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Ljudmila Evgen'evna Ulickaja

    Das grüne Zelt
    Medea und ihre Kinder
    • Ljudmila Ulitzkaja erzählt von drei Freunden, die in der Sowjetunion zu Dissidenten werden. Ilja, der Fotograf, vervielfältigt und verbreitet in seiner Freizeit verbotene Literatur. Als sich Jahre später herausstellt, dass er auch für den KGB tätig war, muss er fliehen. Micha ist Jude und schreibt seit seiner Jugend Gedichte. Wegen seiner Nähe zum Samisdat wird er denunziert und kommt ins Lager. Sanja kümmert sich während Michas Haft um dessen Frau und kleine Tochter. Dennoch hält ihn nach Michas Tod nichts mehr in der Sowjetunion. In ihrem großen Gesellschaftspanorama erzählt Ulitzkaja von Mut und Verrat, irregeleiteten Idealen, menschlicher Größe und Niedertracht - und immer wieder von der Liebe, die das Handeln der Menschen antreibt.

      Das grüne Zelt2016
      3,9
    • Medea und ihre Kinder

      • 344 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Jedes Jahr im April beginnt die „Familiensaison“. Bis zu zwanzig Verwandte haben Platz in Medeas großem Haus auf der Krim. Und von überall kommen sie, um dem Alltag zu entfliehen: aus Moskau und Taschkent, aus Litauen und Georgien. Medea Mendez, selbst kinderlos und über siebzig, ist zu ihrer Urmutter geworden. Mit Gleichmut, Güte und warmer Nachsicht begegnet sie dem bunten Treiben ihrer jungen Gäste, die sie immer wieder mit neuen Geliebten, Partnern und Kindern überraschen. Als sich ihre Nichten Nika und Mascha in den gleichen Mann verlieben und es für eine von beiden nur tragisch ausgehen kann, fühlt sich Medea an die Wunden des eigenen Lebens erinnert. Sie, die mit sechzehn die Rolle ihrer verstorbenen Mutter übernehmen und drei ihrer insgesamt dreizehn Geschwister großziehen mußte, hatte es nicht leicht - die Kraft, mit Unglücken und Enttäuschungen fertig zu werden, fand sie in sich selbst. Ljudmila Ulitzkajas Roman ist kurzweilige Sommergeschichte, Familiensaga und Porträt einer durch ihre heitere Weisheit beeindruckenden Frauengestalt. Mit spielerischer Leichtigkeit und einer feinsinnigen, ironischen Sprache schlägt die Moskauer Schriftstellerin immer wieder Brücken zwischen den großen Ereignissen des Jahrhunderts und den kleinen Leuten, den einfachen Dingen des Lebens.

      Medea und ihre Kinder2005
      3,8