Ernst Mayr war eine Schlüsselfigur der Evolutionsbiologie des 20. Jahrhunderts und maßgeblich an der Gestaltung der modernen evolutionären Synthese beteiligt. Seine Arbeit definierte das Artkonzept grundlegend neu und ging über bloße morphologische Ähnlichkeit hinaus, um die reproduktive Isolation zu betonen. Mayr postulierte, dass Arten Gruppen sind, die sich ausschließlich untereinander fortpflanzen können, und löste damit das seit langem bestehende „Artproblem“. Seine Theorie der peripatrischen Artbildung, inspiriert von seiner umfangreichen Forschung an Vögeln, bleibt eine führende Erklärung dafür, wie neue Arten entstehen.
Featuring a collection of essays by Ernst Mayr, a leading figure in evolutionary biology, this book delves into key concepts and theories that shaped the field in the twentieth century. Mayr's insights explore the intricacies of evolution, species formation, and the philosophical implications of biological research, making it a significant contribution to understanding life's diversity. Through his articulate writing, readers gain a deeper appreciation of evolutionary science and its impact on our comprehension of nature.
Die Theorien von Charles Darwin gehören zu den einschneidendsten aller geistigen Revolutionen in der Geschichte der Menschheit. Der Biologe Ernst Mayr widmete ihnen sein Lebenswerk. Der „Darwin des 20. Jahrhunderts“ (New York Times) legt mit diesem Buch die Summe seiner Erkenntnisse vor. Was wir seit Darwin über die Entwicklung des Lebens auf der Erde wissen: Ernst Mayr fügt Evolutionslehre, moderne Molekularbiologie und Genetik zu einer einheitlichen Wissenschaft der biologischen Vielfalt zusammen.
Ernst Mayr Das ist Biologie Die Wissenschaft des Lebens Lebewesen lassen sich nicht auf die Gesetze der Physik und Chemie reduzieren; sie müssen auf jeder Stufe ihrer Organisation verstanden werden. Ernst Mayr veranschaulicht, warum der zweifellos bei vielen Fragestellungen sehr erfolgreiche Reduktionismus letztlich nicht hinreichen kann, die natürliche Welt in ihrer immensen Komplexität zu erklären. Die Biologie ist nicht zuletzt eine historische Wissenschaft, und Das ist Biologie? läßt sich auch als eine „Lebensgeschichte“ dieser Disziplin lesen. Der Bogen spannt sich von den Wurzeln der Naturforschung in den Werken des Aristoteles über die Revolution, welche die Biologie durch Darwin erfuhr, bis hin zu den spektakulären Fortschritten durch den breiten Einzug molekularer Ansätze. Ernst Mayrs Buch vermittelt ein faszinierendes Bild von der Bedeutung und vom Reichtum der Biologie. ca. 416 S., geb. DM 49,80/öS 364,-/sFr 46,- ISBN 3-8274-0270-0 Ersch.-Termin: April 1998 STO: Sachbuch „Ein intellektuell meisterhafter Überblick über die großen Fragen in der Biologie, klar und voller Energie.“ James D. Watson Der Autor: Ernst Mayr ist Professor emeritus für Zoologie an der Harvard University. Der 93jährige Wissenschaftler, der in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, zählt zu den bedeutendsten Biologen der Welt.
Der zeitlose, nie übertroffene „Klassiker“ des größten lebenden Evolutionsbiologen Erstmals als broschierte Studienausgabe Mit einem Geleitwort zur Ausgabe 2002 von Bert Hölldobler
Die deutsche Ausgabe meiner Aufsätze begrüße ich mit besonderer Freude, da viele meiner Gedankengänge bis zu den Zeiten zurückreichen, als ich am Zoologischen Museum der Universität in Berlin tätig war. Die Probleme, die ich in dieser Sammlung behandle, werden sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der philosophischen Literatur intensiv erörtert. Besonders wichtig ist das Auftauchen neuer Denkrichtungen in der modernen Evolutionsbiologie. In der Wissenschaftsphilosophie, insbesondere bei den Positivisten, war die Überzeugung verbreitet, dass alle biologischen Probleme letztlich auf die Gesetze der Physik und Chemie zurückgeführt werden könnten. Widerspruch wurde oft als Vitalismus oder Mystik abgetan. Diese Sichtweise ist jedoch fehlerhaft, was ich in einigen meiner Aufsätze nachweise. Bei der Zusammenstellung dieses Bandes habe ich darauf geachtet, Aufsätze zu wählen, die sich mit neuen Entwicklungen in der Biologie beschäftigen. Wichtige Themen sind die Wirksamkeit der natürlichen Auslese, der Populationsgedanke, das Prinzip der Teleonomie und die Rolle des genetischen Programms. Diese Entwicklungen sollten nicht nur Wissenschaftler und Philosophen, sondern auch gebildete Laien interessieren, da ein Verständnis dieser Konzepte für eine moderne Weltanschauung unerlässlich ist. Leider wird oft auf die Kluft zwischen Wissenschaftlern und Humanisten hingewiesen.