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Joan Fontcuberta i Gel

    Der Tod in Venedig : Novelle
    Ungeduld des Herzens
    • Edith, siebzehnjährige Tochter eines ungarischen Großindustriellen, ist an den Rollstuhl gefesselt. Als sie den jungen Leutnant Anton Hofmiller kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, schöpft sie neuen Lebensmut. Anton dagegen hat kein Interesse an der gelähmten jungen Frau, heuchelt ihr aus falschem Mitleid aber Zuneigung vor und lässt sich sogar auf eine Verlobung mit ihr ein. Aus Scham über diese Verbindung verleugnet er sie jedoch vor seinen Kameraden – ohne zu ahnen, welch schwerwiegenden Konsequenzen sein Verrat nach sich ziehen wird …

      Ungeduld des Herzens2006
      4,2
    • Ein edler, leidenschaftlicher Mann, gezeichnet und von einer dunklen Ausnahme geprägt, wird von Thomas Mann in einer Novelle dargestellt, die sich mit dem plötzlichen Einbruch der Leidenschaft in das Leben eines homoerotisch veranlagten Menschen beschäftigt. Gustav Aschenbach, ein nicht mehr junger Schriftsteller, entdeckt am Lido in Venedig den apollinisch schönen Knaben Tadzio. In seinen Gedanken steigert sich Aschenbach in eine unerfüllbare Liebe zu Tadzio und riskiert damit, was ihm am wünschenswertesten erscheint. Thomas Mann erklärte später, dass Aschenbachs Sehnsucht nach Tadzio das Problem der Schönheit widerspiegelt, bei dem der Geist das Leben als Schönheit empfindet. Der Geist, der liebt, ist nicht fanatisch, sondern wirbt mit einer erotischen Ironie um das Objekt seiner Begierde. Mann wollte seine Novelle als eine Übersetzung eines der schönsten Liebesgedichte der Welt ins Kritisch-Prosaische verstanden wissen, dessen Schlussstrophe mit den Worten beginnt: „Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste.“ In dieser Erzählung wird die komplexe Beziehung zwischen Schönheit, Liebe und dem Streben nach unerreichbaren Idealen thematisiert, während Aschenbachs innere Konflikte und seine Suche nach Erfüllung im Mittelpunkt stehen.

      Der Tod in Venedig : Novelle2005
      3,8