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Dennis Improda

    Ästhetik des Konsums
    • Ästhetik des Konsums

      Ambivalenz der Verführung

      • 344 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der Konsumbegriff hat in der politischen Diskussion, besonders angesichts der ökologischen Krise, einen schweren Stand. Konsum wird oft als falsches Leben betrachtet, das von einem früheren Zustand authentischer Bedürfnisbefriedigung abweicht. Er steht nicht für Überfluss, sondern für Übermaß und Unnötigkeit. Konsum sollte jedoch als zivilisatorische Praxis verstanden werden, die eine bedeutende Rolle in der ökonomischen und sozialen Konstitution des modernen Individuums spielt, insbesondere in der Erlebnisgesellschaft. Die Ästhetik des Konsums prägt die Dynamik ästhetischer Formen in allen Lebensbereichen und ist Teil des zivilisatorischen Prozesses, der Kunst und Design ermöglicht hat. Diese Aspekte sind eng mit der Entstehung der modernen Marktökonomie seit der Renaissance verbunden. Angesichts der katastrophalen sozialen und ökologischen Auswirkungen des Konsums ist es notwendig, Konsumkritik zu üben, was auch eine Kritik an Kunst und Design einschließt. Dies wirft die Frage auf, wie die Ausrichtung des problematischen Konsums, dessen Erfolg Kunst und Design geprägt hat, verändert werden kann.

      Ästhetik des Konsums