La Biblioteca di Repubblica - 46: Quer pasticciaccio brutto de via Merulana
- 256 Seiten
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Carlo Emilio Gadda war ein italienischer Schriftsteller und Dichter, der für seinen meisterhaften Sprachgebrauch bekannt ist. Sein Werk zeichnet sich durch einen innovativen Ansatz aus, bei dem er Elemente aus Dialekten, Fachjargon und Wortspielen in die standardmäßige italienische Prosa einfließen ließ. Als praktizierender Ingenieur hegte Gadda eine komplexe Beziehung zu seinem Beruf, die sich in der Präzision und Detailgenauigkeit seiner literarischen Werke widerspiegelt und Vergleiche mit Autoren wissenschaftlicher Neigung hervorruft. Sein unverwechselbarer Stil, der bürgerliche Werte durch sprachliche Dissonanz kritisiert, macht sein Schreiben einzigartig und provokativ.







«Dopo I promessi sposi , non esiste, nella letteratura italiana, nessuna rappresentazione d'una città così ricca, complessa, variegata, sonora come nella bellissima L'Adalgisa . Come in Manzoni, la città è Milano: la storia, la società, la psicologia, la cultura, i costumi, i riti, la lingua, l'esistenza quotidiana di Milano, di cui Gadda vuole rappresentare la totalità enciclopedica. Niente deve sfuggire al suo sguardo onnicomprensivo di storico-entomologo-mineralogista: nemmeno il minimo frammento o la minima possibilità ... La sua Milano era quella moderna: tra la fine dell'Ottocento e il 1940; la Milano degli anni in cui scriveva febbrilmente romanzi destinati a rimanere incompiuti. Malgrado lo sguardo satirico, aveva per quella città un affetto senza limiti. Amava il suo senso di gruppo, l'affettuosità sincera e recitata, “la festevolezza e allegria squillanti”, la bonomia un po' sciocca, il moralismo spesso grottesco, la velocità in tutte le occasioni della vita, l'intraprendenza, il buon senso a volte assurdo, un vago alone di demenza e, soprattutto, una vocalità femminile che nessun freno poteva arrestare». Pietro Citati
Carlo Emilio Gadda beschreibt in "Vier Töchter - und jede eine Königin" seine Mailänder Erlebnisse in lebendigen Skizzen. Das Werk bietet einen Einblick in die Stadt und ihre Menschen durch Gaddas einzigartige Perspektive.
Wenige Jahre vor seinem Tod stimmte Carlo Emilio Gadda (1893 - 1973) der Veröffentlichung seines ersten in den Jahren 1928 und 1929 sorgfältig erarbeiteten, jedoch unvollendet gebliebenen Romans zu. Es ist eine Geschichte aus dem ersten Weltkrieg, deren drei Schlußkapitel der Autor noch geschrieben, aber nicht mehr in das Romanganze integriert hat.
Diese neu übersetzten Erzählungen zeigen "den Vater der modernen italienischen Literatur" als ironischen Beobachter einer bürgerlichen Welt, deren Verwicklungen er die Kunst seines 'Makkaroni-Stils' entgegensetzt.
Gonzalo lebt mit seiner Mutter in einem halbfeudalen Landhaus. Er hat es auf ihren Besitz abgesehen, und als sie tot aufgefunden wird, gerät der Sohn in Verdacht. Der Roman, mit dem Gadda berühmt geworden ist, spielt in Maradagàl, einem fiktiven Land in Südamerika, das aus dem Krieg mit Parapagàl hervorging. Regiert wird es von einer autoritären Wach- und Schließgesellschaft. Wir befinden uns also mitten im faschistischen Italien, von dem Gadda zwar ein ironisch verbrämtes, dafür aber umso schärferes Gesellschaftsbild zeichnet.