Bookbot

Maurizio Enoch

    Denken mit La Rochefoucauld
    Der letzte Tag eines Verurteilten
    Den Teufel im Leib
    • Mit der Darstellung eines minderjährigen Schülers, der mit einer jungen Frau, deren Mann an der Front kämpft, Ehebruch begeht und ein uneheliches Kind in die Welt setzt, verletzte Raymond Radiguet bewusst bürgerliche Tabus und Konventionen. Der 16-jährige Ich-Erzähler nimmt den Ersten Weltkrieg wie lange Sommerferien wahr; die Schule interessiert nicht, er schwänzt den Unterricht und verbringt viel Zeit mit der 19-jährigen Marthe. Diese hat er noch vor ihrer Hochzeit mit dem Soldaten Jacques kennen gelernt. Während Jacques an der Front kämpft, treffen sich die beiden in Marthes Wohnung. Es entwickelt sich schließlich eine enge Liebesbeziehung – sehr zum Entsetzen der Eltern und Nachbarn. Als Marthe schwanger wird, beschließen sie, dass Jacques nichts davon erfahren und das Kind als sein eigenes betrachten soll; ihnen ist klar, dass ihre Beziehung keine Zukunft hat. Marthes Schwangerschaft verläuft mit Komplikationen, sodass sie sich in die Obhut ihrer Eltern begeben muss. Der Erzähler sieht sie nie wieder. Er erfährt von ihrem Tod und dass das Baby seinen Namen trägt.

      Den Teufel im Leib1993
      3,8
    • Denken mit La Rochefoucauld

      Maximen über Eigenliebe und Eitelkeit, Liebe und Verrat, Ruhm und Heuchelei, Tugenden und Laster

      La Rochefoucaulds Leben könnte einem Roman von Balzac entnommen sein; seine Wirkung als erster Aphoristiker unserer Kultur war nachhaltig: Lichtenberg wäre ohne ihn nicht zu denken, und Goethe schrieb seine Aphorismen unter dem Titel dieser Sentenzen-Sammlung.

      Denken mit La Rochefoucauld1993
      3,5
    • Der letzte Tag eines Verurteilten

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      1828 kam Victor Hugo über den Platz der Guillotine, als dort die letzten Vorbereitungen für eine Hinrichtung getroffen wurden. Der Scharfrichter veranstaltete eine Art Generalprobe. Am anderen Morgen setzte sich Victor Hugo an seinen Schreibtisch und begann die Niederschrift seines Buches ›Der letzte Tag eines Verurteilten‹. 1829 erschien das dramatische Plädoyer gegen die Todesstrafe. Ein dramatischeres wurde in der Tat wohl niemals geschrieben. Dass Hugo sich in das Leid der anderen versenken konnte, ist die große Quelle seiner Kraft und seiner Wirkung. Dass wir neben dem Verstand und dem Gefühl des Dichters das Herz des großen Menschen spüren, das sichert dieser spannenden, packenden und ergreifenden Erzählung ihren mitreißenden Erfolg.

      Der letzte Tag eines Verurteilten1993
      3,8