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Anika Meißner

    Von welsch zu dütsch
    Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft
    • Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft

      Band 24 (2022/2023): Abbrüche - Umbrüche - Aufbrüche. Deutschsprachige Literatur zwischen 1450 und 1520

      • 576 Seiten
      • 21 Lesestunden

      In den Jahren zwischen 1450 und 1520 formiert sich die deutschsprachige Literatur neu. Während einige Gattungen, wie der Artusroman, an ihr Ende gelangen, entwickeln sich andere weiter oder entstehen neu, oft unter Rückgriff auf ältere Vorbilder. Besonders prägend ist der Medienwechsel von der Handschrift zum Druck, der die Literaturproduktion in der Volkssprache beschleunigte und neu organisierte. Diese Zeit wird als ein großes Laboratorium der deutschen Literatur betrachtet, in dem innovative Formate wie der Prosaroman und Liederbücher entstehen. Auch die Übersetzung lateinischer und italienischer Werke in die Volkssprache nimmt zu und wird zunehmend als eigenständiger Prozess wahrgenommen. Mit der Reformation beginnt ein literarischer Aufbruch in vielen Bereichen, und das Verständnis von Übersetzung wird neu definiert. Zudem zeigt sich ein "Zug zur Summe", der sich auf verschiedene Genres erstreckt, wobei Sammlungsprinzipien in der Lieddichtung, Epik und Romanliteratur erkennbar sind. Anhand von Beispielen aus Lieddichtung, Romanen, Chroniken, Reiseliteratur und humanistischer Übersetzungsliteratur werden die Prozesse dieser Zeit analysiert. Die Herausgeber haben zahlreiche Fachleute gewonnen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu diesen Entwicklungen beitragen.

      Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft
    • Von welsch zu dütsch

      Kulturelle und literarische Transferprozesse am Beispiel der Saarbrücker Prosaepen

      • 328 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Die Frage, ob Elisabeth von Nassau-Saarbrücken die Übersetzerin der vier deutschen Prosaepen "Herzog Herpin", "Königin Sibille", "Loher und Maller" und "Huge Scheppel" aus dem 15. Jahrhundert ist, wurde in der Forschung immer wieder kontrovers diskutiert. Im Zentrum standen dabei lange Zeit übersetzerische Missverständnisse und das Nichtverstehen der Übersetzenden wie Rezipierenden, eine Perspektive, die im Widerspruch zur erfolgreichen Rezeption der Texte im Druck und ihrer jahrelangen Popularität im deutschsprachigen Raum stand. Dem entgegen lenkt Anika Meißner den Blick auf die Produktivität der Übersetzungen und betrachtet die kulturellen und literarischen Transferprozesse der Saarbrücker Prosaepen als Kulturtransferprozess. Dabei umfasst die Studie sowohl eine literaturwissenschaftlich-narratologische Kernanalyse auf Grundlage des Worldbuilding-Modells als auch eine quantitative Untersuchung, die die Übersetzungsprinzipien der Einzeltexte aufschlüsselt und ein neues Licht auf die umstrittene Autorinnenschaft wirft.

      Von welsch zu dütsch