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Mario Merlino Tornini

    Einen Stein werd ich lieben
    Elefantengedächtnis
    • Er ist Psychiater in Lissabon, und er hasst sein Leben. Einen Tag lang versammelt er all die Dämonen, die ihn bedrängen: die Arbeit in der Irrenanstalt Miguel Bombarda, sinnlos und menschenunwürdig; die Erinnerungen an die Familie, ein Paradebeispiel der portugiesischen Bourgeoisie samt ihrem zuckersüßen und repressiven Katholizismus; sein qualvolles Scheitern als Ehemann und Vater; die Erfahrung im Krieg in Angola. Am Ende wird klar, dass es für diesen Mann nur einen Weg geben kann, den Kontakt mit der Welt zu halten: das Schreiben.

      Elefantengedächtnis
      3,3
    • Vom Sprachmagier der Weltliteratur: wie grausam ist es, vergeblich zu lieben. Diese verzweigte Familiengeschichte aus Lissabon lässt alle Mitglieder zu Wort kommen, um ihre Version eines lange vertuschten Skandals zu erzählen. Fünfzig Jahre lang traf sich der Vater heimlich mit seiner Jugendliebe in einem Stundenhotel, wo er schließlich auch starb. Obwohl alle es wussten, wurde nie darüber gesprochen, und jeder litt auf seine Weise. Ein alter Mann blättert im Familienalbum und rekonstruiert sein Leben anhand der Fotografien: der verschwundene Vater, der Vetter mit seinen vergeblichen Avancen, die Hochzeit mit einer ungeliebten Frau und der Umzug in eine Stadtwohnung, die der Patin seiner Mutter gehörte. Dort lebte eine unscheinbare Näherin, die er ins Altenheim schickte, obwohl sie die Tochter der Patin war. Allmählich mischen sich die Stimmen seiner Frau, seiner beiden Töchter und des Schwiegersohns in seine Erinnerungen. Langsam enthüllt sich das große Geheimnis: die wöchentlichen Treffen mit seiner Jugendliebe, die einstige Liebe, die Trennung und das zufällige Wiedersehen. António Lobo Antunes zeigt in seinem polyphonen, assoziationsreichen und bildergesättigten Roman, was unerfüllte Sehnsucht in Mann und Frau, Eltern und Kindern bewirken kann und wie grausam es ist, vergeblich zu lieben.

      Einen Stein werd ich lieben