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Elena Lappin

    16. Dezember 1954
    Elena Lappin
    Jewish Voices, German Words
    Prager Tagebuch 1941 - 1942
    Daylight in nightclub Inferno : Czech fiction from the post-Kundera generation
    Fremde Bräute
    Natashas Nase
    In welcher Sprache träume ich?
    • In welcher Sprache träume ich?

      Die Geschichte meiner Familie

      Zu Hause im Exil: die Geschichte einer Sprachenwanderung. Hineingeboren ins Russische, verpflanzt erst ins Tschechische, dann ins Deutsche, eingeführt ins Hebräische und schließlich adoptiert vom Englischen – jede Sprache markiert einen neuen Lebensabschnitt in der prallen Familiengeschichte Elena Lappins, die eng verknüpft ist mit den Wirren europäischer Geschichte im 20. Jahrhundert. Von Prag nach Hamburg, von Israel in die USA und schließlich nach London: Elena Lappin, geborene Biller, verknüpft in dieser Familiengeschichte die Faktoren mehrfacher Emigration, ausgelöst durch historische Ereignisse oder persönliche Entscheidungen, mit den konkreten Schicksalen der Mitglieder ihrer Familie und mit den Fragen nach Heimat, Identität, Judentum und Sprache. Sensibel, ehrlich und mit unverstelltem Blick geht sie den Erzählungen, Lebenslügen und Geheimnissen der Eltern und Großeltern nach und schildert, was es heißt, mit gleich mehrfach gekappten Wurzeln zu leben und auch nach dem Verlust einer Muttersprache schreiben zu wollen. Ein optimistisches Buch über eine mehrfache Migration, das durch eine gute Prise Selbstironie und Humor besticht.

      In welcher Sprache träume ich?
      4,4
    • Natashas Nase

      • 334 Seiten
      • 12 Lesestunden

      »Ein lustiges, kluges, schreckliches Buch. Sie werden oft lachen. Und zweimal laut weinen.« Else Buschheuer in ›Aufbau‹ Natasha Kaplan, eine lebenslustige jüdische Amerikanerin, die mit ihrem Mann Tim und ihrer Tochter Erica in London lebt, wird zu ihrer eigenen Überraschung Chefredakteurin bei der anglo-jüdischen Kulturzeitschrift ›Die Nase‹. Fortan muß sie sich mit den verschrobenen und überaus sparsamen Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands herumschlagen, die ganz offen Natashas verstorbenem Vorgänger nachweinen. Finanziell steht die Zeitschrift praktisch ständig am Abgrund, bis wie ein deus ex machina ein großzügiger Spender auftaucht: Dr. Hoffmann will der Zeitschrift sage und schreibe 50.000 Pfund schenken. Doch die Vorstandsmitglieder sind argwöhnisch: Was, wenn der Deutsche ein Nazi war und mit der Spende sein Gewissen beruhigen will? Das richtige Alter hätte er … Natasha wird beauftragt, Recherchen anzustellen.

      Natashas Nase
      3,5
    • Fremde Bräute

      • 204 Seiten
      • 8 Lesestunden

      »Ein wunderbarer Erzählungsband.« W. G. Sebald Eine junge Israelin aus Tel Aviv verliebt sich in einen jüdischen Geschäftsmann aus London. Sie heiraten, doch ihr Eheleben im fernen England hat sich Noa anders vorgestellt. Mit kleinen Sünden bringt sie Abwechslung in ihr fades Hausfrauendasein ... Zwölf hinreißend komische Geschichten, in denen Frauen und manchmal auch Männer ihren Liebhabern oder Ehepartnern in andere Länder und fremde Kulturen folgen, versammelt Elena Lappin in ihrem ersten Buch, das in England und den USA sofort große Begeisterung auslöste. »Elena Lappins geradliniger und unmittelbarer Stil, ihr Humor und das Herzblut, mit dem sie ihren Geschichten Leben einflößt, machen diese erzählerische Weltreise zu einem kleinen Meisterstück.« ›Rheinischen Merkur

      Fremde Bräute
      3,0
    • Prag 1942: Ein 14-jähriger Junge erstellt die Zeichnung „Mondlandschaft“, die die Erde aus der Perspektive des Mondes zeigt. Im Jahr 2003 nimmt der erste israelische Astronaut eine Kopie dieser Zeichnung mit zur Raumfähre Columbia, die beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Dieses Unglück bringt den Namen des jungen Zeichners, Petr Ginz, in die Schlagzeilen. Seine Schwester Chava Pressburger erfährt von entdeckten Tagebüchern, die jahrelang unbeachtet auf einem Prager Dachboden lagen. Der 1928 geborene Petr war künstlerisch begabt und verfasste neben Tagebüchern und Gedichten auch acht Romane, inspiriert von Jules Verne. In Theresienstadt war er maßgeblich an einer Untergrundzeitschrift beteiligt. Seine Aufzeichnungen aus Prag 1941/42 zeichnen sich durch nüchterne, authentische Unmittelbarkeit aus und zeigen, wie die geliebte Stadt für ihn zunehmend zu einem Ghetto ohne Mauern wird. Ende 1942 wird Petr nach Theresienstadt und 1944 schließlich nach Auschwitz deportiert, wo er in den Gaskammern ermordet wird. Petr Ginz' Prager Tagebuch ist ein einzigartiges Zeitdokument, das von seinen vielfältigen Talenten zeugt und auch heute noch eindringlich spricht, ohne Resignation zu zeigen.

      Prager Tagebuch 1941 - 1942
      3,9