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Jasper Stratil

    Audiovisuelle Rhetorik als politische Intervention
    • Audiovisuelle Rhetorik als politische Intervention

      Einspruchserfahrungen vom Kino bis YouTube

      • 453 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Dieses Buch plädiert für die Bedeutung von Filmanalyse und Medienreflexion in der interdisziplinären Untersuchung gesellschaftlicher Kommunikation. Im Fokus steht die spezifische Erfahrung, dass Filme und Videos Einspruch erheben oder provozieren, wodurch sie die Wahrnehmung politischer Krisen prägen. Die Analyse reicht von Kinodokumentarfilmen über Massaker in Indonesien in den 1960er Jahren bis hin zu Spielfilmen während der #BlackLivesMatter-Bewegung und der Mobilisierung der 'alternativen Rechten' während der Finanzkrise in den USA, sowie der politischen Kommunikation zur Klimakrise auf YouTube. Audiovisuelle Wahrnehmungen intervenieren in Urteils-, Denk- und Gefühlsprozesse. Es wird untersucht, wer Einspruch erhebt und gegen was, sowie wie filmische Welten als performative Akte fungieren. Die Teilnahme an öffentlichen Diskursen wird als Ko-Produktion des Filme-Sehens betrachtet und in ihrer Geschichtlichkeit diskutiert. Positionen entstehen durch die Adressierung in einer rhetorischen Situation. Die kulturelle Praxis der Rhetorik wird hier nicht als verzierende Form oder intendierte Botschaft verstanden, sondern als Herstellung von Perspektiven. Das Buch vollzieht somit einen Perspektivwechsel in der Analyse und Kritik audiovisueller Rhetorik.

      Audiovisuelle Rhetorik als politische Intervention