Untersucht wird, ob die mit drohender Zahlungsunfähigkeit gemäß § 18 InsO verbundenen rechtspolitischen Ziele unter Berücksichtigung der Neuerungen durch das SanInsFoG erreicht wurden. Der Autor stellt fest, dass es an geeigneten Anreizen zur Förderung einer Verfahrenseinleitung mangelt und der Gesetzgeber das angestrebte Ziel verfehlt. Er behandelt wenig beachtete Rechtsfragen zu den Eröffnungsgründen nach §§ 17 ff. InsO, entwickelt eine eigene Prüfungssystematik für den Tatbestand des § 18 InsO und schlägt eine Reform zur Ablösung des § 19 InsO vor. Der Fokus liegt auf den bestehenden Anreizen für eine frühzeitige Verfahrenseinleitung, den gesetzlichen Sanierungsinstrumenten und der Konkurrenzsituation zum StaRUG. Für klärungsbedürftige Einzelfragen werden Lösungsvorschläge unterbreitet. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass de lege lata kaum geeignete Anreize zur Verfahrenseinleitung bei drohender Zahlungsunfähigkeit bestehen und der Gesetzgeber somit das Ziel des § 18 InsO weiterhin verfehlt. Abschließend präsentiert er konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung des geltenden Rechts de lege ferenda. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Themen wie die Entstehungsgeschichte des § 18 InsO, den Normzweck, die rechtspolitischen Ziele des Gesetzgebers sowie verschiedene Maßnahmen zur Vermeidung oder Beseitigung drohender Zahlungsunfähigkeit.
Sebastian Knapp Bücher
