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Louis Begley

    6. Oktober 1933

    Louis Begley ist ein amerikanischer Romanautor, dessen Werk sich häufig mit Themen wie Identität, Erinnerung und Überleben auseinandersetzt. Seine frühen Erfahrungen, einschließlich des Überlebens des Holocaust, prägten seine Weltsicht tiefgreifend und durchdrangen sein Schreiben mit einer tiefen Erforschung, wie vergangene Traumata die Gegenwart beeinflussen. Begleys Prosa zeichnet sich durch Präzision und scharfen psychologischen Einblick aus, der Charaktere erfasst, die sich in komplexen Realitäten zurechtfinden. Seine Romane laden die Leser ein, über menschliche Widerstandsfähigkeit und die komplizierte Natur des Selbst nachzudenken.

    Louis Begley
    Hugo Gardners neues Leben
    Der Mann, der zu spät kam
    Der Fall Dreyfus
    Lügen in Zeiten des Krieges
    Erinnerungen an eine Ehe
    Das gelobte Land
    • Das gelobte Land

      Beobachtungen aus der Ferne

      • 213 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Wer ist Louis Begley? Ein Rechtsanwalt, der einen autobiographischen Roman schrieb, um sich von den quälenden Erinnerungen an eine Vergangenheit zu befreien, die sein Leben zu zerstören drohten? Ein Literat, der Jura studierte, um Techniken zu lernen, die ihn vor Realitätsverlust bewahren sollten? Da sein privates Schicksal beispielhaft für eine Erfahrung steht, die viele seiner Zeitgenossen geprägt hat, ging Begley seit seinem ersten Roman Lügen in Zeiten des Krieges immer wieder der Frage nach, wie man angesichts sinnloser Grausamkeit und totaler Rechtlosigkeit weiterleben kann. Begley selbst hat sich einen Bereich geschaffen, in dem er Anwalt und Schriftsteller zugleich sein kann: seine Reden und Essays. Sie sind Selbstauskünfte, Rechenschaftsberichte, Diagnosen. In ihnen verfolgt er ein Ziel mit den Möglichkeiten zweier Berufe: menschenwürdiges Leben.

      Das gelobte Land
      3,0
    • Philip, ein erfolgreicher Schriftsteller, ist aus seiner Wahlheimat Paris zurück nach New York gezogen. Er hat alles verloren, was ihm lieb war, seine Frau und seine Tochter, doch nach der Trauer kam die Resignation und mit ihr auch eine neue Art von Leichtigkeit. Philip lebt in seinen Erinnerungen, ein glücklicher Witwer, dem Ambitionen so fremd geworden sind wie Ängste. Dann begegnet er Lucy, einer Jugendfreundin – Lucy, die schöne Erbin, die lebenslustige und frivole junge Frau, mit der er einst mondäne Partys feierte. Jetzt ist sie eine gehässige alte Dame, die voller Verbitterung über ihre Ehe mit Thomas Snow spricht, einem sozialen Aufsteiger, von dem sie sagt, dass er ihr Leben zerstört habe. Und Philip, der ihr zunächst nur widerwillig zuhört, lässt sich infizieren von der Geschichte, die immer mehr Fragen aufwirft. Er beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen, in der Vergangenheit zu forschen. Dabei darf er sich, anders als in seiner Jugend, nicht in Lucys Bann ziehen lassen. Banker und Anwälte, holzgetäfelte Raucherzimmer und Sommerhäuser in den Hamptons: »Erinnerungen an eine Ehe« ist ein konzentriertes, temperamentvolles Sittendrama um Liebe, Kränkung und Verrat, das Porträt einer widerspenstigen Frau und einer ganzen Gesellschaftsschicht.

      Erinnerungen an eine Ehe
      4,0
    • Lügen in Zeiten des Krieges

      • 222 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Lügen in Zeiten des Krieges erzählt die Geschichte einer Kindheit in Polen. Maciek, Sohn jüdischer Eltern, wächst – in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts – behütet in einem wohlhabenden Arzthaushalt auf, bis der Herbst 1939 mit einem Schlag das Schicksal seiner Familie verändert. Louis Begley erzählt in seinem ersten Roman die Geschichte unseres Jahrhunderts, eine Geschichte, die hier mit den mal märchenhaft, mal brutal einfachen Worten des jungen Maciek geschildert wird.

      Lügen in Zeiten des Krieges
      4,1
    • Der Fall Dreyfus

      Teufelsinsel, Guantánamo, Alptraum der Geschichte

      Im September 1894 entdeckte der französische Geheimdienst eine undichte Stelle im Generalstab der Armee: Militärische Geheimnisse wurden verraten, ausgerechnet an die Deutschen. Wenige Wochen später wurde Hauptmann Alfred Dreyfus trotz mangelnder Indizien verhaftet, des Landesverrats für schuldig befunden und zu lebenslanger Verbannung auf der Teufelsinsel verurteilt. Kaum jemand zweifelte an der Richtigkeit des Urteils: Dreyfus war Jude. Louis Begley schöpft aus seinem reichen Wissen als Anwalt und rekonstruiert den heute fast vergessenen Fall. Dabei schlägt er geschickt eine Brücke in die Gegenwart: Wie die Gefangenen von Guantánamo wurde Dreyfus von einem unfairen und gegen ihn voreingenommenen Militärgericht verurteilt. Begley zeigt, wie Antisemitismus und Rassismus in einer vermeintlich liberalen Gesellschaft funktionieren, damals wie heute: Vorannahmen führen zur Anklage, Racial Profiling ersetzt die Suche nach der Wahrheit, Beweise werden fabriziert. Guantánamo liegt der Teufelsinsel näher, als man glauben mag.

      Der Fall Dreyfus
      3,7
    • Der Mann, der zu spät kam

      Roman

      • 283 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Ben ist brillant – ein Mann mit Stil, gebildet und attraktiv, im besten Alter, beruflich erfolgreich. Dank seiner gesellschaftlichen und geschäftlichen Triumphe sowie seiner nicht seltenen Liebesabenteuer gelingt es ihm immer wieder, seine Kindheit als polnischer Jude während des Zweiten Weltkriegs zu verdrängen, Ben, perfekter Jongleur im Zentrum internationaler Hochfinanz, leidet unter einer gravierenden Schwäche: »Immer dann, wenn lebenswichtige Entscheidungen auf dem Spiel standen, kam er, der pünktlichste, zuverlässigste Mensch unter der Sonne, zu spät.« Selbst eine große Liebe kann den Weg, den das Schicksal für ihn vorgesehen hat, nicht ändern.

      Der Mann, der zu spät kam
      3,7
    • Hugo Gardners neues Leben

      Roman | Eine bittersüße späte Romanze – lakonisch und unsentimental

      • 235 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Als Hugo Gardner, einst ein erfolgreicher Auslandskorrespondent für ein renommiertes Magazin, erfährt, dass seine – wesentlich jüngere – Frau Valerie sich nach vierzig Jahren Ehe von ihm scheiden lassen will, fällt er aus allen Wolken, hatte er sich doch auf einen ruhigen gemeinsamen Lebensabend eingestellt. Während er Valeries Beweggründe zu begreifen versucht, trifft er auf einer Reise nach Paris seine frühere Geliebte Jeanne wieder, die er immer noch hinreißend findet. Die beiden nähern sich einander wieder an und genießen die gemeinsamen Stunden – doch kann ein Neuanfang nach all den Jahren und angesichts alter Verletzungen wirklich gelingen? Louis Begleys neuer Roman entführt die Leserinnen und Leser in die Stadt der Liebe und erzählt von einer bittersüßen späten Romanze – lakonisch und unsentimental.

      Hugo Gardners neues Leben
      2,5
    • Kaum ein anderer deutschsprachiger Autor hat die Literatur der Moderne so stark geprägt wie Franz Kafka. Louis Begley, selbst ein jüdischer Schriftsteller mit juristischem Hintergrund, widmet sich intensiv und kritisch Kafkas Biographie und bringt dessen oft rätselhafte Texte auf neue Weise näher. Kafkas Werke zählen zu den besten der westlichen Literatur; jeder kennt die Verwandlung des Gregor Samsa oder das Prozeß-Martyrium des Josef K. Doch wer war der Autor hinter diesen bedeutenden Werken? Trotz intensiver wissenschaftlicher Auseinandersetzung bleibt Kafkas Leben und Denken oft fremd. Begley, ein großer zeitgenössischer Autor, erkennt in Kafka den Mann der beginnenden Moderne – isoliert und voller Selbstzweifel. Durch die Auseinandersetzung mit Kafkas Selbstzeugnissen in Briefen und Tagebuchaufzeichnungen sowie durch die Kontrastierung mit Aussagen von Freunden gelingt es ihm, ein einfühlsames und kritisches Bild von Kafkas Leben zu zeichnen. Begleys Biographie verdeutlicht, wie Kafkas Gefühle der Isolation, des Zweifels und des Selbsthasses einzigartige Werke der Weltliteratur hervorgebracht haben, die seinen Ruhm begründeten und bis heute Leser fesseln.

      Die ungeheure Welt, die ich im Kopfe habe
      3,7
    • Schmidts Bewährung

      Roman

      • 313 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Da ist er wieder: der pensionierte New Yorker Anwalt Albert Schmidt, ein Don Juan mit Prinzipien. Vor der Einsamkeit durch seine Liebe mit der jungen Puertoricanerin Carrie bewahrt, führt Schmidt mit ihr ein abgeschiedenes Leben. Das erste Mal seit dem Tod seiner Frau ist Schmidt glücklich. Nur die Zukunft mit Carrie bereitet ihm Sorgen, denn die Schöne weist all seine Heiratsanträge zurück. Schmidts Befürchtungen bewahrheiten sich – Carrie verliebt sich in einen anderen Mann. Schlimmer noch: Schmidts Tochter Charlotte fordert Geld. Sie hat ihren Ehemann, Schmidts ehemaligen Protegé Jon Riker, verlassen. In seiner Verwirrung findet Schmidt einen ungewöhnlichen Verbündeten, einen geheimnisvollen Ägypter, der ihm ein verlockendes Angebot macht. Schmidts Bewährung ist eine staunenswert leichte Geschichte darüber, wie schwer es ist, die Entfernung von Mensch zu Mensch zu überwinden – selbst wenn man liebt. Ein Roman über die Illusionen der Jugend und die Weisheit des Alters – und umgekehrt.

      Schmidts Bewährung
      3,6
    • Schmidt hat alles: Nach seiner vorzeitigen Pensionierung ist der frühere Anwalt Direktor einer Stiftung; eine Aufgabe, die ihn auf Reisen um die Welt schickt. Seine Hoffnung auf ein Enkelkind scheint sich zu erfüllen, die Frauen liegen ihm nach wie vor zu Füßen. Einerseits. Andererseits hat ihn Carrie, seine jugendliche Freundin, wegen eines anderen, jüngeren verlassen. Jetzt erwartet sie ein Kind und weiß nicht, wer von beiden der Vater ist. Auch Schmidts Tochter Charlotte zieht sich immer mehr zurück, in ihre eigene Welt aus Teilnahmslosigkeit und Hass. Dabei droht sie nicht nur, sich selbst zu zerstören. Einziger Lichtblick ist Alice, eine Frau, die er vor Jahren bewundert hat, und die plötzlich wieder in sein Leben tritt. Doch haben die beiden eine Vergangenheit, die eine gemeinsame Zukunft nicht ganz leicht macht… Wieder schießt Schmidt nicht selten übers Ziel hinaus und steht sich oftmals selbst im Weg. Was, wenn nach all den Jahren der Liebe und der Einsamkeit die größte Herausforderung noch vor ihm liegt: Was, wenn es an der Zeit ist, sich zu ändern? Mit seiner ganz eigenen Leichtigkeit erzählt Begley, der große Romancier, von Zeiten des Aufbruchs und der Angst, loszulassen und dabei vollends zu verschwinden.

      Schmidts Einsicht
      3,6
    • Schiffbruch

      Roman

      • 278 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Ein Mann steht in einer Bar in Amerika mit einem Drink in der Hand, als ein Fremder sich zu ihm gesellt und ungefragt seine Geschichte erzählt. Der Erzähler ist North, ein erfolgreicher Schriftsteller aus New York, der an einem Drehbuch arbeitet. Doch etwas bedrückt ihn, das er dem Fremden anvertraut. In Paris, wo ein Film nach einem seiner Bücher gedreht wird, trifft North auf Léa, eine überirdisch sinnliche Frau, die er von Anfang an begehrt. Was als zauberhafte Romanze beginnt, entwickelt sich schnell zu einer gespenstisch schönen „amour fou“, in der beide untrennbar miteinander verbunden sind und sich gegenseitig aus ihren gewohnten Bahnen drängen. Ihre leidenschaftliche Beziehung steuert auf eine Katastrophe zu, die entweder ihn oder sie vernichten könnte. Louis Begley thematisiert in diesem Roman die beglückende und gleichzeitig zerstörerische Kraft der Leidenschaft. North, der gegen alle Konventionen aufbegehrt, wird zum neuen Helden – ein verrückter Liebender, der seinen Gefühlen bis zum bitteren Ende folgt.

      Schiffbruch
      2,7