Bauhaus und Erwachsenenbildung
Progressive Architektur im Verhältnis zu Reformpädagogik und Arbeiter:innen-Bewegung
- 193 Seiten
- 7 Lesestunden
Welche Rolle spielen die Philosophie und die pädagogischen Konzepte des Bauhauses für die Erwachsenenbildung? Und inwiefern konnten progressive Ansätze der Erwachsenenbildung die Bauhausarchitektur beeinflussen? Die Autor*innen skizzieren Verbindungen zwischen der Bauhaus-Idee "form follows function" und der Geschichte der institutionalisierten Erwachsenenbildung, die überraschend viele Berührungspunkte aufzeigen. Das Inhaltsverzeichnis umfasst verschiedene Beiträge: Anke Grotlüschen und Anette Richter-Boisen untersuchen die Beziehung zwischen Bauhaus und Erwachsenenbildung. Winfried Krieger beleuchtet die Umsetzung der Bauhaus-Pädagogik in Dessau, während Bernd Käpplinger das Haus des Volkes in Probstzella und dessen Rolle in der politisch-kulturellen Erwachsenenbildung analysiert. Weitere Beiträge von Grotlüschen, Eble und Mayr untersuchen mögliche Zusammenhänge anhand der Schule der Arbeit in Leipzig. Anette Richter-Boisen fragt, ob Elisabeth Flitner als Erwachsenenbildnerin Bauhausqualitäten aufweist. Hugbert Flitner thematisiert die Herkunft und wirtschaftliche Lage von Wilhelm Flitner in seinen beruflichen Anfängen sowie die Verbindung zwischen Bauhaus und Reformpädagogik. Felix Wendeburg behandelt die Entwicklung der Bauakademie des Sozialismus, während Helen Vogel die Spuren des Bauhauses in Tel Aviv erkundet. Noah Horn beschreibt die Transformation der Ulmer Volkshochschule zur wichtigen Nachfolgerin des Bauhauses.
