Wie sieht es heute in der Region um Fukushima aus, zwei Jahre nach der größten Atomkatastrophe der Geschichte? Der deutsche Umwelt-Fotojournalist Alexander Neureuter, der 2011 auch in der evakuierten Sperrzone von Tschernobyl recherchierte, begibt sich 2013 auf Spurensuche. Er beleuchtet das mediale Schweigen und erzählt anhand von 40 Schicksalen, welche tiefgreifenden und unumkehrbaren Veränderungen der Atomunfall für die Betroffenen, einschließlich der 360.000 Kinder der Präfektur Fukushima, mit sich brachte. Neureuter zeigt die Herausforderungen im Alltag, berichtet von Verzweiflung und Hoffnung und teilt die Träume auf eine bessere Zukunft. Er wird Zeuge des Engagements einzelner Menschen, die über sich hinauswachsen. Gleichzeitig beschreibt er die Skrupellosigkeit eines Systems aus Ärzten, Beamten, Politikern, Medien und Atomkonzernen, in dem individuelle Schicksale oft wenig zählen. Aus mehr als 17.000 Fotos und über 80 Interviews mit Betroffenen entstand eine einzigartige Dokumentation über das Leben in Fukushima und die vielfältigen Auswirkungen der Katastrophe auf die japanische Gesellschaft. Mit Fakten und Informationen aus erster Hand wird die Frage behandelt, ab wann die Risiken einer Technologie gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar werden.
Alexander Neureuter Bücher
