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Ahmadou Kourouma

    24. November 1927 – 11. Dezember 2003

    Ahmadou Kourouma, ein herausragender ivorischer Romanautor, bietet eine scharfe Kritik des postkolonialen Afrikas und beleuchtet den Verrat an den Unabhängigkeitsbestrebungen. Tief verwurzelt in der mündlichen Überlieferung der Malinké, ist seine Erzählerstimme sowohl kraftvoll als auch ironisch und seziert den Abstieg vom Stammesjäger zum Diktator. Kourouma porträtiert unerschrocken die Absurdität des Nationalismus und die tragischen Folgen von Bürgerkriegen. Sein Werk dient als entscheidende Untersuchung der afrikanischen Identität und Widerstandsfähigkeit angesichts immenser gesellschaftlicher Umwälzungen.

    Ahmadou Kourouma
    Quand on refuse on dit non
    Monnè: Schmach und Ärger
    Allah muss nicht gerecht sein
    Die Nächte des großen Jägers
    Der letzte Fürst
    • Der letzte Fürst

      • 219 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Fama Doumbouya ist der letzte Spross eines alten, ehemals reichen und stolzen Malinke-Fürstengeschlechts. Verarmt und entwurzelt, geschlagen mit der schlimmsten Geißel des traditionellen Afrikas, der Unfruchtbarkeit, lebt er mit seiner Frau Salimata in der Stadt. Und obwohl die französische Kolonialmacht schon vor Jahrzehnten die letzten großer Herrscher der Malinke liquidiert hat, verteidigt Fama noch immer ihren Geist. Alles gehört zu seiner Gegenwart: der tollkühne Widerstand gegen das Vordringen des weißen Mannes, die Peitsche des Aufsehers in der französischen Plantage, der Kampf um die Unabhängigkeit und das Lotterleben und die Korruption der neuen Führungsschichten. Beim letzten Versuch, die alte Heimat wiederzusehen, wird Fama beim Durchwaten des Grenzflusses tödlich verletzt und mit dem greisen Helden geht eine ganze Epoche zu Ende.

      Der letzte Fürst
      3,8
    • Die Nächte des großen Jägers

      • 358 Seiten
      • 13 Lesestunden

      'Abends, wenn sie Sonne hinter den Bergen versinkt, lässt sich Koyaga, der große Jäger und Präsident der Golfrepublik, sein Leben erzählen: Als Sohn eines Kriegshelden und einer großen Zauberin hatte Koyaga ideale Voraussetzungen, erster Mann des Staates zu werden und dies unter Einsatz aller Mittel - Mord, Raub, Korruption, Vergewaltigung - zu bleiben. Doch dann kommt die Demokratisierung und Wahlen stehen an. Fesselnd, scharfzüngig und mit großer Fantasie erzählt Kourouma erstaunliche Geschichten. Aus dem Lobgesang des Hofpoeten wird unmerklich eine bitterböse Anklage jeglichen Machtmissbrauchs. Ein grandioser, politischer Afrikaroman! ''Voltaire heißt heute Ahmadou Kourouma.''(Le Nouvel Observateur)

      Die Nächte des großen Jägers
      4,0
    • Allah muss nicht gerecht sein

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Als er etwa zwölf Jahre ist, verliert Birahima, eine Halbwaise von der Elfenbeinküste, seine Mutter, die das Opfer eines bösen Fluches geworden zu sein scheint. Die Angehörigen beschließen, den Jungen in die Obhut seiner Tante nach Liberia zu schicken. Yacouba, ein erfahrener Magier, soll ihn unterwegs beschützen. Doch bevor sie die Grenze erreichen, werden die beiden von Rebellenführern aufgegriffen und in ein Lager verschleppt. Dort steckt man Birahima in die viel zu große Uniform eines Fallschirmspringers und drückt ihm eine Kalaschnikow in die Hand. Yacouba hingegen wird zum Fetischpriester ernannt, dessen Talismane die Feinde verhexen sollen. Und an Feinden herrscht kein Mangel. Die Stammeskriege haben Westafrika in den neunziger Jahren ins Chaos gestürzt, ständig wechseln die Fronten, und die mit Drogen manipulierten Kindersoldaten müssen nicht nur Dörfer und Plantagen angreifen, sondern sogar Missionen und Mädchenheime. So hart sein Los auch ist, Birahima gibt nie auf. E r verbirgt seine Wut und seine Verzweiflung hinter Formelhaftigkeit und erzählt seine ungeheuerlichen Abenteuer in einer Mischung aus Naivität und Sarkasmus, die uns zwingt, der erschütternden Realität ins Auge zu sehen.§

      Allah muss nicht gerecht sein
      3,8
    • Monnè: Schmach und Ärger

      • 325 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Mit Hexerei, islamischen Gebeten, exzessiven Opfergaben und dem Bau eines massiven Schutzwalls will König Djigui Keita sein vollendetes Reich vor den vorrückenden französischen Eroberern schützen. Doch eines Tages steht plötzlich eine französische Kolonne vor ihm, die völlig unbehelligt über den verzauberten Hügel geritten kam und nun freundlich grüßt. Der intrigante Übersetzer, den die Franzosen mitbringen, gehört zu allem Überfluss zum Clan der Soumaré und ist für Djigui unantastbar. So nimmt die Kolonisierung – das größte monnè , die größte Schmach aller Zeiten – ungehindert ihren Lauf. Der Roman erzählt die Geschichte der französischen Kolonisierung Westafrikas als eine Geschichte der Missverständnisse. Voll beißender Ironie und mit unerschöpflichem Sprachwitz wagt dieses Buch den anderen Blick auf die afrikanisch-europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und berührt grundsätzliche Fragen der Verständigung, der kulturellen Unterschiede und nicht zuletzt der fortwirkenden Stereotype.

      Monnè: Schmach und Ärger
      3,6
    • Où l'on retrouve Birahima, l'enfant-soldat desguerres tribales de Sierra Leone et du Liberia.Maintenant démobilisé, il se débrouille à Daloa,une ville du Sud de la Côte-d'Ivoire où il exerce lafonction d'aboyeur pour une compagnie de gbagas,les taxis-brousse locaux. Mais il rêve toujours derichesse et de gloire. Surtout, il n'a d'yeux que pourFanta, belle comme un masque gouro. Lorsque lafille décide de fuir vers le Nord, Birahima se proposecomme garde du corps. Chemin faisant. Fantaentreprend de faire l'éducation de son jeune compagnon.Elle lui raconte l'histoire de leur pays, desorigines à nos jours, que le gamin interprète à safaçon naïve et malicieuse. Et puis que ne donnerait-ilpas pour boire ainsi les paroles de Fanta ?

      Quand on refuse on dit non
      3,8