Akteur-Kunst-Theorie
Übersetzungen zwischen Akteur-Netzwerk-Theorie, Kunst und Visueller Kultur
- 684 Seiten
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Durch die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) zieht sich seit ihren Anfängen eine intensive Auseinandersetzung mit Kunst und Visueller Kultur. Annika Weinert-Brieger folgt diesen Spuren in ihrer Monografie systematisch durch die Schriften von Bruno Latour, John Law und Michel Callon sowie durch von Latour kuratierte Ausstellungen und weitere Medien. Sie kontextualisiert das umfangreiche Material in der ersten internationalen Bestandsaufnahme zu diesem Thema und verortet es innerhalb bestehender Ansätze aus Kunstgeschichte, -theorie und -soziologie. Dadurch wird ein bisher blinder Fleck in der Rezeption der ANT sichtbar. Weinert-Brieger entwickelt die ANT weiter zu einem eigenen kunsttheoretischen Zugang zu Kunstwerken sowie deren Produktion und Rezeption. In einer Übersetzungsbewegung zwischen ANT und Kunsttheorie, die mit der aktuellen Theoriediskussion zum Verhältnis von Kunst und Handeln verbunden ist, arbeitet sie zentrale Elemente einer Akteur-Kunst-Theorie heraus und zeigt deren Beiträge zu zeitgenössischen und historischen Theoriediskursen. Abschließend gibt die Autorin einen Ausblick auf theoretische und empirische Forschungspotenziale für die zukünftige Arbeit mit den Ergebnissen der Bestandsaufnahme und der entwickelten Akteur-Kunst-Theorie.
