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Jana Hassepaß

    Flucht aus der Stille
    • Flucht aus der Stille

      • 316 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Ein Familienroman, der unter die Haut geht – und lange nachhallt. Dresden, 1949. Heinrich Weber wird aus seiner Wohnung geholt und verschwindet in sowjetischer Gefangenschaft. Zurück bleiben seine Frau Klara und zwei kleine Kinder. Was als Warten auf die Rückkehr beginnt, wird zu einem jahrzehntelangen Ringen um Identität, Zugehörigkeit und die Frage, was von einer Familie übrig bleibt, wenn das Schweigen lauter wird als jedes Wort. Klara lernt, allein zu stehen – und fürchtet sich vor dem Tag, an dem Heinrich zurückkehrt. Denn der Mann, der Jahre später vor ihrer Tür steht, ist ein Fremder. Gezeichnet von Trauma und Entfremdung findet er keinen Platz mehr in dem Leben, das ohne ihn weiterging. Die Kinder kennen ihn kaum, die Ehe ist zur Hülle geworden. Und das politische System der DDR lässt ihm keinen Raum. Dann verschwindet Heinrich ein zweites Mal. Diesmal hinterlässt er nur wenige Worte: Ich konnte nicht mehr. Verzeiht mir. Doch hinter seinem Verschwinden verbirgt sich ein Geheimnis, das die Familie über Generationen hinweg prägen wird. Wer trägt die Schuld? Und kann Wahrheit heilen, wenn sie zu spät kommt? Eindringlich, psychologisch dicht und historisch präzise - Jana Hassepaß erzählt von den stillen Kriegen einer Familie zwischen Schuld, Vergebung und der Sehnsucht nach einem Zuhause.

      Flucht aus der Stille