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Marc Bloch

    6. Juli 1886 – 16. Juni 1944

    Marc Bloch war ein wichtiger Vertreter der Annales-Schule, berühmt für seine tiefgreifenden Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte. Seine Arbeiten tauchen tief in das soziale Gefüge des ländlichen Lebens und feudaler Strukturen ein und bieten eine einzigartige Perspektive auf die Vergangenheit. Bloch gestaltete die historische Forschung maßgeblich um, indem er langfristige gesellschaftliche und kulturelle Strömungen betonte. Sein einflussreiches Werk untersuchte auch die Natur des Geschichtsschreibens selbst und hinterließ ein bleibendes Erbe.

    Marc Bloch
    Aus der Werkstatt des Historikers
    Thailand
    Die seltsame Niederlage
    Apologie der Geschichte oder der Beruf des Historikers
    Die Feudalgesellschaft
    Die wundertätigen Könige
    • Die wundertätigen Könige

      • 555 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Marc Bloch (1886-1944), seit 1921 Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Straßburg, seit 1937 Professor für Wirtschaftsgeschichte an der Sorbonne, gilt als Wegbereiter der modernen Mentalitäts- und Gesellschaftsgeschichte. 1929 gründete er gemeinsam mit Lucien Febvre die Zeitschrift Annales, mit deren Namen bis heute die Ausweitung der Geschichtswissenschaft zur historischen Anthropologie verbunden wird. 1943 schloß sich Marc Bloch der Résistance an. Nach monatelanger Folter wurde er am 16. Juli 1944 von der Gestapo bei Lyon erschossen.

      Die wundertätigen Könige
      4,5
    • Die Feudalgesellschaft

      • 606 Seiten
      • 22 Lesestunden

      Bloch schildert in diesem berühmten Buch, wie die Feudalgesellschaft entstand. Seine Art der beschreibenden Untersuchung ermöglicht, die Gegenwart aus der ganz anders gearteten Vergangenheit zu verstehen. Der Leser gewinnt einen Blick dafür, wie sehr sich das eigene Handeln und die gegenwärtigen politischen Situationen im Spiegel der Vergangenheit relativieren. Das historische Europa vor Augen verdeutlicht Marc Bloch, daß sich der Feudalismus keineswegs überall durchsetzte oder gleichmäßig ausbildete. Sein Entstehen war an Bedingungen geknüpft, an die Herausbildung von Abhängigkeiten. Voraussetzungen waren die Invasionen im 9. und 10. Jahrhundert durch Araber, Ungarn und Wikinger. Ihre Auswirkungen führen danach zu neuen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen, bilden eine noch nie dagewesene geistige Konstellation aus, der die Grundlagen eines veränderten Rechts entstammen. Der Feudalismus ist für Bloch ein geschichtliches Modell mittelalterlicher Gesellschaften bis zum 13. Jahrhundert. Die Beschreibung wechselt immer wieder über in meisterhafte Darstellungen markanter Stimmungen eines Zeitalters und seiner »geistigen Atmosphäre«. Wie wohl nur Umberto Eco für das große Publikum ist es Marc Bloch für die Geschichtswissenschaften gelungen, dem Begriff »Mittelalter« ganz andere Vorstellungen und eine viel tiefere Bedeutung zu erschließen.

      Die Feudalgesellschaft
      4,2
    • Der bedeutende französische Historiker Marc Bloch, Mitbegründer der Annales-Schule, war eines der Opfer von Klaus Barbie. Er wurde am 16. Juni 1944 von der Gestapo erschossen. In seinem Nachlaß fand sich ein unvollendetes methodologisches Werk, »Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers« - die Erstausgabe trug noch den Untertitel »Wie und warum ein Historiker arbeitet«. Das Werk war ursprünglich 1949 von Lucien Febvre herausgegeben worden, der noch nicht alle Manuskripte zur Verfügung hatte und darüber hinaus einige Eingriffe in den Text vornahm. Mit dieser von Etienne Bloch, dem Sohn des Verfassers, besorgten Neuausgabe liegt nun erstmals der vollständige und authentische Text dieses epochalen Werks der modernen Geschichtswissenschaft vor. Er wurde von Grund auf neu ins Deutsche übertragen. Dieses Buch bietet wertvolle Einblicke in das Selbstverständnis und die Denkweisen modernen Geschichtsforschung, in die Ziele, aber auch Grenzen historischer Erkenntnis, in die Methodik und nicht zuletzt auch in die Ethik dieser »Wissenschaft in Bewegung«.

      Apologie der Geschichte oder der Beruf des Historikers
      4,0
    • Die seltsame Niederlage

      • 283 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Marc Bloch, Mitbegründer der „Neuen Geschichtswissenschaft“, verfasste 1940, vier Jahre vor seiner Ermordung durch die Gestapo, eine Analyse der Niederlage Frankreichs im Zweiten Weltkrieg. Diese Untersuchung ist ein bedeutendes Beispiel moderner Kriegsforschung und eine scharfe Kritik an der Inkompetenz der französischen Militärführung. Bloch analysiert die „inneren Ursachen“ des Debakels, dessen Vorgeschichte und geistige Bedingungen. Als Offizier, verantwortlich für die Treibstoffversorgung der 1. Armee, wusste er um die politischen und militärischen Mängel und prangerte die Unfähigkeit der Führung an, den Krieg zu begreifen. Der erste Teil des Werkes widmet sich der Darstellung und Analyse des Feldzugs, während der zweite Teil Blochs „Testament“ enthält. Im dritten Teil sind wichtige Schriften aus seiner Zeit des aktiven Widerstands (1943-1944) versammelt, die militärische und politisch-historische Wurzeln des Zusammenbruchs der Dritten Republik beleuchten. Dieses Buch ist nicht nur ein lebendiges Beispiel historiographischer Scharfsicht, sondern auch ein Dokument geistiger Integrität eines kämpferischen Gelehrten. Die deutsche Ausgabe wurde von der Kritikerjury der Süddeutschen Zeitung mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

      Die seltsame Niederlage
      3,9
    • Aus der Werkstatt des Historikers

      • 361 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Marc Bloch (1886 -1944) war einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Lucien Febvre gründete er 1929 die berühmte Zeitschrift Annales.

      Aus der Werkstatt des Historikers
    • The Ile-de-France (Routledge Revivals)

      The Country around Paris

      • 182 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Focusing on the countryside surrounding Paris, the narrative offers a unique historical perspective through the lens of Marc Bloch. It explores the region's origins, geographical characteristics, archaeological significance, and local histories, providing an in-depth study of the Ile-de-France. Through Bloch's insights, readers gain a deeper understanding of the area's rich past and its impact on the present.

      The Ile-de-France (Routledge Revivals)
    • Blochova Feudální společnost představuje dnes již klasický pokus o postižení totálních dějin středověké společnosti. Na rozdíl od Králů divotvůrců zde autor předkládá syntetický výklad dějin západní Evropy od pozdní antiky po ranou renesanci. Důsledně přitom vychází z jím formulované a prosazované komparativní metody. Jeho komparativní pohled na středověké dějiny se však nesoustředí na vývoj v jednotlivých teritoriích, nýbrž naopak na sledování konkrétních jevů (lenní vztahy, obchod, intelektuální inovace, proměny zemědělství, rytířská kultura, zrození měšťanstva) v různých prostorových a časových souřadnicích, s důrazem na neustálou dynamiku středověkých dějinných procesů.

      Feudální společnost
      4,2
    • V Podivné porážce Marc Bloch nevystupuje jako historik, nýbrž jako kritický pozorovatel francouzského politického a intelektuálního selhání za druhé světové války. Jeho kniha je tvrdou, přitom však trefnou obžalobou nejen kolaborace obyčejných Francouzů, ale i anatomickým rozborem jejich falešných předválečných iluzí. Podivná porážka však rovněž reprezentuje téměř heroický postoj univerzitního profesora, který na vrcholu své vědecké slávy neváhal obětovat vlastní kariéru a v konečném důsledku i život za vlast, kterou miloval. Ačkoli byl přesvědčen, že si „podivnou porážku“ Francouzi přivodili především sami, bez váhání se aktivně zapojil do odboje. Ani ve válečné vřavě však neztratil schopnost analyzovat současnost stejně kriticky a stejně prozíravě jako středověké prameny, čímž sám na sobě demonstroval, jak je myšlení o dějinách vždy bytostně provázáno s historikovou současností.

      Podivná porážka: Svědectví z roku 1940
      3,9