Self-Empowerment und Professionalisierung in Migrantinnenselbstorganisationen
Eine biografieanalytische und differenzreflektierende Untersuchung
- 568 Seiten
- 20 Lesestunden
Das Forschungsinteresse dieser Studie liegt im Zusammenspiel von Biografie und Professionalisierungsprozessen von Akteurinnen in Migrantinnenselbstorganisationen (MSO) während ihrer Bildungs- und Beratungsarbeit. Es werden drei Fallanalysen mit markanten Innenansichten präsentiert. Die Ergebnisse zeigen drei Muster, die auf unterschiedliche Herstellungsprozesse biografischer Passungsverhältnisse sowie individueller und organisationaler Professionalisierung und Self-Empowermentstrategien der Akteurinnen hinweisen. Diese Muster verdeutlichen, dass die Akteurinnen die dynamische Wechselbeziehung zwischen ihrer Tätigkeit und den Interaktionsressourcen aus ihren Migrationsbiografien nutzen, um individuelle Lösungs- und Bewältigungsstrategien bei der Professionalisierung und Etablierung der MSO anzuwenden. Die Zielverständnisse ihrer Tätigkeit variieren entlang der drei Muster: die gesellschaftliche Partizipation von Migrantinnen zu erhöhen, die Selbstverwirklichung der Migrantinnen zu unterstützen und migrations- sowie geschlechtsbezogene Exklusionsprozesse zu minimieren. Die Studie umfasst Einleitungen zu MSO aus feministischer und rassismuskritischer Perspektive, professionalisierungstheoretische und biografietheoretische Ansätze, methodologische Grundlagen, Fallbeschreibungen und Muster der Passungsverhältnisse von Biografie, Self-Empowerment und Professionalisierung, sowie deren Relevanz und zukünftige Forschungsdesiderate.
