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David Ronneburg

    Die Homosexualitätsdiskussion in und um den deutschen Wandervogel
    • Die vorliegende Studienarbeit aus dem Jahr 2002 behandelt den Wandervogel, die erste Bewegung, die aus dem kreativen und selbstverantwortlichen Streben der Jugend zu Beginn des 20. Jahrhunderts hervorging. Diese Erscheinung stellt einen markanten Gegensatz zur staatlich gelenkten Jugendpflege dar und rechtfertigt eine eingehende Auseinandersetzung. Der Fokus liegt auf der Rolle des Wandervogels in der Inversionsdiskussion der 1920er Jahre. Mitglieder wie Hans Blüher prägten diesen Diskurs, während der Bund aufgrund seiner Struktur und Blühers Publikationen in den Verdacht geriet, als Rekrutierungsorgan älterer Homosexueller zu fungieren. Kritische Betrachtungen sind notwendig, da Einschätzungen wie die von Kröhnke, wonach im Wandervogel Homosexuelle selbstbewusst auftraten, hinterfragt werden müssen. Verlässliche Beweise zur Homosexualität innerhalb des Wandervogels sind rar, was möglicherweise an der gesellschaftlichen Tabuisierung im frühen 20. Jahrhundert liegt. Ein selbstbewusstes Bekenntnis zur Homosexualität kann nur in Einzelfällen festgestellt werden. Die Literatur, die den Wandervogel als Homosexuellenbewegung betrachtet, zeigt oft einen ungenauen Umgang mit der Terminologie. Diese Arbeit untersucht, warum der Wandervogel zum Brennpunkt der Inversionsdebatte wurde und welche Qualität diese Debatte hatte, wobei die Entwicklung der Bewegung aus Platzgründen stark verkürzt dargestellt wird. Verweise auf weiterführende Li

      Die Homosexualitätsdiskussion in und um den deutschen Wandervogel