In diesem Buch wird die Zulässigkeit ärztlicher Mitwirkung an verbotenen Kinderwunschbehandlungen im Ausland untersucht. Der Autor identifiziert den Hauptgrund für das reproduktive Reisen in liberalere Länder: die restriktive Rechtslage im Embryonenschutzgesetz. Vor der rechtlichen Analyse werden die erforderlichen naturwissenschaftlichen Grundlagen ausführlich dargestellt. Zudem wird die aktuelle Rechtslage hinsichtlich ausgewählter Verfahren der Kinderwunschbehandlung nach deutschem Recht, wie dem elektiven Embryo-Transfer, erörtert. Ein zentraler Aspekt ist, wie Ärzte in Deutschland im Zusammenhang mit verbotenen Kinderwunschbehandlungen im Ausland tätig werden können, ohne strafrechtliche Konsequenzen zu riskieren. Auch die straf- und berufsrechtlichen Folgen eines ärztlichen Fehlverhaltens werden beleuchtet. Das Buch gliedert sich in mehrere Teile: Zunächst wird das Dilemma von Reproduktionsmedizinern und Patienten beim reproduktiven Reisen thematisiert, gefolgt von den medizinischen und rechtlichen Grundlagen der assistierten Reproduktion. Anschließend wird die strafrechtliche Relevanz der ärztlichen Mitwirkung an verbotenen Methoden im Ausland behandelt, einschließlich der Konsequenzen einer strafbaren Mitwirkung. Abschließend werden die Thesen zusammengefasst und ein Ausblick gegeben.
Alexander Pikal Bücher
