Der Sohn und das Schneeflöckchen
- 448 Seiten
- 16 Lesestunden
Vernesa Berbo erzählt eindringlich und mit atemberaubendem Tempo vom Schicksal zweier Schwestern während der Belagerung Sarajevos. Die Protagonistin reflektiert über den Verlust ihrer Schwester Dada und die Ereignisse, die sie in den Ruinen erlebten. Um zu verstehen, was geschehen ist, muss sie in die Vergangenheit zurückkehren, zu den Erinnerungen, die sie verdrängt hat. Dijana, die selbstbewusste und leidenschaftliche Schwester, ist die Beschützerin von Dada, die 1976 geboren wurde. Mit Beginn der Belagerung 1992 wird Dijana klar, dass es ihre Aufgabe ist, Dada, das „Schneeflöckchen“, durch den Krieg zu bringen. Bald befinden sich Dijana und ihr Vater an der Frontlinie. Während Dijana dem Krieg mit Entschlossenheit begegnet, hält sich Dada an Mirza, ihrer ersten großen Liebe, fest. Doch tragische Ereignisse drohen, alles zu zerstören. Berbo, selbst Überlebende der Belagerung, beleuchtet die Realität des Krieges, insbesondere das Schicksal der Frauen, ihre seelischen Wunden und innere Stärke. Der Roman ist eine mitreißende Erzählung voller Spannung, die das Thema Krieg und Liebe inmitten von Widrigkeiten auf eindrucksvolle Weise behandelt.
