Im März 2023 illustrierte das Magazin Stern die Rückkehr des „Big Brother“ mit einem Bild von Joe Biden, das unterschiedliche Assoziationen zur Rolle der USA weckt. Für viele symbolisiert dieser Begriff einen Orwell’schen Überwachungsstaat, während andere die USA als starken Verbündeten in der Familie der freiheitlichen Demokratien sehen, der in Krisenzeiten Schutz bietet. Jahrzehntelang war Europa auf die amerikanische Macht angewiesen, die militärische Sicherheit, wirtschaftliche Offenheit und liberal-demokratische Werte garantierte. Doch diese Grundlagen der Pax Americana sind brüchig geworden, und die Glaubwürdigkeit amerikanischer Rückversicherung hat abgenommen. Liberal-demokratische Werte in den USA stehen unter Druck und beeinflussen zunehmend deren Außen- und Sicherheitspolitik. Unter Donald Trump wandten sich die USA von Europa und anderen Teilen der Welt ab, was die Frage aufwirft, ob sie auf dem Weg zur Autokratie sind. Seine Politik könnte den Beginn eines neuen Handelskriegs darstellen. Angesichts dieser Entwicklungen muss Europa dringend seine Beziehungen zu den USA neu gestalten. Marco Overhaus analysiert in seinem Werk die Krise der amerikanischen Demokratie und erörtert, warum Europa selbst für seine Sicherheit sorgen muss und wie eine Neuausrichtung der transatlantischen Beziehungen aussehen könnte.
Marco Overhaus Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
