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Golo Mann

    27. März 1909 – 7. April 1994

    Dieser deutsche Schriftsteller und Essayist widmete sich vornehmlich der Geschichte. Sein Werk, beeinflusst vom literarischen Erbe seiner Familie, bietet einen tiefen Einblick in die gesellschaftlichen und kulturellen Fragen seiner Zeit. Der Autor erforscht die Komplexität der menschlichen Natur und historischer Prozesse mit scharfem Intellekt und literarischem Können. Seine Schriften werden für ihre Tiefe und ihren anspruchsvollen, aber fesselnden Stil geschätzt.

    Golo Mann
    Friedrich von Gentz
    Über Rückert, einen der liebenswertesten unter den deutschen Dichtern
    Wir alle sind, was wir gelesen
    "Man muss über sich selbst schreiben"
    Lavalette
    Wallenstein
    • Der Historiker Golo Mann stellt in dieser großen Biografie Wallenstein und seine Zeit - den Dreißigjährigen Krieg - vor und lässt das 17.Jahrhundert in all seinen Facetten mit den Mitteln der literarischen Erzählweise auferstehen. Von der Kritik bei Ihrem Erscheinen 1971 als Meisterwerk der Geschichtsschreibung gewürdigt, erzählt diese Biografie, gegründet auf zahllose, gut dokumentierte Fakten, Wallensteins Leben wie einen spannenden historischen Roman.

      Wallenstein
      4,6
    • Lavalette

      Eine Episode aus napoleonischer Zeit

      • 67 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Man schreibt das Jahr 1815. Napoleon befindet sich auf St. Helena, Antoine-Marie Lavalette, sein ehemaliger Adjudant und späterer Generalpostmeister wurde verhaftet. Doch seine auf den 21. Dezember 1815 festgesetzte Hinrichtung findet nicht statt, denn der Inhaftierte ist nicht auffindbar. Was an dieser kleinen „Episode aus napoleonischer Zeit“ besticht, ist nicht allein die historische Genauigkeit, mit der der Autor seinen Gegenstand erfasst, sondern vielmehr die feine Ironie, mit der ein Bild der Wirren der Revolution, besonders aber der nachrevolutionären Epoche in Frankreich gezeichnet wird.

      Lavalette
      4,6
    • "Man muss über sich selbst schreiben"

      Erzählungen, Familienporträts, Essays

      • 275 Seiten
      • 10 Lesestunden

      »Was für ein wunderbarer Erzähler, was für ein herrlicher Schriftsteller!« Marion Gräfin Dönhoff Golo Mann gilt als der große Erzähler unter den Historikern. Das beweisen nicht nur seine umfangreichen Bücher zur deutschen Geschichte oder die Autobiographie, auch die kleinen Arbeiten zeigen ihn als sprachlichen Könner und herausragenden Stilisten. Dieser Band versammelt Texte aus allen Schaffensperioden, die bisher allenfalls an entlegener Stelle publiziert wurden und die die ganze Breite von Golo Manns Wirken zeigen: als Historiker und politischen Publizisten, als Zeitzeugen, Erzähler und Mitglied der berühmten Familie Mann.

      "Man muss über sich selbst schreiben"
      5,0
    • Die Vorzüge der Golo mannschen Essayistik werden hier ebenso deutlich wie ihre Grenzen: kenntnisreich, einfühlsam und sprachlich eloquent (auf etwas alväterliche Weise), aber auch undialektisch, konservativ und ohne Blick für die sozialgeschichtlichen Bedingtheiten der Literatur

      Wir alle sind, was wir gelesen
      5,0
    • In seiner 1988 gehaltenen Rede anlasslich des 200. Geburtstags von Friedrich Ruckert zeichnet der Historiker Golo Mann dessen Lebensweg nach und zeigt, wie das Leben des Dichters in seiner Poesie verhandelt wird. Die biographischen Einblicke illustriert Mann dabei stets mit Auszugen aus Ruckerts Gedichten und schildert unter anderem, wie sich dessen kontinuierlich wachsende Sprachkenntnisse in den Werken manifestieren. So wird das Bild eines Philologen gezeichnet, der sich und seine Leser durch den Zugang zu fremdsprachiger Poesie mit dem Geiste anderer Kulturen bekannt macht. Manns Rede ist nun in 3., durchgesehener Auflage wieder erhaltlich.

      Über Rückert, einen der liebenswertesten unter den deutschen Dichtern
      5,0
    • Friedrich von Gentz

      • 343 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Friedrich von Gentz, der große Gegenspieler Napoleons, gilt als erster europäischer Staatsmann im eigentlichen Sinn. Die Studie Golo Manns ist weit mehr als eine Biographie, sie ist ein großartiges Epochengemälde im Zeichen der Französischen Revolution, der Napoleonischen Feldzüge und des Wiener Kongress’. Entstanden 1936-1941 in Amerika, beschreibt Golo Mann Gentz’ Kampf gegen Napoleon unter dem Eindruck des aktuellen Widerstands gegen Hitler und entdeckt nach und nach ein wichtiges Vorbild: Gentz, den bedeutenden Europäer und »größten politischen Schriftsteller in deutscher Sprache«.

      Friedrich von Gentz
      4,4
    • »Wer sich in die Geschichte der deutschen Nation vertieft, der hat leicht den Eindruck eines unruhigen Lebens in Extremen ... Einmal erreichen deutsche Gestalten die höchsten geistigen Höhen, auf denen je Menschen gelebt haben, indessen gleichzeitig trübe Mittelmäßigkeit den öffentlichen Ton beherrscht. Von apolitischer Ruhe wendet Deutschland sich zur aufgeregtesten politischen Tätigkeit, von buntscheckiger Vielgestalt zu radikaler Einheitlichkeit; aus Ohnmacht erhebt es sich zu aggressiver Macht, sinkt zurück in Ruin, erarbeitet sich in unglaublicher Schnelle neuen, hektischen Wohlstand. Es ist weltoffen, kosmopolitisch, mit Bewunderung dem Fremden zugeneigt; dann verachtet und verjagt es das Fremde und sucht das Heil in übersteigerter Pflege seiner Eigenart. Die Deutschen gelten als das philosophische, spekulative Volk, dann wieder als das am stärksten praktische, materialistische, als das geduldigste, friedlichste, und wieder als das herrschsüchtigste, brutalste. Ihr eigener Philosoph, Nietzsche, hat sie das 'Täusche-Volk' genannt, weil sie die Welt immer wieder mit Dingen überraschen, die man gerade von ihnen nicht erwartet.« Golo Mann

      Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
      4,3
    • Zeiten und Figuren

      Schriften aus vier Jahrzehnten

      Dieser Band umfaßt eine chronologische Zusammenstellung von Arbeiten aus vierzig Jahren. Er gibt einen Überblick über das weite Themenfeld des großen deutschen Gelehrten, Geschichtsschreibers und Biographen. Unabhängig von modischen Strömungen hat Golo Mann es verstanden, sich zu aktuellen wie zu scheinbar fernerliegenden Themen meisterhaft und eigenständig zu äußern und dabei Wissenschaftliches mit Erzählerisch-Künstlerischem in essayistischer Form zu verschmelzen.

      Zeiten und Figuren
      4,0
    • Historische Studie über die Geschichte der Weimarer Republik und des deutschen faschistischen Staates.

      Deutsche Geschichte 1919-1945
      4,2
    • Erinnerungen und Gedanken

      Lehrjahre in Frankreich

      • 287 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Was folgte auf Golo Manns Jugend in Deutschland? Der erste Band seiner Erinnerungen endete bitter: Mit 24 Jahren war ihm die Rückkehr in sein Heimatland verwehrt, und er saß in Sanary-sur-Mer, umgeben von Emigranten, sehr nah bei seinen Eltern. Der zweite Band seiner Memoiren beginnt hier und zeigt ein viel helleres Bild. Die Jahre in Frankreich gehörten zu den unbeschwertesten in Golo Manns Leben. Er konnte sich in einer „unbelasteten“ Umgebung frei fühlen, seine Fähigkeiten entfalten und er selbst sein, nicht nur der Sohn des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann. In St. Cloud wurde er Deutschlektor und schloss Freundschaft mit dem Direktor der Schule, Felix Pécaut, eine prägende Beziehung, die lange hielt. Später wechselte er als Lektor nach Rennes. Besuche bei seinen Eltern in Küsnacht, Exkurse über den Einfluss französischer Dichter und Historiker auf sein Werk, und ein Kapitel über seine Zeit in einem französischen Internierungslager in der Provence runden diese Erinnerungen zu einem eindrucksvollen Porträt des Historikers als junger Mann ab.

      Erinnerungen und Gedanken
      3,0
    • Marcel Reich-Ranicki beschreibt Golo Mann, den Sohn von Thomas Mann, der erst nach dem Tod seines Vaters seine eigenen Werke verfassen konnte. Der Briefwechsel zwischen Golo Mann und Reich-Ranicki beleuchtet die komplexe Dynamik der Familie Mann und beginnt mit einer Anfrage Reich-Ranickis um eine Buchrezension für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dies führt zu einer tiefgehenden Diskussion über die familiären Beziehungen und die Schatten, die Thomas Mann über seine Kinder warf. Golo Mann teilt Anekdoten über die Homosexualität seines Vaters und das schwierige Verhältnis zwischen den Geschwistern, die alle unter dem Einfluss des dominierenden Vaters litten. Sein bitteres Geständnis „I want to be myself and not the son“ verdeutlicht seinen inneren Konflikt. Die Korrespondenz bietet Einblicke in die innere Balance der Familie Mann und zeigt, wie offen Reich-Ranicki die Auseinandersetzung mit einem seiner zentralen Themen suchte. Herausgegeben von Volker Hage, der seine Karriere bei Reich-Ranicki begann, wird der Briefwechsel als ungeschütztes Gespräch zweier Literaturenthusiasten präsentiert. Reich-Ranicki reflektiert über Golo Mann als unglücklichen Sohn eines Genies und gleichzeitig als leidenschaftlichen Bewunderer der Literatur.

      Enthusiasten der Literatur
      3,8
    • Als »einen König, wie Europa ihn im 19. Jahrhundert nur einmal sah«, würdigt Golo Mann Ludwig I. von Bayern (1825-1848), den reformfreudigen Staatsmann, den Förderer der Künste und der Wissenschaften, den Auftraggeber berühmter Architekten, und charakterisiert ihn als einen Monarchen, der zeitlebens unter dem Konflikt zwischen Herrscherpflichten und persönlicher Freiheit litt.

      Ludwig I. von Bayern
      3,8
    • »Eine Jugend in Deutschland« - keine alltägliche, sondern gefährdet durch Anlagen und Umstände, gleichwohl im bürgerlichen Rahmen behütet und gefördert, eigensinnig und doch in vielen Entwicklungen repräsentativ für dieses Land und für die Zeit - 1909 bis 1933 -, durch die Golo Mann seinen Weg mit beharrlicher Unabhängigkeit und kritischer Selbstzucht findet. Die Stationen: Das vom Vater überschattete Elternhaus mit den großen Geschwistern Klaus und Erika. Literatur, Musik, Theater als frühe Eindrücke, Schule und Pfadfinder, Internat Schloß Salem. Nach dem Abitur Studium in München, Berlin, Heidelberg: Jaspers, der Sozialistische Studentenbund, erste Aufsätze, Versuche, dem Nazi-Geist entgegenzutreten. Hamburg, Göttingen: Selbstaufgabe der Weimarer Republik, alles Spätere vorbereitende Anfänge des »Dritten Reichs«. Golo Mann beschwört keine »besonnte Vergangenheit«, viel zu sehr litt und leidet er an den Irrtümern deutscher Politik. Dennoch weckt dieses große deutsche Bekenntnisbuch Hoffnung: »es ist weise und, aller Bitterkeit zum Trotz, zugleich auf seine Art heiter«.

      Erinnerungen und Gedanken - Eine Jugend in Deutschland
      3,9
    • Die legendäre Geschichte des unbekannten Jünglings Caspar Hauser, der 1828 völlig verwahrlost in Nürnberg auftaucht und sich später als legitimer Erbprinz des badischen Fürstenhauses erweist, hat damals in ganz Europa für Aufsehen gesorgt und ist seither vielfach bearbeitet worden. Die berühmteste Gestaltung, die sich eng an historische Tatsachen hält, hat Jakob Wassermann geschaffen. Caspar Hauser, ein heimatloser Findling, Opfer dynastischer Intrigen und einer gefühlskalten Umwelt: Der Roman seines Lebens und seiner Menschwerdung ist heute so ergreifend wie je.

      Caspar Hauser
      3,7
    • Mein Bodensee

      Liebeserklärung an e. Landschaft

      • 188 Seiten
      • 7 Lesestunden
      Mein Bodensee
    • Biafra

      Todesurteil für ein Volk?

      Biafra
    • Die Zeit - das Lexikon

      • 704 Seiten
      • 25 Lesestunden

      §B§Die ZEIT bringt Bewegung in die Welt des Wissens§§§S§20 Bände Wissen, jeweils 700 Seiten stark. 145.000 Stichwörter, Nebenstichwörter und Fakten, dazu rund 8.000 Abbildungen, Karten und Tabellen.§§Das Besondere daran: Zu den wichtigsten Einträgen werden bedeutende ZEIT-Artikel präsentiert - aus beinahe sechzig Jahren ZEIT-Geschichte. Hochkarätige Autoren werfen ihren ganz eigenen Blick auf die Menschen und Dinge.§§Umfang: 20 Bände, jeweils 700 Seiten stark, mit§ rund 145.000 Stichwörtern, Nebenstichwörtern und Fakten §rund 5.600 Abbildungen §rund 2.400 Grafiken und Karten§rund 200 Tabellen §§Im Nachschlagewerk enthalten sind:§ Umfassende Lexikonreihe (Band 1 bis 16)§ Deutsches Wörterbuch (Band 17 bis 19) §Bedeutende Zitate und Redewendungen (Band 20)§§ Jeder Lexikon-Band besteht aus zwei Komponenten:§600 Seiten lexikalische Einträge §100 Seiten ZEIT-Artikel von bekannten Autoren des Blattes, die sich auf wichtige Einträge zu den lexikalischen Themen und Personen eines jeden Bandes beziehen.§

      Die Zeit - das Lexikon
    • Briefe

      • 535 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Golo Mann korrespondierte in den Jahren zwischen 1932 und 1992 mit Freunden und Gegnern, Künstlern, Publizisten und Politikern - unter ihnen Karl Jaspers, Benjamin Britten, Willy Brandt, Ernst Jünger, Marion Gräfin Dönhoff, Joachim Fest, Klaus und Heinrich Mann -, aber auch unbekannten Zeitgenossen, die sich ratsuchend an ihn wandten. Die in diesem Band ungekürzt wiedergegebenen und erstmals gedruckten 172 Briefe handeln von Geschichte, Literatur und Politik, zeigen das gespannte Verhältnis des Emigranten zur alten Heimat, sprechen von Liebe und Tod, Einsamkeit und immer wieder vom Vater und der Sehnsucht danach, Schriftsteller zu sein. Von sich selbst und seiner Homosexualität allerdings dürfe er nicht dichten, vertraute Golo Mann einem Freund an, »weil mein Vater dies Pferd ziemlich müde geritten hat«.

      Briefe