedliche Weise) alle vier - doch Gott sei Dank gibt es da noch den Autor, der seinen Figuren und also dieser Geschichte manchmal so hilfreich in den Arm fällt, daß uns der lebenskluge und wunderbar leicht erzählte Roman vorkommt, als wär's ein Stück von uns.
Peter Kussi Bücher




Lenka bringt jeden Mann in Prag um den Verstand. Der Redakteur Leden lernt sie an der Moldau kennen. Um Lenkas willen verrät er seinen besten Freund, lässt seine Freundin Vera schnöde im Stich. Lenka aber amüsiert sich lieber mit Lendens Chef, einem alternden Glatzkopf an der Spitze der Prager Zensur-Behörde. Nach einer nächtlichen Bootsfahrt mit Lenka wird er tot an den Strand gespült. Ein tragischer Unfall, heißt es im Polizeibericht. Aber we ist dieses Mädchen wirklich? Was sich anfangs als Liebesleid und -lust las, wird unversehens zum politischen Kriminalfall, in dem der Ermordete, nicht der Mörder, schuldig ist.
»Eine schwarze Komödie der Irrungen, die Milan Kundera mit Gespür für ironische Pointen und dramatische Verwicklungen ihrem Finale zutreibt.« Holger Schlodder in der ›Hannoverschen Allgemeinen Zeitung‹ In einem böhmischen Kurort begegnen sich acht Personen im Rhythmus eines Walzers, der immer schneller wird: die hübsche Krankenschwester Rosa, die ihren Geliebten mit einer unterstellten Vaterschaft zur Heirat zu zwingen versucht; Klima, der Jazzmusiker, der jedoch seine Frau Kamila liebt, die krankhaft eifersüchtig ist; Franta, Rosas Verehrer und wahrer Vater des Ungeborenen; Dr. Skreta, ein extravaganter Gynäkologe; der reiche Amerikaner Bertlef, der sich aus Angst vor dem Tod der Liebe und der Kunst hingibt; Jakub, ein aus der Haft entlassener politischer Gefangener, der in den Westen aufbricht, und die Patientin Olga, Jakubs Ziehtochter, in die er sich entgegen seiner Absicht verliebt. Sie alle suchen in immer neuen – verzweifelten – Paarungen der Aussichtslosigkeit ihrem Leben einen Sinn abzugewinnen.
The Farewell Party : Translated by Peter Kussi
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Published simultaneously with Identity, his new novel, here is a masterful new translation of Milan Kundera's most brilliantly plotted and sheerly entertaining novel -- a dark farce of sex, murder, and motherhood. Set in an Old-Fashioned Central European Spa Town, Farewell Waltz follows the lives of eight characters: a pretty nurse and her repairman boyfriend; an oddball gynecologist; a rich American who is at once a saint and a Don Juan; a popular trumpeter and his beautiful obsessively jealous wife; a disillusioned former political prisoner about to leave his country and his young female ward. Perhaps the most accessible of Milan Kundera's novels, Farewell Waltz poses the most serious questions with a blasphemous lightness that makes us see that the modern world has deprived us even of the right to tragedy. Translated from the French text prepared by the author himself a quarter century after the novel was originally written, Farewell Waltz sparkles anew with wit, humor, and irony. A valuable addition to HarperFlamingo's impressive Kundera backlist, it offers readers a chance to discover, or rediscover, one of the very best works of a legendary writer. "It is hard to imagine anything more chilling and profound that Kundera's apparent lightheartedness". -- Elizabeth Pochoda "Kundera ... remains faithful to this subtle, wily, devious talent for a fiction of 'erotic possibilities". -- New York Times Book Review