Analytik und Mutagenität von verkehrsbedingtem Feinstaub: PAK und Nitro-PAK
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Das gesundheitsgefährdende Potential von Feinstaub in der Außenluft wurde in zahlreichen epidemiologischen Studien belegt, wobei der Straßenverkehr als Hauptverursacher identifiziert wurde. Besonders gefährdet sind Menschen mit Vorerkrankungen im pulmonalen und kardiovaskulären Bereich. Die mutagene und kanzerogene Wirkung von Feinstaub wird jedoch oft unzureichend betrachtet. Neben Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) sind auch hochpotente Nitroderivate (Nitro-PAK) von Bedeutung, die bei Verbrennungsprozessen und durch photochemische Reaktionen entstehen. Detaillierte Untersuchungen an verkehrsnahen Standorten in München erfassen die Analytik und Mutagenität von luftgetragenem Staub der Größen PM10 und PM1, durchgeführt in einem stark frequentierten Platz und einem Tunnel während Sommer und Winter. Die Ergebnisse zeigen signifikante Unterschiede in der Konzentration von Teilchengrößen, Schadstoffgehalten und mutagenem Potential je nach Standort und Sammelphase. Kleinere Partikelgrößen zeigen eine überwiegende Wirksamkeit, während auch die mutagenen Substanzen in der Gasphase nicht zu vernachlässigen sind. Die Bestimmung von Benzo(a)pyren allein reicht nicht aus, um die Toxizität der Partikelphase umfassend zu charakterisieren. Die komplexe Mutagenität durch PAK und Nitro-PAK erfordert differenzierte chemische Analysen und toxikologische Parameter. Die Ergebnisse unterstützen die Notwendigkeit weiterer Emissio
