Das Polarlicht
- 372 Seiten
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Hermann Fritz (1830-1893) war ein bedeutender deutsch-schweizerischer Polarlichtforscher und gilt als Pionier der modernen Polarlichtforschung. Er war Titularprofessor für Allgemeine Maschinenlehre am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich und widmete sich gleichzeitig der Untersuchung des Nordlichts. Um 1862 entdeckte er eine enge quantitative Beziehung zwischen der Häufigkeit von Polarlichtern und der Anzahl der Sonnenflecken. Zudem erforschte er die geographische Verteilung des Polarlichts auf der Nordhalbkugel und führte den Begriff Isochasmen (Kurven gleicher Polarlichthäufigkeit) ein. 1874 veröffentlichte er eine Karte zur geographischen Verteilung der Polarlichter in der Nordhemisphäre. In dieser umfassenden Monographie fasst Fritz seine Forschungs- und Beobachtungsergebnisse zusammen. Besonders bemerkenswert sind seine Beobachtungen zu Polarlichtern in Draperie- oder Mantelform. Er beschreibt die Faszination des Polarlichts, das in vielfältigen und oft wunderbaren Formen erscheint. Trotz der umfangreichen Literatur zu diesem Thema, die bis in die Antike zurückreicht, ist sie oft schwer zugänglich. In diesem Werk vereint der Autor die wichtigsten Erkenntnisse aus der reichhaltigen Literatur und seinen eigenen, über fast zwanzig Jahre veröffentlichten Aufsätzen. Der sorgfältig bearbeitete Nachdruck stammt aus der Originalausgabe von 1881.
