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Claude Simon

    10. Oktober 1913 – 6. Juli 2005

    Dieser Literaturnobelpreisträger verbindet meisterhaft die Kreativität eines Dichters und Malers mit einem vertieften Zeitbewusstsein. Seine Romane tauchen mit außergewöhnlicher Sensibilität und visueller Reichhaltigkeit in die menschliche Verfassung ein. Durch seinen einzigartigen Stil fängt er die Essenz der menschlichen Erfahrung und ihr Vergehen der Zeit ein. Seine Werke bieten eine tiefgründige Perspektive auf das Leben, mit künstlerischer Präzision dargestellt.

    Claude Simon
    Das Gras
    Die Trambahn
    Der Palast
    Das Pferd
    Das Seil
    Georgica
    • Georgica

      • 471 Seiten
      • 17 Lesestunden

      In verschiedenen Epochen und in Zeiten des Aufruhrs und der Gewalt durchleben drei Personen Ereignisse, die sich zu wiederholen und zu überlagern scheinen, ebenso wie auf den Seiten des Buches die gleichen Feldarbeiten wiederkehren, die Wechsel der Jahreszeiten, des Regens, der Sonne, der Frühlinge, gleichgültig gegenüber der Tragödie, den familiären und politischen Zerwürfnissen. Die «Georgica» sind die Summe des Simonschen Schaffens, sein Opus magnum, das 1981 erschien — 1985 erhielt er den Nobelpreis.

      Georgica
      4,4
    • Das Seil

      • 172 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Französischer Autor (1913 - 2005). - Das Seil, 1947 entstanden, ist eine Folge von Reflexionen und Erinnerungen Simons, führender Vertreter des Nouveau roman, Literatur-Nobelpreisträger 1985 - an Stationen seines Lebens vom spanischen Bürgerkrieg bis zum 2. Weltkrieg als Kriegsgefangener in Deutschland

      Das Seil
      5,0
    • Das Pferd

      • 164 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Ein französisches Dragonerregiment bezieht in einer finsteren Regennacht Quartier in einem nordfranzösischen Dorf und wird zum Zeugen des langsamen Sterbens eines verletzten Armeepferdes. In der Agonie des Tieres und in seinen großen Augen spiegelt sich die Apokalypse des Krieges in einer fast intimen Szenerie. Die Soldaten, der Erzähler und Maurice, der Jude, der weiß, was kommen wird, versuchen, in der Dunkelheit der Regennacht ihr eigenes Schicksal zu ergründen. Claude Simons Erzählung von 1958 führt mitten hinein in das thematische Universum des Nobelpreisträgers: das französische Debakel im Zweiten Weltkrieg und das Schicksal des in deutsche Gefangenschaft geratenen Kavalleristen Claude Simon. Eine literarische Trouvaille, in der die wichtigsten Motive und Handlungsstränge aller späteren Romane des Nobelpreisträgers bereits angelegt sind.

      Das Pferd
      4,0
    • Die Trambahn

      • 113 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Sein gerade in Frankreich veröffentlichtes jüngstes Werk „Die Trambahn„ ist ein Buch, das die im Schatten des Gedächtnisses ruhenden Erinnerungen befreit und in eine Kindheit im frühen zwanzigsten Jahrhundert zurückführt – nach Perpignan, in die südfranzösischen Sommer- und Herbstmonate des Erzählers. Im Echo auf Marcel Proust wird „Die Trambahn“ Claude Simons zum Gefährt durch die Erinnerung: von der Endstation in der Stadt vor dem Kino mit seinen grell lockenden Plakaten, vorbei an den „Rumpfmännern„, den Kriegsinvaliden auf ihren Wägelchen, und entlang den Villen der Provinzbourgeoisie bis hinunter zum mondänen Badestrand, wo die Tanzmusik spielt. Im Rhythmus der Erinnerung, von Station zu Station, wird eine untergegangene Jahrhundertepoche im minutiös porträtierenden Beschreibungsreichtum der Simonschen Sprache bis in die Gerüche und Düfte genauso lebendig wie die Familiengeschichte – in Gestalt der todkranken Mutter und verbitterten Kriegswitwe. Und wenn der Erzähler von einem kürzlichen Aufenthalt im Transitraum der Notaufnahme in einem Krankenhaus erzählt, dann wird Die Trambahn zu einer Meditation über den menschlichen Lebensweg, die Passage zwischen Geburt und Tod. „Leicht verschwinden ganze Jahresproduktionen neben einem solchen Buch.“ DIE ZEIT über „Geschichte" von Claude Simon

      Die Trambahn
      3,0
    • Das Gras

      • 174 Seiten
      • 7 Lesestunden

      „Niemand macht die Geschichte, man sieht sie nicht, ebenso wenig wie man das Gras wachsen hört„, ein Satz von Boris Pasternak, den Claude Simon seinem Roman als Motto voranstellt. „Das Gras“ erzählt aus dem Innenleben einer Familie, um von der Zeit und ihrem Verfließen zu erzählen. Eine alte Frau stirbt. Nahe beim Haus, am Fuß der sommerlich heißen Pyrenäen, liegt Louise, die junge Frau ihres Neffen, im Gras und erzählt, was geschieht und geschah: Wie die sterbende Marie, Tochter eines des Lesens unkundigen Bauern, mit ihrer Schwester Eugènie unter Verzicht auf ein eigenes Leben dem jüngeren Pierre die Karriere eines Universitätsprofessors ermöglicht hat, und wie Sabine, Pierres Frau, ihren Kampf gegen das Verwelken führt. Louise möchte am liebsten fortgehen, aber sie fühlt sich verkettet mit den ineinander verschlungenen Schicksalen der anderen. So entsteht „Geschichte", im Fluss der Gedanken und Erinnerungen, vorantastend, in immer enger umkreisenden Beschreibungen. In den virtuosen Sätzen eines Claude Simon, lang dahinrollend, ergießt sich eine Flut von Bildern üppiger Sinnlichkeit – in denen das Wesentliche unsichtbar bleibender Geschichte sichtbar wird.

      Das Gras
      3,7
    • Wie wenige andere Autoren hat Claude Simon die welthistorische Situation der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts eingefangen, und seine bewegte Biografie hat in all seinen Werken ihre Spuren hinterlassen – vielleicht am nachhaltigsten in „Die Straße in Flandern„. In diesem vor nahezu fünfzig Jahren erschienenen Roman wird in unvergesslichen und berührenden Szenen von schmerzhafter Eindringlichkeit der Krieg zum zentralen Thema. Es ist die traumatische Lebenserfahrung, die sich von nun an wie ein roter Faden durch das literarische Werk von Claude Simon zieht: einer von zwei Überlebenden seines Dragonerregiments zu sein, das die französischen Offiziere 1939 den deutschen Panzern entgegenführten. In seinem wegweisenden Roman wird die Wirklichkeit „zerfetzt“ – am Ende steht nicht nur eine rätselhafte und hintergründige, sondern eine zertrümmerte Welt. Ein berühmtes, vergriffenes Buch: neu übersetzt von Eva Moldenhauer.

      Die Straße in Flandern
      3,4
    • Der französische Nobelpreisträger Claude Simon, Jahrgang 1913, erzählt seine Lebens- und Familiengeschichte. ßSimon legte noch nie ein Buch vor, das so nahe bei ihm selber schien . . . auch wenn 'L'Acacia' ganz offensichtlich kein autobiographisches Buch im gewöhnlichen Sinn ist: nur einzelne Szenen werden aus dem Dunkel gestanzt, einzelne Momente scharf beleuchtet und nach artistischen Gesetzen gestaltet, die den Stoff weit über das Dasein eines einzelnen Menschen hinausheben und das, was zum Teil 'das Leben schrieb' einer ganz anderen Realitätsebene zuordnen . . . Der Autor legt vor, was vielleicht sein schönstes, sein persönlichstes Werk geworden istß. (Neue Züricher Zeitung)

      Die Akazie
      2,5
    • Der Roman des bedeutenden französischen Schriftstellers spielt in einem südfranzösischen Städtchen der 1950er Jahre. Ein eigenwilliger Held, der an Dostojewskis Fürst Myškin erinnert, versucht, unglücklichen Menschen zu helfen und entfesselt um sich herum einen Strudel tragischer Ereignisse.

      Der Wind
    • Bibliothek Suhrkamp: Die Akazie

      • 354 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Claude Simon, geboren am 10. Oktober 1913 auf Madagaskar, gilt als Vertreter des „Nouveau Roman“. Er starb am 6. Juli 2005 in Paris. 1985 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt am Main geboren, war seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzte Literatur und wissenschaftliche Schriften französischsprachiger Autoren ins Deutsche, u. a. von Claude Simon, Jorge Semprún, Marcel Mauss, Mircea Eliade, Gilles Deleuze und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis und dem Paul-Celan-Preis. Eva Moldenhauer verstarb am 22. April 2019.

      Bibliothek Suhrkamp: Die Akazie
    • Archipel - Nord

      Kleine Schriften und Photographien

      • 174 Seiten
      • 7 Lesestunden

      »Simons literarische Werke favorisierten den Blick, das Sehen dergestalt, dass man sie ›Fotografie ohne Apparat‹ genannt hat. Seine in Sprache verwandelten Gedächtnisbilder sind isolierte Momentaufnahmen«, schreibt Brigitte Burmeister im Vorwort zu diesem Band. In den Texten wird dieses Charakteristikum seines Schreibens besonders deutlich. Die in Deutschland ebenfalls erstmals veröffentlichten Fotografien von Simon zeigen in Verbindung mit den literarischen Konzentraten, wie stark sich Literatur aus der Bildlichkeit speist. Aus den Prosastücken lässt sich das poetische Prinzip Simons ablesen, dessen Literatur sich aus einer Vielzahl solcher scharfer Beschreibungen formt und gleichzeitig auch auf sie zurückführen lässt.

      Archipel - Nord
    • Les Corps conducteurs

      • 225 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Op een moeizame tocht door een drukke straat begeleid en overspoeld door een chaos van waarnemingen, herinneringen en voorstellingen, keert een zieke man terug naar zijn hotel.

      Les Corps conducteurs
      3,9
    • Le vent

      Tentative de restitution d'un retable baroque

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Le Vent se déroule tout entier dans une ville du Midi de la France (Perpignan ?). Antoine Montès, 35 ans, vient d'y arriver pour entrer en possession de l'héritage de son père. Il n'a d'ailleurs jamais connu celui-ci, sa mère, morte aussi, ayant quitté la ville dès avant la naissance de l'enfant. L'héritage se compose principalement de vignes laissées à l'abandon. Le notaire conseille à Montès de vendre ces terres, et lui propose même des acheteurs. Mais, inexplicablement, Montès refuse. A partir de là, toute son attitude apparaît étrange et même scandaleuse à toute la bonne société " du cru. Refusant les beaux partis qui s'offrent, il se compromet avec la bonne de l'hôtel minable où il est descendu, et se trouve finalement mêlé à une sombre histoire de vol et de recel, dont il se tirera d'ailleurs sans dommage, mais sans avoir rien fait pour cela, restant d'un bout à l'autre aussi doucement étranger et pur vis-à-vis de ce monde qu'il apparaîtra scandaleux aux yeux des autres.

      Le vent
      3,2
    • Flanderská cesta

      • 216 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Claude Simon (1913–2005), nositel Nobelovy ceny za literaturu, je řazen do osobitého, i když značně rozrůzněného hnutí tzv. „nového románu“. V naší literatuře (původní i překladové) Simonovo dílo v podstatě nemá obdoby. Český čtenář se s ním doposud mohl seznámit díky dvěma publikovaným překladům – Vítr (1980) a Příběh (1985). Tato kniha předkládá česky doposud nevydaný román Flanderská cesta, neboť právě ten představuje jedno z klíčových děl Simonovy tvorby.

      Flanderská cesta
      2,0
    • Les banques

      • 127 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Depuis quand la banque existe-elle ? En quoi consiste l'activité d'une banque ? Quel est le pouvoir des banques ? La maîtrise du crédit leur permet-elle de peser sur les orientations économiques ? Comment s'exerce la tutelle de l'Etat sur les banques ? Est-elle efficace ? La crise financière internationale menace-t-elle les banques françaises ? La monnaie électronique va-t-elle révolutionner le rôle des banques ? A quels nouveaux problèmes les banques sont-elles confrontées au début des années quatre-vingt-dix ?

      Les banques
    • Jedná se o jeden ze stěžejních Simonových textů. Plně je zde rozvinut koncept „bezešvé“ prózy, kdy čtenář jen stěží rozlišuje konce a počátky jednotlivých scén a obrazů. Interpunkce je často vyrušena nebo invertována (závorky přecházejí do nových kapitol). Příběh se odehráváněkdy v 60. letech 20. století, časová datace však v příběhovém rozvoji nehraje zásadní roli. Bezejmenný hlavní hrdina (zřejmě zástupné ztělesnění hledajícího já) se jednoho rána probudí ve svém zchátralém barokním domě, který udržuje jen s vypětím všech svých sil, a během následujících 16 hodin všedního dne naplněného banálními činnostmi (návštěva banky, prodej židle, návštěva příbuzného, večeře v kantýně), z různých, převážně vizuálních fragmentů, zrekonstruuje celý dosavadní život. V souvislosti s tímto postupem přední postmoderní francouzský myslitel Jean-François Lyotard používal termín „anamnéza přítomnosti“.

      Příběh