Ernst Toller Bücher
Ernst Toller war ein deutscher Dramatiker und politischer Aktivist, dessen expressionistische Werke tiefe Inspiration aus seinen persönlichen Erfahrungen mit Kriegsgrauen und politischen Umwälzungen schöpften. Seine Stücke, gekennzeichnet durch eindringliche Visionen und einen dringenden Ruf nach sozialer Gerechtigkeit, erforschen oft den Konflikt zwischen Idealismus und Realität. Durch seine Texte untersuchte Toller Themen wie Revolution, Verrat und die Suche nach Sinn in einer chaotischen Welt und bot den Lesern einen tiefen Einblick in die turbulente Zeit des frühen 20. Jahrhunderts.






Eine Jugend in Deutschland
- 190 Seiten
- 7 Lesestunden
'Ich bin dreißig Jahre. / Mein Haar wird grau. / Ich bin nicht müde.' So schlicht enden die eindrucksvollen autobiografischen Aufzeichnungen des Dichters Ernst Toller (1893–1939). Zu jenem Zeitpunkt, 1924, hatte er gerade fünf Jahre Festungshaft hinter sich gebracht, davor eine Revolution und davor einen Weltkrieg. Doch müde ist er wirklich nicht: Stets aufs Neue streitet er wortgewaltig für eine andere, friedliche Gesellschaft, auch und besonders mittels der Literatur. 1933 schließlich erscheint 'Eine Jugend in Deutschland' in einem Amsterdamer Exilantenverlag und macht Toller zu einer der meistgehörten Stimmen seiner Generation.
Ernst Toller, ein bedeutender Vertreter der expressionistischen Literatur und der "littérature engagée" der Weimarer Republik, thematisiert in seinem Erstlingswerk "Die Wandlung" die geistige Erneuerung nach dem Ersten Weltkrieg. Es erzählt von einem jungen Mann, der die Sinnlosigkeit von Krieg erkennt und seine Berufung zur Menschlichkeit findet.
Hoppla, wir leben!
- 151 Seiten
- 6 Lesestunden
Tollers Stück, das der Neuen Sachlichkeit der zwanziger Jahre zuzurechnen ist, vergegenwärtigt in einer Revue von Bildern den Zustand der Weimarer Gesellschaft in der kurzen wirtschaftlichen Blütephase zwischen 1923 und 1929; auf diese Periode der scheinbaren Stabilisierung bezieht sich auch der dem den dritten Akt einleitenden Lied von Walter Mehring entnommene Titel. Die Szenenfolge gibt einen Querschnitt durch die verschiedenen Gesellschaftsschichten, vom Proletariat bis zur Aristokratie; der revolutionäre Optimismus der unmittelbaren Nachkriegszeit ist verschwunden, reduziert zu einer »romantische(n) Episode der Jugend«, das private Arrangement mit den Verhältnissen dominiert, die alten Mächte - Kapital und Militär - haben wieder die Oberhand. Dem entspricht der resignative Schluß, der bei der Vorbereitung der Aufführung immer wieder zu Diskussionen Anlaß gab und als zu »defaitistisch« (E. Piscator) kritisiert wurde. Toller verstärkt die Wirkungskraft seiner zeitkritischen Reportage durch die Verwendung der von Piscator entwickelten szenischen Experimente und den Einsatz der neuen Medien Radio und Film; Radiomeldungen, filmische Zwischenspiele und -bilder vermitteln zwischen den einzelnen Schausplätzen des Stücks.
Toller versinnbildlicht in Eugen Hinkemann, dem Helden seiner 1923 uraufgeführten Tragödie die physische und psychische Versehrtheit des Kriegsheimkehrers, die groteske Grausamkeit einer sich noch in Friedenszeiten selbst zerfleischenden Gesellschaft und - den verzweifelten Willen, sich gegen den Untergang zu wehren: »Wer keine Kraft zum Traum hat, hat keine Kraft zum Leben.«
Masse Mensch
- 77 Seiten
- 3 Lesestunden
Das Drama "Masse" in sieben Bildern entstand 1919 während Ernst Tollers Haft im Festungsgefängnis Niederschönenfeld und reagiert auf die revolutionären Ereignisse des Jahres 1919; ausdrücklich »den Protariern« gewidmet, versteht es sich als Kampfansage gegen jede Art von Gewalt und wurde doch in Bayern »wegen Aufreizung zum Klassenhaß« verboten. Bereits der Titel - im Erstdruck fehlt der Bindestrich zwischen »Masse« und »Mensch«, wie er in den späteren Ausgaben üblich war ("Masse-Mensch") - verweist auf die Bezogenheit wie Entgegensetzung von Kollektiv und Individuum.
Gesammelte Werke 3
Politisches Theater und Dramen im Exil 1927-1939
Gesammelte Werke 3
- 340 Seiten
- 12 Lesestunden
Gesammelte Werke 2
- 368 Seiten
- 13 Lesestunden
Kritische Schriften. Reden und Reportagen
- 284 Seiten
- 10 Lesestunden
Die Autobiografie beleuchtet die familiären Wurzeln des Autors und die außergewöhnlichen Lebensumstände seiner Vorfahren. Sie erzählt von der einzigartigen Erlaubnis, die seinem Urgroßvater als einzigem Juden in Samotschin gewährt wurde, sowie von den prunkvollen Lebensweisen seiner Vorfahren, die aus Spanien stammten und in Westpreußen lebten. Diese Geschichten reflektieren das Streben nach sozialem Aufstieg und die kulturellen Identitäten, die den Autor prägten. Die Erzählung verbindet persönliche Geschichte mit historischen und sozialen Aspekten der Zeit.
Ernst Tollers autobiografischer Roman „Eine Jugend in Deutschland“ erzählt von seiner Kindheit in Samotschin, seiner Wandlung vom Kriegsfreiwilligen zum Pazifisten und Sozialisten sowie seiner Rolle in der Münchner Räterepublik. Der Text beleuchtet die Suche nach demokratischem Sozialismus und die Ursachen für den Aufstieg Hitlers. Neu edierte Fassungen und Kommentare bieten tiefere Einblicke in die historischen Kontexte.
Hinkemann
Eine Tragödie in drei Aufzügen
Ernst Toller ist ein Vertreter der expressionistischen Jugend, die das Grauen des Ersten Weltkriegs und die Enttäuschungen revolutionärer Hoffnungen erlebte. In unserer Zeit wird eine Fülle von Begriffen gebraucht, deren Inhalte nicht mehr übereinstimmen mit unserer Erkenntnis und unserem Wissen. Sie aufzulösen und von der neuen Nähe, die wir zu Dingen und Menschen gewonnen haben, zu gestalten und ehrlicher zu benennen, ist notwendig. Auch in der Begriffswelt der Revolution, der Arbeiterschaft dürfen wir pharisäische Phrasen, unechte Scheidemünzen, verlogene Zerrbilder nicht zulassen. [Textauszug]
Nie wieder Friede
Eine bittere Komödie über Militarismus und Antipazifismus aus dem Jahr 1936
- 142 Seiten
- 5 Lesestunden
In Ernst Tollers bitterer Komödie "Nie wieder Friede" wird die Rückkehr von Militarismus und Krieg im öffentlichen Leben thematisiert. Das Werk beleuchtet die Heuchelei des Friedens und die Manipulation durch Kriegsprofiteure. Die Edition enthält auch autobiografische Kapitel und Warnungen vor dem Faschismus. Ein wichtiges Werk gegen Militarismus.
Zeit und Theater. Dünndruck.
- 888 Seiten
- 32 Lesestunden
Vormorgen presents a comprehensive collection of Ernst Toller's poetic works, marking the first time in nearly a century that his poetry is gathered in a single volume. This edition highlights Toller's significant contributions to literature, showcasing his unique voice and themes.
Hopla, žijeme!
- 170 Seiten
- 6 Lesestunden
Een jeugd in Duitsland
- 199 Seiten
- 7 Lesestunden
Autobiografie van de expressionistische toneelschrijver Ernst Toller (1893-1939) over zijn jeugd, zijn oorlogservaringen en vooral de vooraanstaande rol die hij in de kortstondige Beierse Radenrepubliek van arbeiders, boeren en soldaten in 1919 speelde.





















