Die Kraft dieser barocken Komödie des 17. Jahrhunderts liegt in einer zentralen Idee: Das Leben ist ein Traum, und die gesamte Realität ist nur eine täuschende Illusion. Die Protagonisten der Geschichte werden dies am eigenen Leib erfahren. Basile, König von Polen, hat seinen Sohn Sigismund inhaftiert, da die Sterne den Tod seiner Mutter zum Zeitpunkt seiner Geburt vorhergesagt hatten. Und die Sterne haben sich nicht geirrt. Die Königin ist gestorben. Der König glaubt nur noch an die Macht der herrschenden Sterne und flüchtet sich in den Okkultismus. Durch ein starkes Narkotikum in den Schlaf versetzt, wird Sigismund, der zum jungen Mann herangewachsen ist, kämpfen, aufwachen und sich seiner selbst bewusst werden. Doch was ist die Wahrheit? Ist die Realität eine Fiktion oder ist die Fiktion des Schlafes die Realität? Anhand dieser Handlung spielt Calderón mit dem berauschenden Wechselspiel zwischen Traum und Realität. „Das Leben ist ein Traum“ bleibt ein visionäres Werk von großer Modernität, das uns immer wieder das Bild unserer Realität oder Irrealität vor Augen führt. Ein schwindelerregendes Vergnügen, das uns einlädt, wie Sigismund, einen Sieg über uns selbst zu erringen.
Begoña Alonso Bücher



Don Juan
Tirso de Molina – Klassiker des Theaters; Lektüre für den Deutsch-Unterricht
- 94 Seiten
- 4 Lesestunden
Die Geschichte dreht sich um den legendären Don Juan, einen charmanten Verführer, der durch seine skrupellosen Eroberungen und seinen Mangel an Reue auffällt. Tirso de Molina beleuchtet Themen wie Moral, Strafe und die Konsequenzen von Unmoral, während Don Juan sich mit seinen Taten auseinandersetzen muss. Die Erzählung kombiniert Elemente von Komödie und Tragödie und bietet einen tiefen Einblick in die menschliche Natur sowie die gesellschaftlichen Normen des 17. Jahrhunderts. Der Konflikt zwischen Lust und Gewissen zieht sich durch die Handlung und führt zu einem dramatischen Finale.
Der Richter von Zalamea
- 86 Seiten
- 4 Lesestunden
Dieser Text gehört zum Zyklus der historischen und legendären Komödien von Calderón de la Barca, darunter La niña de Gómez Arias, El alcalde de Zalamea, La rendición de Breda und La hija del aire. Die spanischen Truppen, die im Krieg mit Portugal stehen, halten in Zalamea. Der edle Kapitän Don Álvaro de Ataide wird im Haus des wohlhabenden Bauern Pedro Crespo untergebracht, dessen Tochter er verführt und entehrt. Pedro versucht, die Schande wiedergutzumachen, und bietet Don Álvaro Reichtümer an, damit er Isabel heiratet. Álvaros Ablehnung verletzt Pedros Ehre, woraufhin Pedro zum Bürgermeister von Zalamea gewählt wird und Don Álvaro hinrichten lässt. Am Ende des Werkes bestätigt König Don Felipe II. Pedros Entscheidung und ernennt ihn zum ewigen Bürgermeister von Zalamea.