Bunne, Stielmus, Schözeneere
Herkunft und Geschichte der Nutzpflanzen im Rheinland
- 118 Seiten
- 5 Lesestunden
Wussten Sie, dass man rheinische Geschichte schmecken kann? Die „Speisekarte“ zur Verkostung der Historie bietet ein Buch, das die Nutzpflanzen des Rheinlandes von der Jungsteinzeit bis zum 20. Jahrhundert vorstellt. Wer die Zutaten als lebende Gewächse kennenlernen möchte, kann sie im Garten von Haus Bürgel in Monheim am Rhein studieren. Zuwanderer haben seit jeher Kulturpflanzen an den Rhein gebracht, die zu einem festen Bestandteil unserer Ernährung wurden. Jungneolithische Bauern führten die ersten Getreide ein, während Römer und mittelalterliche Klöster mediterrane Gemüse kultivierten. Der neuzeitliche Entdeckergeist brachte uns Kartoffel, Mais und Tomate. Die rheinische Küche ist so vielfältig wie die Herkünfte ihrer Nutzpflanzen. Zwischen Köln und Xanten ist die Geschichte der Kulturpflanzen besonders gut erforscht, dank zahlreicher Grabungen und archäobotanischer Analysen. Fragen wie „Seit wann wachsen Bunne in unseren Gärten?“ oder „Was ist Stielmus?“ werden beantwortet. Das Buch stellt klassische Getreide, Gemüse, Gewürzkräuter und Obstpflanzen vor, wie sie im Nutzpflanzengarten Haus Bürgel zu sehen sind – ergänzt mit spannenden Details zur Kulturgeschichte und Rezepten aus der regionalen Küche.
