Howard Goldblatt ist ein renommierter Übersetzer zeitgenössischer chinesischer Belletristik. Seine Arbeit macht Werke aus Festlandchina und Taiwan einem globalen Publikum zugänglich und er hat Romane und Erzählsammlungen von bedeutenden Autoren, darunter Nobelpreisträger Mo Yan, ins Englische übertragen. Goldblatts sorgfältige Übersetzungen waren maßgeblich am internationalen Anklang dieser literarischen Werke beteiligt und trugen zu deren kritischer Würdigung und Anerkennung ihrer Autoren bei. Seine Expertise überbrückt sprachliche und kulturelle Gräben und bietet Lesern tiefe Einblicke in moderne chinesische literarische Stimmen und Themen.
Der Student Chen Zhan wird während der Kulturrevolution in den 60er-Jahren in die Innere Mongolei geschickt, um das Leben der Viehzüchter kennenzulernen. Dort macht er Bekanntschaft mit den Wölfen, deren Klugheit und Mut die Mongolen immer fasziniert haben – und bald entsteht eine tiefe Verbindung zu einem Wolfsjungen. Doch Unheil kündigt sich an, als die Chinesen das wirtschaftliche Potenzial der Steppe wittern ...
In der Hölle, wo die Klassenfeinde schmoren, hadert der Großgrundbesitzer Ximen Nao mit seinem grausamen Tod. Der Höllenfürst Yama hat ein Einsehen und erlaubt ihm, in sein früheres Haus zurückzukehren. Doch welch ein Missgeschick, er wird als Esel wiedergeboren. Klug und willig dient er nun seinen früheren Untertanen. Doch auch dem Esel ist kein glückliches Leben beschieden, wieder und wieder wird er neu geboren – als kraftstrotzender Stier, als fruchtbarer Zuchteber, als oberschlauer Affe. So durchlebt er heroische und grausame Zeiten inmitten des Dorfes, dessen Herr er einst war. Mo Yans zutiefst menschlicher Roman ist ein funkelnder Bilderbogen, sprühend vor Komik und berührend durch Anteilnahme.
Literaturnobelpreisträger Mo Yan zeigt sich mit seinem neuen großen Roman auf der Höhe seiner Kunst: Gugu ist die begabteste Hebamme in Gaomi. Seit Jahrzehnten bringt sie dort alle Kinder zur Welt. Mit Beginn der Geburtenkontrolle verantwortet die parteitreue Gugu auch Abtreibungen und Zwangssterilisierungen. Für ihre Karriere macht sie sich zum willigen Werkzeug der Partei. Erst im Alter bereut sie ihre Taten, die viele Menschen das Leben kosteten. In farbenprächtigen, autobiografisch grundierten und oft auch komischen Szenen erzählt Mo Yan von den Schicksalen der Frauen und Kinder in seiner ländlichen Heimat und von den dramatischen Folgen der Ein-Kind-Politik für die Menschen in China.
The Cook, the Crook, and the Real Estate Tycoon (AKA I Am Liu Yuejin) by prize-winning Chinese novelist Liu Zhenyun is a novel of Beijing that paints a microcosm of contemporary China, dealing with classes at the two extremes: the super rich and the migrant workers who make them rich through deceit and corruption.The protagonist, Liu Yuejin, is a work site cook and small-time thief whose bag is stolen. In searching for it he stumbles upon another bag, which contains a flash disk that chronicles high-level corruption, and sets off a convoluted chase. There are no heroes in this scathing, complex, and highly readable critique of the dark side of China’s predatory capitalism, corruption, and the plight of the underclasses. A movie adaptation and TV series appeared in 2008 in China.
Misswirtschaft, Korruption und behördliche Willkür führen 1987 unter den Bauern in einer chinesischen Provinz zu einem spontanen, verzweifelten Aufstand, der blutig niedergeschlagen und mit harten Strafen geahndet wird. Am Beispiel tragischer Einzelschicksale wird die Ausweglosigkeit des von Armut und Rückständigkeit geprägten bäuerlichen Lebens im kommunistischen China atmosphärisch dicht und sprachlich überzeugend geschildert.
Jintong, his mother, and his eight sisters struggle to survive through the major crises of twentieth century China, which include civil war, invasion by the Japanese, the cultural revolution, and communist rule in the new China.
Winner of the China Times Novel Prize, this postmodern, first-person narrative centers on a contemporary Taiwanese gay man reflecting on his life, loves, and intellectual influences. The narrator, Xiao Shao, recalls friends and lovers while grappling with the death of his childhood friend, Ah Yao, from AIDS complications. This loss sharpens Shao's erudite and erotic reflections on mortality. The story oscillates between humor and despair as he confronts Ah Yao's risky lifestyle, radical activism, and eventual demise; the fragility of love; the power of desire; the comfort found in writing; and the disconnection of a younger generation captivated by video games, all while navigating life on the fringes of Taiwanese society. Shao's journey through a rich landscape of metaphor and allusion—from Fellini and Levi-Strauss to classical Chinese poetry—serves as a shield against the inevitability of time and death. The narrative's exploration of marginalized sexuality underscores Taiwan's vibrant yet precarious existence near mainland China. The translation by Howard Goldblatt and Sylvia Li-chun Lin brings Chu T'ien-wen's lyrical and inventive blend of political, poetic, and sexual themes to the English-speaking audience.