Gratis Versand ab € 9,99
Bookbot

Jan Assmann

    7. Juli 1938 – 19. Februar 2024

    Jan Assmann ist eine herausragende Persönlichkeit der Ägyptologie und Kulturwissenschaft, bekannt für seine einflussreiche Theorie des kulturellen und kommunikativen Gedächtnisses. Seine Arbeit erforscht die tiefgreifenden Verbindungen zwischen Gedächtnis, Identität und Kulturerbe und bietet einzigartige Einblicke, wie Gesellschaften ihre Vergangenheit erinnern und gestalten. Assmann ist auch für seine interpretativen Analysen zum Ursprung des Monotheismus bekannt, den er als entscheidenden Bruch mit früheren kosmotheistischen Weltanschauungen betrachtet. Seine Forschung verbindet archäologische Erkenntnisse mit philosophischer Reflexion und beleuchtet so die Entwicklung menschlicher Glaubenssysteme und des kulturellen Bewusstseins.

    Exodus
    Der Tod als Thema der Kulturtheorie
    Maʾat - Konfuzius - Goethe
    Joseph und seine Brüder II. Text und Kommentar in einer Kassette
    Das kulturelle Gedächtnis
    Die Zauberflöte
    • Die Zauberflöte - Mozarts populärste Oper gibt auch die größten Rätsel auf. Wer ist gut, und wer ist böse? Mozarts Zeitgenossen fanden sich in dieser Welt zurecht, denn sie entdeckten in der Geschichte Hinweise auf die Freimaurerei, auf ihre Vorstellungen vom alten Ägypten und auf die damit verbundene Mysterienkultur. Alles Hintergründe, die in den letzten beiden Jahrhunderten in Vergessenheit geraten sind. Jan Assmann bringt sie uns wieder nahe und öffnet Augen und Ohren für eine Oper, die wir längst zu kennen glaubten.

      Die Zauberflöte
      4,6
    • Das kulturelle Gedächtnis

      Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen

      Rituale, Feste, Mythen, Bilder und Texte sind Formen des kulturellen Gedächtnisses. Jan Assmann beschreibt in seinem bahnbrechenden Buch, welche Bedeutung das kulturelle Gedächtnis und insbesondere die Schrift für die Identität von Kollektiven sowie die Entstehung von Staaten und Religionen hat. Welche Rolle spielt die Erinnerung bei der Herausbildung kultureller Identitäten? Welche Formen kultureller Erinnerung gibt es, wie werden sie organisiert, welchen Wandlungen sind sie unterworfen? Diesen Fragen geht Jan Assmann in einem Vergleich von drei Mittelmeerkulturen des Altertums – Ägypten, Israel und Griechenland – nach, und er zeigt dabei, welche Bedeutung gerade die Erfindung und der Gebrauch der Schrift für die Entstehung früher Staaten haben.

      Das kulturelle Gedächtnis
      4,4
    • Thomas Manns vierbändiger Josephroman, erschienen zwischen 1933 und 1943, ist ein bedeutendes Exilwerk und steht im Widerspruch zur Nazi-Ideologie. In der ›Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe‹ wird es textkritisch ediert, inklusive umfangreichem Archivmaterial und einem Fokus auf die Rezeption über zwanzig Jahre. Der Textband enthält die Romane ›Joseph in Ägypten‹ und ›Joseph der Ernährer‹.

      Joseph und seine Brüder II. Text und Kommentar in einer Kassette
      5,0
    • Das gemeinsame Fundament dieser Welterklärungsmodelle lautet „Gemeinschaftskunst“, die Kunst, miteinander menschenwürdig zu leben; sie hat - basierend auf Gerechtigkeit, Respekt, Weltfrömmigkeit und Religiosität - die Zivilisation seit den frühen Hochkulturen bestimmt. Ekkehart Krippendorffs geistesgeschichtliche Ausgrabung entdeckt Goethe als wichtigsten Zeugen für eine moderne und zugleich mit den alten Kulturen korrespondierende Gemeinschaftskunst, und zwar nicht nur in seiner Weimarer Praxis, sondern auch und vor allem in den poetisch formulierten weltanschaulichen Bekenntnissen.

      Maʾat - Konfuzius - Goethe
      5,0
    • Exodus

      Die Revolution der Alten Welt

      Die Geschichte vom Auszug aus Ägypten ist eine der wirkmächtigsten Erzählungen der Menschheit. Sie steht für die Befreiung aus Sklaverei, aber auch für die Erfindung des Glaubens an den einen Gott. Jan Assmann verfolgt die Spuren der Exodus-Erzählung zurück bis ins Alte Ägypten und nach vorne bis ins 20. Jahrhundert. Er entfaltet eine neue Theorie des Monotheismus und zeigt, warum die Geschichte vom Auszug aus Ägypten auch die Gründungserzählung der modernen Welt ist.

      Exodus
      4,3
    • Moses der Ägypter

      Entzifferung einer Gedächtnisspur

      • 349 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Gott sei ihm im brennenden Dornbusch erschienen und habe ihm befohlen, das Volk Israel aus Ägypten zu führen; auf dem Berg Sinai erhielt er die Zehn Gebote und wurde so zum Begründer der ersten monotheistischen Religion - So erzählt die Bibel von Moses. In Sigmund Freuds Der Mann Moses lesen wir es anders - Moses, der hohe ägyptische Würdenträger und Anhänger der Sonnenreligion Echnatons habe sich mit den Jahwe-Anhängern verbündet und sei mit ihnen aus Ägypten geflohen. Doch dann hätten sich die Israeliten gegen sein Regiment erhoben und ihn ermordet. Dieser 'Vatermord' sei es gewesen, der die Wunschphantasie vom dereinst wiederkehrenden Messias hervorgebracht hätte. Zwei Geschichten an den entgegengesetzten Enden einer langen Tradition der Auseinandersetzungen mit der Moses-Figur.

      Moses der Ägypter
      4,3
    • Kult und Kunst

      Beethovens Missa Solemnis als Gottesdienst

      • 272 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Beethovens «Missa solemnis», sein oft unterschätztes Spätwerk, ist große Kunst und feierlicher Gottesdienst in einem. Jan Assmann zeigt, warum das Werk einen Höhepunkt in der langen Geschichte des Gottesdienstes darstellt und zugleich den Punkt markiert, an dem aus religiösem Kult autonome Kunst wird. Eine meisterhafte Etüde über die Geburt der Kunst aus der Religion, die uns Beethovens Musik und zugleich den christlichen Gottesdienst besser verstehen lässt. Missa solemnis, «feierliche Messe»: So wurde seit dem Mittelalter das katholische Hochamt genannt. Jan Assmann nähert sich Beethovens «Missa» vom Ursprung des christlichen Gottesdienstes her und schlägt einen eindrucksvollen historischen Bogen über zwei Jahrtausende: vom letzten Abendmahl Jesu und den Gedächtnisfeiern der frühen Christen über die Entstehung fester liturgischer Formen, die im Hochmittelalter durch den mehrstimmigen Gesang zu Musik wurden, bis hin zu neuzeitlichen Vertonungen. Auch noch Beethovens «Missa» war für den liturgischen Gebrauch gedacht, hat diesen Rahmen aber gesprengt, nicht nur durch ihre Länge, sondern vielmehr noch durch ihre ungeheure Intensität. Es ist brillant und ein Lesevergnügen, wie Jan Assmann musikalische Details mit den großen historischen Linien in Beziehung setzt und uns anhand von Beethovens «Missa» die Geburt der Kunst aus dem Geiste des Gottesdienstes vor Augen führt, ja geradezu hörbar werden lässt.

      Kult und Kunst
      4,0
    • Thomas Mann und Ägypten

      • 256 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Jan Assmann geht den bahnbrechenden religions- und kulturwissenschaftlichen Einsichten Thomas Manns nach, die dieser vor allem in seinem Romanzyklus Joseph und seine Brüder vermittelt. Auf faszinierende Weise läßt er seine Leser nicht nur das literarische Kunstwerk der Josephsromane mit neuen Augen sehen, sondern vor allem auch den Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Thomas Mann. In der Begegnung mit dem Alten Ägypten erschloß sich Thomas Mann eine kulturelle Tiefendimension der Zeit. Seine Josephsromane kreisen um die Frage, die auch Proust, Bergson und Freud beschäftigte: in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt, und sie geben darauf einige der klügsten Antworten. Gerade in seinen Einsichten zum Wesen des Mythos, zur Entstehung des Monotheismus, zum kulturellen Gedächtnis und zur historischen Anthropologie und Psychologie erweist sich Thomas Mann als einer der bedeutendsten Kultur- und Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Den bislang noch wenig erschlossenen Dimensionen seines Werkes geht Jan Assmann in seinem neuen Buch nach. Er beschreibt das Ägyptenbild der Josephsromane und vergleicht die Josephsgeschichte Manns mit der biblischen Erzählung sowie ihrer ägyptischen Urgestalt. Höchst aufschlußreich sind auch die abschließenden Vergleiche mit zeitgenössischen Werken wie Arnold Schönbergs Moses und Aron und Sigmund Freuds Der Mann Moses.

      Thomas Mann und Ägypten
      4,0
    • Ägypten

      • 549 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 für Aleida und Jan Assmann. Zwei Traditionslinien - Jerusalem und Athen, jüdisch-christliche Offenbarungsreligion und philosophischer Universalismus - prägen das Selbstbild des Abendlandes. Doch damit ist nicht das ganze Spektrum kultureller Filiationen abgedeckt, denn Israel wie Griechenland bezogen sich beide in hervorstechender Weise auf Ägypten. Mit seiner vielschichtigen Beschreibung der religiösen, intellektuellen, kulturellen und politischen Sinnformationen des Alten Ägypten führt Jan Assmann, Ägyptologe und Religionswissenschaftler von internationalem Rang, eindrucksvoll vor Augen, daß Ägypten im kulturellen Gedächtnis Europas von großer und konstanter Wirkmacht war und macht so mit jenem dritten Teil der Vergangenheit bekannt, die das Abendland sich selber zurechnet.

      Ägypten
      4,3