Gefallene Blätter
- 365 Seiten
- 13 Lesestunden
William Wilkie Collins, einst eine gefeierte und hochbezahlte Größe der viktorianischen Fiktion, erfährt derzeit eine bedeutende Wiederbelebung in kritischer und populärer Hinsicht. Er war ein Meistererzähler, berühmt für seine komplexen Handlungsstränge und fesselnden Charaktere, der oft Themen wie soziale Gerechtigkeit und verborgene Leben erforschte. Collins gilt insbesondere als Pionier des modernen Kriminalromans, eines Genres, das er mit unvergleichlichem Geschick prägte. Seine Werke fesseln die Leser weiterhin und bieten spannende Erzählungen, die mit einem scharfen Verständnis für menschliche Psychologie und gesellschaftliche Komplexitäten durchdrungen sind.







Charles Dickens und Wilkie Collins präsentieren mit „Nicht aus noch ein“ einen klassischen Kriminalroman, erstmals 1867 veröffentlicht. Diese Neuausgabe, herausgegeben von Karl-Maria Guth, wurde an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst und erscheint im Verlag Henricus.
Inhalt:Ein schauerliches fremdes BettDie ÖlbütteDie verhängnisvolle WiegeDas TraumweibDer Wermutstropfen
Die Liebe des jungen englischen Kaufmannsohnes David Glenney droht am Veto seines Vaters zu scheitern, denn die Schwiegermutter in spe wird des Giftmords verdächtigt.- Klassiker von 1880
Wilkie Collins, 1824-1889, gilt als Begründer des englischen Sensationsromans und war eng mit Charles Dickens befreundet, dessen Zeitschrift viele seiner Werke veröffentlichte. „Der rote Schal“ wird von Kritikern, einschließlich T. S. Eliot, als eines von Collins' Hauptwerken angesehen und zeigt seine Fähigkeit, Leser zu fesseln. Die Handlung spielt 1832 in Wildbad, wo Honoratioren auf die ersten Kurgäste warten. Unter ihnen ist der reiche, kranke Allan Armadale, der einen Brief für seinen Sohn schreiben möchte, um ihn vor einem gefährlichen Namensvetter zu warnen. Doch bevor der Sohn den Brief erhält, kreuzen sich die Wege der beiden Armadales, und eine geheimnisvolle Unbekannte mit einem roten Schal löst eine Reihe von mysteriösen Ereignissen aus. Collins schafft nicht nur eine spannende Handlung, sondern auch lebendige Charaktere wie den nachdenklichen Midwinter, den optimistischen Allan und die intrigante Lydia. Auch die Nebenfiguren sind meisterhaft gestaltet. Der Roman verbindet Romantik, Abenteuer und Spannung mit einer Atmosphäre vergangener Zeiten und könnte als Lehrstück für moderne Krimiautoren dienen, die oft nur Brutalität und technische Spielereien betonen. Collins' Werk fasziniert durch sein fesselndes Geheimnis und den trockenen Witz, der eine behagliche Kaminatmosphäre schafft, während die Charaktere trotz widriger Umstände triumphieren.
In einer Sommernacht des Jahres 1849 wird der junge Zeichenlehrer William Hartright auf dem Weg nach London von einer Frau in wallendem weißen Gewand angesprochen: Sie sei grundlos in ein Irrenhaus eingesperrt worden, fliehe von dort und bitte um Geleit nach London. Hartright erfüllt diese Bitte. Nach der Ankunft verschwindet die Frau in Weiß spurlos.
Im Porthgenna Tower stirbt Mrs. Treverton und verfasst einen geheimen Brief an ihren Mann, den sie ihrer Zofe Sarah anvertraut. Sarah kann den Brief nicht übergeben und versteckt ihn. Fünfzehn Jahre später heiraten Rosamund und Leonhard, doch bei der Geburt ihres Kindes kommt es zu mysteriösen Ereignissen, die mit dem Geheimnis im Myrtenzimmer verbunden sind.