Udalls turbulente Geschichten sind im kargen Südwesten der USA angesiedelt. Sie zeigen das Leben der Menschen dort, wo Touristenmassen durch Indianerreservate und Westernstädte geschleust werden. Udall erzählt mit Humor und einem feinen Gespür für die Besonderheit der Menschen dort. Udalls Figuren sind allesamt Antihelden, vom Leben nicht gerade begünstigt, deren Lebensstil und Sprache sich kaum von ihrer unwirtlichen Umgebung unterscheiden. Sie schuften und trinken, fluchen und pflegen Freundschaften zu Truthahngeiern und anderen Kreaturen. Es sind einfache, skurrile Typen, die oft bissig von den Abgründen ihres Lebens im tiefen Westen berichten. Die Geschichten bilden auf ganz eigene Art das Leben fernab der schillernden Metropolen des American Way of Life ab. Dieser Band versammelt elf der schönsten und besten Erzählungen, die in Amerika in verschiedenen Zeitschriften erschienen und mit Begeisterung aufgenommen wurden.
Brady Udall Bücher
Brady Udalls Schreiben ist tief in seiner Erziehung in einer großen mormonischen Familie und seinen Erfahrungen auf der Farm seines Großvaters verwurzelt. Er schafft Erzählungen, die sich mit der Komplexität familiärer Dynamiken und moralischer Zwickmühlen auseinandersetzen. Udall stellt seine Charaktere geschickt mit Empathie und Humor dar und bewegt sich dabei oft auf dem schmalen Grat zwischen Tragödie und Komödie. Sein unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch scharfe Beobachtung der menschlichen Natur und eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Sinnfindung im alltäglichen Leben aus.



Der Bierdosenbaum
- 400 Seiten
- 14 Lesestunden
Ein amerikanischer Schelmenroman - die Geschichte des kleinen Edgar Mint, der sich so fabelhaft wie anrührend durch seine Kindheit schlägt, verlassen von Gott und der Welt, aber mit einem großen Ziel, das er nicht aus den Augen verliert. Mit sieben wird Edgar Mint von einem Postboten überfahren, doch damit nicht genug: Als er endlich aus dem Krankenhaus entlassen wird, steht er ganz allein da und muß sich durch Schule und Leben kämpfen. Aber Edgar ist zäh, und er weiß der Welt die eigene Wirklichkeit entgegenzusetzen. Auf seiner Schreibmaschine, einer Hermes Jubilee, füllt er Blatt um Blatt mit seinen Wünschen, seinen Gedanken - und Briefen an den Postboten, dem er unbedingt mitteilen will, daß es ihm gutgeht. Edgar macht seinen Weg, eines Tages, da ist er sicher, wird er ankommen, wo immer das sein wird. Edgar Mint ist ein moderner amerikanischer Simplicius Simplicissimus - und unvergeßlich.
Der einsame Polygamist
- 732 Seiten
- 26 Lesestunden
Er hat vier Frauen - und ist noch immer auf der Suche nach der einen, großen Liebe Golden Richards hat vier Ehefrauen, 28 Kinder und eine ordentliche Midlifecrisis. Seine Baufirma hat ihre besten Tage hinter sich, seine Familie ist außer Kontrolle und bekämpft sich, wo es nur geht, und zu alledem macht ihm die Trauer um zwei seiner Kinder sehr zu schaffen. Viel zu oft fühlt er sich in seiner Familie nur noch als Außenstehender. Daher beschließt er, dass ihm etwas Abstand gut tun würde und übernimmt kurzerhand den Bau eines Bordells in einer Stadt, die ein paar Autostunden entfernt ist. Seiner Familie beichtet er allerdings nur die halbe Wahrheit. Für sie arbeitet er an einem Seniorenheim. Was er ebenfalls nicht erzählt ist, dass er sich verliebt hat. Dass seine neueste Liebe die Frau seines Auftraggebers ist, weiß er allerdings selbst noch nicht.