Andrea Camilleri war ein italienischer Erzähler, dessen Werke sich durch eine einzigartige Mischung aus sizilianischem Dialekt und Standarditalienisch auszeichnen. Seine bekanntesten Schöpfungen, die oft in einer fiktiven sizilianischen Stadt angesiedelt sind, erforschen die Komplexität der menschlichen Natur durch Erzählungen mit markanten Detektiven. Camilleris Stil ist durchdrungen von Humor, existenziellen Fragen und einem tiefen Sinn für lokale Kultur und Traditionen. Sein Einfluss reicht weit über Italien hinaus und hinterlässt eine unauslöschliche Spur in der zeitgenössischen Literatur.
Giovanni Trincanato, Alleinerbe einer sizilianischen Bootswerft, führt ein ausschweifendes Leben, während die Firma vor dem Ruin steht. Nach einem Selbstmord und Giovannis Mord entdeckt Commissario Montalbano ein Komplott und begibt sich inkognito an Bord einer mysteriösen Segeljacht, um einen internationalen Verbrecherring zu entlarven.
Wenn einer zwei Hühner isst und der andere keins, so macht das statistisch ein Huhn pro Kopf« – dies die überzeugende Vorwarnung Camilleris angesichts seines Versuchs, den Italiener zu portraitieren. Dennoch unternimmt er es. Entstanden ist eine lesenswerte Beschreibung von Widersprüchen: der Faschismus als Einiger der Nation, die Teilchen des großen Physikers Majorana ebenso wie ihre Antimaterie als Symbol einer seltsamen Identitätsstiftung, das kurze Gedächtnis, der Wettlauf zum Sieger, das Ideal des Motorino – ein ironisches, heiteres, giftiges Portrait des heutigen Italieners. Kommentiert und mit Erläuterungen für den deutschen Leser versehen hat es der intime Italienkenner Peter Kammerer, lebhafter Linker und Professor emeritus in Urbino.
Zum erstenmal auf deutsch: Andrea Camilleri als feiner Beobachter italienischer Sitten und Zustände. Es sind Satiren, Betrachtungen und öffentliche Polemiken: Ein gewisser Cavaliere wird zum Held politisch unkorrekter Fabeln und möchte zudem – als Staatsoberhaupt – die Farbe rot abschaffen, was im Ferrari-Land nicht ganz einfach ist. Entnervte Bürger rufen die antibürokratische Revolution aus – der Staat antwortet mit der Verpflichtung zur Lektüre von »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«. Die triftigsten Einwände gegen die Mafia, die Korruption, das Fernsehen und das »telefonino«, die schönsten Portraits von Friedrich II. über Manzoni bis Berlusconi – Klaus Wagenbach hat sie gesammelt.
Commissario Montalbano inmitten eines mörderischen Verwirrspiels an der sizilianischen Küste
Im Einklang mit der Welt schaut Commissario Montalbano von der Veranda seines Hauses im sizilianischen Marinella auf einen wolkenlosen Himmel über türkisblauem Meer. Doch kaum im Kommissariat von Vigàta angekommen, fordert ein ungewöhnlicher Vorfall seine ganze Aufmerksamkeit: Ein vermummter Täter hat nacheinander zwei weibliche Bankangestellte überfallen, betäubt und kurz darauf unversehrt freigelassen. Der Entführer selbst scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann erfährt Commissario Montalbano, dass ein junger Unternehmer nach einer Urlaubsreise mit seiner großen Liebe vermisst wird. Stehen die Ereignisse in Zusammenhang? Schon bald kommt Montalbano einem mörderischen Täuschungsmanöver auf die Spur ...
»Spannend, unterhaltsam und witzig. Ein sehr empfehlenswerter Roman.« BÜCHERSCHAU
»Der Thriller bleibt bis zur Aufklärung spannend.« SIEGENER ZEITUNG
»Montalbano-Romane lesen ist wie Urlaub an einem Lieblingsort im Süden.« LA STAMPA
In diesem sehr persönlichen Buch fragt sich Italiens Bestsellerautor Andrea Camilleri, welche Menschen und Bücher ihm im Lauf seines Lebens zu innerer Klarheit verholfen haben. Als Antwort gibt er kurze, pointierte Geschichten: Über Camilleris bewegte Jugendjahre auf Sizilien, zur Zeit des Faschismus. Über seine Zeit als Theaterregisseur, bevor er ein weltberühmter Schriftsteller wurde. Über seinen Wutanfall während der Proben eines Stückes, das vor Kirchenvertretern aufgeführt werden soll: Der Kardinal, der Camilleris Fausthieb nicht nur verzeiht, sondern berechtigt findet, ist der spätere Papst Johannes XXIII. Wir erfahren auch von einem überraschenden Telefonat zwischen dem Theatermann Camilleri und Samuel Beckett und begegnen dem Rasenden Roland – und Pinocchio…
Commissario Montalbano geht den Dingen auf den Grund. Roman
304 Seiten
11 Lesestunden
Commissario Montalbanos Vize Mimì hat einen Toten entdeckt - unter mysteriösen Umständen. Kurz darauf geht im Kommissariat ein Anruf ein: Der vermögende Theaterliebhaber Carmelo Catalanotti wurde leblos aufgefunden - in der gleichen Position wie der andere Tote. Während die Ermittlungen im ersten Fall sich als besonders delikat erweisen, ahnt Montalbano im Fall Catalanotti bald, dass dieser als Leiter einer Schauspieltruppe mit ungewöhnlichen Auswahlkriterien Zorn auf sich gezogen hat. Montalbano sieht sich mit einer ganzen Schar Verdächtiger konfrontiert. Und muss überdies einer neuen ehrgeizigen Kollegin Paroli bieten - der schönen Gerichtsmedizinerin Antonia ...
Der italienische Starautor Andrea Camilleri legt nach: Eine hinreißende Satire über die grotesken Züge der Kleinbürgerwelt und die Bigotterie eines kleinen italienischen Ortes im Faschismus. 11. Juni 1940. Michele Ragusano betritt das Haus des faschistischen Vereins, in dem er einst Mitglied war. Der Empfang fällt frostig aus: Ragusano war zuvor wegen „systematischer Diffamierung des ruhmreichen faschistischen Regimes“ zu fünf Jahren Verbannung verurteilt worden. Prompt gerät er mit Persico aneinander, einem glühenden Faschisten, der zusammenbricht und einen tödlichen Schlaganfall erleidet. Persico wird feierlich begraben. Er wird als Märtyrer des Faschismus gefeiert, eine Straße soll nach ihm benannt werden. Doch dann kommt ein pikantes Detail aus Persicos Vergangenheit ans Licht, das ein ganzes Städtchen, mitten im Krieg, in großen Aufruhr versetzt…
Aufruhr in Vigàta: Eine schwedische Produktionsfirma will in dem sizilianischen Küstenstädtchen einen Film mit Sechzigerjahre-Flair drehen. Zur Vorbereitung der Kulisse werden die Bewohner gebeten, alte Fotos und Filme beizusteuern. Auch Commissario Montalbano erreicht eines Tages ein Paket: Der Ingenieur Sabatello hat auf dem Dachboden mehrere Filme seines verstorbenen Vaters gefunden. Sie zeigen jeweils minutenlang dasselbe Detail einer Mauer, und Sabatello kann sich keinen Reim darauf machen. Fasziniert und auch ein bisschen froh, den Turbulenzen in der Stadt den Rücken zu kehren, ordnet Montalbano eine Untersuchung an. Und kommt bald einem dramatischen Familiengeheimnis auf die Spur ...
Andrea Camilleri wurde 1925 in Porto Empedocle, Sizilien, geboren. Er war Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Seine erfolgreichste Romanfigur ist der sizilianische Commissario Montalbano. Insgesamt verfasste Camilleri mehr als 100 Bücher und galt als eine kritische Stimme in der italienischen Gegenwartsliteratur. Andrea Camilleri war verheiratet, hatte drei Töchter und vier Enkel und lebte in Rom. Er starb am 17. Juli 2019 im Alter von 93 Jahren in Rom.
Beim Schwimmen im Meer kollidiert Commissario Montalbano mit einer Leiche. Wie sich herausstellt, ist der Ertrunkene nur einer von vielen Menschen - illegalen Einwanderern, die von Schleppern nachts auf Booten abgesetzt werden-, die das Meer an die sizilianische Küste spült. Als Montalbano Nachforschungen anstellt, nimmt eine Tragödie gewaltigen Ausmaßes Gestalt an, die schließlich in dunkler Tiefe zu einem unvergesslichen Ort des Verbrechens führt ...
Die Zeiten auf Sizilien zu Beginn des 18. Jahrhunderts sind wirr: Das nutzt der unter irrwitzigen Umständen gezeugte Bauernsohn Zosimo für sich und lässt sich vom Volk zum König von Agrigent ausrufen.
Wie der simple Antrag auf ein Telefon im Jahr 1891 in Sizilien zum Auslöser für zahllose Wirren, Intrigen, Morde und Liebesdramen wird, so daß am Ende halb Sizilien in den Fall verwickelt ist, davon erzählt dieser höchst komische Roman von Andrea Camilleri, dem Erfolgsautor aus Italien.
'Die dringende Empfehlung, Camilleri zu lesen, ist alles andere als ein unschicklicher Antrag.'
Die Welt
'Camilleri ist geistreich, weise und absolut unterhaltsam.'
aspekte, ZDF
Ein hinreißendes Plädoyer für einen würdigen Umgang mit Tieren – meisterhaft erzählt von Italiens großem Bestsellerautor und liebevoll illustriert.
Andrea Camilleri liebte Tiere: Sein toskanisches Landhaus und seine Wohnung in Rom waren immer bevölkert von Hunden, Katzen und Vögeln. Kein Tier war gekauft, alle waren der Familie zugelaufen. Oder zugeflogen, wie die beiden Vögel Pimpigallo und der Distelfink: Der Wellensittich lernt nicht nur, den Gesang des Distelfinks nachzuahmen, sondern auch Camilleris tiefe Stimme.Auf der Terrasse von Camilleris Landhaus erscheint eines Sommers eine harmlose Natter, Don Gaetano genannt, und wird zum jahrelangen Hausgast.Den Kater Barone rettet Camilleri vor Jungen, die mit ihm Fußball spielen. Sein Rückgrat ist gebrochen, der Tierarzt verbindet ihn wie eine Mumie und gibt ihm noch zwei Jahre. Doch Barone, wie er wegen seines vornehmen Wesens getauft wird, lebt 18 Jahre bei der Familie.Darüber hinaus erzählt dieses liebevoll illustrierte Buch von betrunkenen Schweinen und verpatzten Jagdausflügen, weil die Tiere zu schlau sind. Und von einer unglaublich schönen Tigerfrau, in die Camilleri sich verliebt, die ihm aber leider immer nur ihr Hinterteil zeigt.
„Bislang der schönste Roman um Commissario Montalbano“ Corriere della Sera
Das beschauliche Städtchen Vigàta auf Sizilien ist in Aufruhr, und ein Besuch des Innenministers steht bevor. Für Commissario Montalbano ein guter Grund, sich an diesem Tag zurückzuziehen und eine Vernissage zu besuchen. Die schöne Galeristin Marian ist mindestens so reizvoll wie die Exponate - und sie gibt Montalbano diverse Rätsel auf. Wie auch der Überfall auf die Ehefrau eines vermögenden Vigàteser Kaufmanns, der einen mysteriösen Mord nach sich zieht. Als seine Dauerverlobte Livia ihm schließlich ein unerwartetes Geständnis macht, muss Montalbano eine weitreichende Entscheidung treffen ...
Der 19. Band aus Camilleris erfolgreicher Krimiserie um den sizilianischen Commissario Montalbano
Commissario Montalbano löst seinen fünften Fall Das Unvermeidliche nimmt seinen Lauf. Letzten Endes ist das 21. Jahrhundert auch in Sizilien angekommen. Misstrauisch beobachtet Commissario Salvo Montalbano den Einzug von Computer und Internet im Kommissariat von Vigàta. Ist er selbst ein Auslaufmodell? Auf einmal fühlt er sich antiquiert und überholt. Dann geschieht ein Verbrechen: Ein junger Mann wird in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Zur gleichen Zeit verschwinden zwei alte Leute spurlos: Das Ehepaar, das zufällig in der Wohnung über der des Ermordeten wohnt, kommt von einem Tagesausflug nicht zurück. Montalbanos Mitarbeiter machen sich, ausgestattet mit den neuesten technischen Hilfsmitteln, sofort an die Arbeit. Der Commissario verlässt sich dagegen auf Altbewährtes. Auf die richtige Spur bringen ihn schließlich ein sarazenischer Olivenbaum, ein Buch von Joseph Conrad und der verschlüsselte Hinweis eines berüchtigten alten Mannes, der bei einem gefährlichen Spiel im Hintergrund die Fäden in der Hand hält.
Commissario Montalbano löst seinen vierten Fall Schöne Frauen machen das Leben eines Sizilianers erst interessant. Das kann Commissario Montalbano nur bestätigen, denn es sind gleich drei junge Damen, die ihm den Schlaf rauben: Michela, die in ihrer Villa ermordet aufgefunden wird, ihre Freundin Anna, die Montalbano bei seinen Ermittlungen zur Seite steht und die sein Herz höher schlagen lässt, als es ihm gut tut, und natürlich Livia, die Dritte im Bunde, die Frau, die er liebt, die jedoch etwas von ihm einfordert, was er ihr in einem schwachen Moment versprochen hat, die Ehe ... Da fällt es Montalbano nicht nur schwer, einen klaren Kopf zu behalten - es ist auch noch ausgerechnet eine Violine, die den höchst unmusikalischen Commisssario auf die richtige Spur bringen soll.
Aktien statt Arancini, Spekulationen statt Spaghetti, Börse statt Balsamico - auch in Sizilien hofft man auf das schnelle Geld. Und genau das verspricht Emanuele Gargano, der „Magier der Finanzen“. Doch plötzlich ist der Mann spurlos verschwunden. Und mit ihm das Geld der Bevölkerung. Alle jagen den Dieb, doch Commissario Montalbano ahnt, dass hinter der Sache ein ganz anderes Verbrechen steckt.
Commissario Montalbano löst seinen sechsten Fall.
Commissario Montalbanos vierundzwanzigster Fall. Roman
304 Seiten
11 Lesestunden
Das hat ihm gerade noch gefehlt: Auf Wunsch seiner Verlobten Livia soll Commissario Montalbano sich einen Anzug maßschneidern lassen. Noch dazu anlässlich einer Feierlichkeit, die ihm höchst fragwürdig erscheint. Doch die im sizilianischen Vigàta hoch angesehene Schneiderin Elena ist eine charmante Frau, die ihn mit effizienter Professionalität überzeugt. Am nächsten Tag findet man Elena tot in ihrem Atelier, erstochen mit einer Schneiderschere. Die widersprüchlichen Aussagen mehrerer Verdächtiger abzuwägen erinnert Montalbano bald an das Entwirren eines verhedderten Wollknäuels.
Ein Esel namens Mussolini, ein heiratsunwilliger Marchese, Konsuln, die mit Pommerschen Hunden handeln: Vigata, die Heimat von Commissario Montalbano in Italien, hat eine so bewegte wie kuriose Vergangenheit. Von ihr erzählt Camilleri mit viel Humor in liebevollen Geschichten, etwa vom provisorischen „Königreich von Pommern“, das plötzlich im Nichts verschwindet, oder von der Konkurrenz zweier Eisverkäufer, deren erbitterter Kampf mit vorzeitlichen Werbeaktionen zur Erfindung der Eiswaffel führt. Camilleris Auge ist untrüglich: Er sieht die Menschen, wie sie sind, mit ihren Tugenden und Lastern, mit ihrer Scheinheiligkeit, in der ganzen Spannweite ihrer tragischen Komödie.
Von der Zeit des antiken Sizilien bis zum Erdbeben von Messina im 20. Jahrhundert: Camilleris neuer Roman erzählt von einer kostbaren und eigensinnigen Goldmünze, die ein Söldner aus Karthago im Jahr 406 vor Christus verliert. Mehr als zweitausend Jahre bleibt sie verschwunden. Im Jahr 1909 taucht die Goldmünze in einem Feld im Süden von Italien wieder auf, wandert von Hand zu Hand und bringt ihren Besitzern mal Glück, mal Unglück. Mit dem ihm eigenen Humor erzählt Altmeister Camilleri von einer abenteuerlichen Schatzsuche mit Dieben, Toten und Verdächtigen, von einem Mysterium der Archäologie und von der Schicksalhaftigkeit der Geschichte.
Commissario Montalbano kann sich über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen. Denn in Vigàta, dem malerischen Städtchen an der sizilianischen Küste, geschehen gleich zwei Morde: Auf einem Fischerboot wird während einer nächtlichen Ausfahrt ein Tunesier erschossen, und der sizilianische Geschäftsmann Lapecora wird im Aufzug seines Wohnhauses erstochen aufgefunden. Die beiden Opfer haben, außer der Tatsache, daß sie tot sind, offensichtlich nichts gemeinsam. So scheint es zumindest, bis Commissario Montalbano ein drittes "Verbrechen aufklärt: Bei einer überraschenden Polizeiaktion ertappt er auf frischer Tat einen Dieb, der seit ein paar Tagen im Ort für Aufregung sorgt. Der geheimnisvolle Übeltäter bringt den Commissario auf die Spur der schönen Tunesierin Karima. Und eben diese wie sich herausstellt in Vigàta nicht unbekannte Schöne ist das, was die beiden Morde miteinander verbindet ...
Commissario Montalbano kommt ins Grübeln. Montalbano-Erzählband 2
379 Seiten
14 Lesestunden
Ein Zwei-Personen-Stück mit einer Leiche, aufgeführt von einem alten Schauspieler-Ehepaar, beschäftigt Commissario Montalbano ebenso wie der Mord an einer anständigen Prostituierten und eine tüchtige Hausfrau mit ungeahnten kriminalistischen Fähigkeiten. Große und kleine Verbrecher garantieren dem Commissario ein abwechslungsreiches Leben, denn seine Ermittlungen führen ihn nicht nur in jede Ecke seiner sizilianischen Heimat, sondern auch nach Rom, Genua und New York.
Im Umland von Vigàta liegt ein Toter in einem Plastiksack. Wenig später taucht eine Frau im Kommissariat auf, die ihren Ehemann als vermisst meldet.
Commissario Montalbano fühlt sich an eine Geschichte aus der Bibel erinnert, an den Verrat des Judas. Denn: Der Leichnam wurde in dreißig Teile zerstückelt, im sogenannten Töpferland verscharrt, der Schuss in den Nacken deutet auf Rache wegen Verrats hin, und bei dem Toten handelt sich offensichtlich um einen Fremden.
Die Tat eines bibelkundigen Mafioso? Oder nur die blühende Fantasie eines Commissario? Eines weiß Montalbano jedenfalls genau: Sein Vize Augello verhält sich derzeit ziemlich merkwürdig und ist ihm nicht gerade eine Hilfe. Wie gut, dass manchmal auch Bücher inspirierend wirken. Zum Beispiel Der zweite Kuss des Judas - von Andrea Camilleri -
Nachdem Commissario Montalbano eine Schussverletzung auskuriert hat, kann er es kaum erwarten, sein gewohntes Leben wieder aufzunehmen. Sein nächster Fall, die mysteriöse Entführung einer jungen Studentin, gibt ihm jedoch so manches Rätsel auf: Zu viele Details passen nicht zusammen, die Aussagen der Zeugen widersprechen sich. Doch das Netz der Verwirrungen, das hier ausgelegt wurde, scheint undurchdringbar und der stille Rächer geduldig genug, um in aller Ruhe abzuwarten, bis sein Opfer in die verhängnisvolle Falle tappt ...
Wer war Angelo Pardo? Ein harmloser Angestellter? Ein fürsorglicher Bruder? Ein leidenschaftlicher Liebhaber?
Commissario Montalbano sieht sich mit einem rätselhaften Mordfall konfrontiert: Man hatte Pardo, von einem Stirnschuss getötet, in obszöner Position in seiner Wohnung aufgefunden. Alles deutet auf ein Verbrechen aus Leidenschaft hin, denn Frauen, das wird Montalbano schnell klar, gab es genügend in Pardos Leben. Seine Schwester zum Beispiel, die ätherische Michela, mit der ihn offensichtlich ein inniges Verhältnis verband, oder die schöne Elena, eine der letzten Geliebten Pardos. Doch auch wenn die beiden Frauen alles daran setzen, Montalbano die Sinne zu verwirren, verliert Montalbano nie den Blick für all jene unscheinbar wirkenden Details, die ihn schließlich einer folgenreichen Tragödie auf die Spur kommen lassen ...
Zwei mysteriöse Bombenattentate bereiten Commissario Montalbano ebenso Kopfzerbrechen wie seine neuen Nachbarn in Marinella: Liliana Lombardo kreuzt beinahe jeden seiner Wege, ihr Ehemann ist nie zu sehen. Weitere mafiöse Vorfälle und nächtliche Rendezvous der Signora mit dubiosen Galanen lassen einen Zusammenhang mit den Attentaten erahnen. Außerdem scheint jemand mit großer Raffinesse falsche Fährten zu legen, sodass Montalbano sich schon bald an das mörderische Labyrinth in Orson Welles‘ Film Die Lady von Shanghai erinnert fühlt.
Es ist ein ungewohnter Anblick, als Giovanni Strangio, Sohn eines einflussreichen Lokalpolitikers, aufgelöst ins Kommissariat von Vigàta gestürmt kommt: Nach der Rückkehr von einer Geschäftsreise hatte er seine Lebensgefährtin ermordet in der Wohnung aufgefunden.
Während der Polizeipräsident aus Furcht vor einem Skandal manchem Schwur gern Glauben schenkt, bleibt Commissario Montalbano unbeirrt von wasserdicht anmutenden Alibis. Und lockt einen skrupellosen Mörder mit seinen ganz eigenen Methoden in die Falle ...
Sizilianisches Flair und ein Kommissar mit erfrischend unorthodoxen Ermittlungsmethoden in einem raffinierten Fall um Eitelkeit und Gier
Als 1677 in Sizilien der Vizekönig an Herzverfettung stirbt, reiben sich die Staatsräte die Hände: endlich sich nach Herzenslust bereichern! Doch sie haben nicht mit der jungen Witwe gerechnet, der unfassbar schönen Eleonora de Moura. Zielstrebig besteigt sie den Thron, und einen Monat lang lehrt sie die Höflinge, die korrupten Adeligen und Pfaffen das Fürchten. Sie hilft den Armen und setzt Reformen durch. Schon feiert das Volk sie als Retterin – da wird sie vom König abberufen. Camilleris neuer Roman erzählt von einer vergessenen Revolutionärin und davon, wie, für einen kurzen Moment in der Geschichte, das Gute möglich schien. In der Vergangenheit des Romans spiegelt sich das Italien der Gegenwart und Camilleris dringende Empfehlung: Lasst die Frauen an die Macht!
Wie sah Salvo Montalbanos Leben eigentlich aus, ehe er Commissario wurde? Gab es vor Livia andere Liebschaften in seinem Leben? Und warum fand er ausgerechnet in Vigàta seine Heimat? In diesem Buch lüftet Andrea Camilleri nicht nur das Geheimnis um Montalbanos Leben „vor Vigàta“, sondern beglückt seine Leser zugleich mit drei ungemein fesselnden Kriminalgeschichten. Hier sind Montalbanos unkonventionelle Ermittlungsmethoden gefragter denn je, hat der Commissario es doch wiederholt mit außerordentlich raffinierten Rachefeldzügen zu tun, die ihn der Verzweiflung bisweilen gefährlich nahe bringen. Auch sein Herz gerät dieses Mal in Gefahr, und als ihm schließlich bewusst wird, wie tief er im Schlamassel steckt, bleibt ihm eigentlich nur noch eine Möglichkeit: Unverzüglich das Flugzeug nach Genua zu besteigen, um mit Dauerfreundin Livia manches Missverständnis vor Ort zu klären. Eben auf seine ganz spezielle Art..
Sizilianische Sommer sind heiß - und mörderisch, wenn man der Wahrheit zu nahe kommt
Alle machen Urlaub - bis auf Commissario Montalbano. Als er auf der Suche nach einem vermissten Feriengast eine alte Villa durchforstet, macht er eine grauenvolle Entdeckung: In einem Koffer findet er die Leiche einer Frau, die seit Jahren als vermisst gilt. Kurz darauf nimmt eine geheimnisvolle Unbekannte Kontakt zu ihm auf, die der Toten zum Verwechseln ähnlich sieht ...
Commissario Montalbano inmitten eines mörderischen Verwirrspiels an der sizilianischen Küste
Im Einklang mit der Welt schaut Commissario Montalbano von der Veranda seines Hauses im sizilianischen Marinella auf einen wolkenlosen Himmel über türkisblauem Meer. Doch kaum im Kommissariat von Vigàta angekommen, fordert ein ungewöhnlicher Vorfall seine ganze Aufmerksamkeit: Ein vermummter Täter hat nacheinander zwei weibliche Bankangestellte überfallen, betäubt und kurz darauf unversehrt freigelassen. Der Entführer selbst scheint wie vom Erdboden verschluckt. Dann erfährt Commissario Montalbano, dass ein junger Unternehmer nach einer Urlaubsreise mit seiner großen Liebe vermisst wird. Stehen die Ereignisse in Zusammenhang? Schon bald kommt Montalbano einem mörderischen Täuschungsmanöver auf die Spur ...
»Spannend, unterhaltsam und witzig. Ein sehr empfehlenswerter Roman.« Bücherschau
»Der Thriller bleibt bis zur Aufklärung spannend.« Siegener Zeitung
»Montalbano-Romane lesen ist wie Urlaub an einem Lieblingsort im Süden.« LA STAMPA
Eine wahre Begebenheit, die die tragische Lächerlichkeit des Faschismus offenbart - davon erzählt Camilleris ungemein komischer Roman. 1929 reist der Neffe des äthiopischen Kaisers Negus nach Vigàta in Sizilien, um zu studieren. Zur gleichen Zeit plant Mussolini eifrig die Expansion seiner Kolonien in Afrika. Der Kaiserneffe scheint ihm ein idealer Fürsprecher für seine Pläne und für die Pracht des faschistischen Italien, und er befiehlt trotz leerer Kassen die finanzielle Unterstützung des hohen Gastes. Jedoch wartet der Duce vergeblich und vor Wut schäumend auf ein Zeichen des Neffen. Camilleris Buch einer „authentischen Dummheit“ ist voller Humor und ein herrliches Spiel aus Realität und Fiktion.
Maruzza Musumeci ist eine faszinierende Frau, von der eine geheimnisvolle Macht ausgeht. Als sie einwilligt, den einfachen Gärtner Gnazio zu heiraten, kann dieser sein Glück kaum fassen. Dass seine Frischangetraute behauptet, eine Sirene zu sein, nimmt er als liebenswerte Spinnerei hin. Doch mit der Zeit erscheint ihm Maruzzas Verhalten immer sonderbarer: Mit ihrer fast hundertjährigen Urgroßmutter redet sie in einer fremden Sprache, und in den Nächten steht sie auf dem Balkon und singt mit gespenstischer Stimme. Trotz der Geburt ihrer vier Kinder zieht es Maruzza immer wieder aufs Meer hinaus ... Ein märchenhafter Roman über die Liebe, das Leben in der Natur und die Sehnsucht nach einer anderen Welt.
Der flüchtige Mehrfachmörder und Mafioso Tano bittet Commissario Montalbano um seine Verhaftung. Und weist ihn auf ein fünfzig Jahre zurückliegendes Verbrechen in einer versteckten Höhle hin. Kurz vor der Überstellung wird Tano ermordet aufgefunden. Jede Menge sizilianisches Flair und ein Kommissar mit erfrischend unorthodoxen Ermittlungsmethoden.
KurzbeschreibungAuf verblüffende Weise verknüpft Andrea Camilleri hier zwei Leben - sein eigenes und das eines der bedeutendsten italienischen Autoren des 20. Jahrhunderts, Luigi Pirandello, der, wie Camilleri, im sizilianischen Empedolce zu Hause war.
Kunstvoll ineinandergefügt erzählt der Autor von Pirandellos und seiner eigenen Kindheit und Jugend, von schrulligen Verwandten, komischen Dorfbewohnern, sizilianischen Märchen. Und er schildert verrückte wahre Episoden, die so nur in Sizilien geschehen können. Camilleri erzählt von einem durch und durch persönlichen Standpunkt aus und darum erfährt der Leser auf höchst unterhaltsame Weise bislang Unbekanntes nicht nur aus Pirandellos Leben und Werk, sondern auch viel von Camilleri.
Welchen besseren Anlass könnte es geben, Kurzgeschichten zu schreiben, als das bewegte Leben Caravaggios? Seine legendenumwobene Biografie berichtet von einem streitbaren Charakter, kirchlichen und aristokratischen Förderern, glanzvollen künstlerischen und gesellschaftlichen Erfolgen, von sexuellen Ausschweifungen, Totschlag, Flucht vor der Justiz, der päpstlichen Begnadigung und von Caravaggios frühem, rätselhaftem Tod.
Anlässlich der Ausstellung Caravaggio im Düsseldorfer museum kunst palast haben sich acht bekannte Autoren von den Bildwerken des italienischen Barockmalers (1571–1610) inspirieren lassen. Ingrid Noll, die Grande-Dame des deutschen Kriminalromans, und der international angesehene schwedische Schriftsteller Henning Mankell haben in ihren Geschichten Caravaggio und seine Werke zum Leben erweckt und in einen spannenden Rahmen gesetzt. Weitere Autoren sind der Lyriker, Dramatiker und Essayist Gerhard Falkner, der Schriftsteller Arnold Stadler, die junge Erfolgsautorin Tanja Kinkel und der Bestsellerautor Florian Illies. Ergänzt wird die hochkarätige Riege durch zwei kriminalistische Meister der italienischen Literaturwelt: Nino Filastò und Andrea Camilleri.
Ausstellung: museum kunst palast, Düsseldorf 9.9.2006–7.1.2007
«Der Bahnwärter ist eine leidenschaftliche Parabel auf blinden Schmerz und wahre Liebe.» La RebuplicaAn der abgelegenen Eisenbahnstrecke zwischen Vigàta und Castellovitrano liegt das Häuschen von Nino, dem Bahnwärter, und seiner Frau Minica. Nur zwei Mal am Tag kommt ein Zug vorbei. Sonntags gibt Nino mit seinem Freund Totò ein kleines Konzert beim Friseur des Ortes, einer auf der Mandoline, einer auf der Gitarre, um sich fünf Lire zu verdienen; oder er klemmt sich zwei Stühle unter den Arm und setzt sich mit seiner Frau ans Meeresufer. Als Minica nach vielen vergeblichen Versuchen endlich ein Kind erwartet, ist das Glück perfekt. Doch mit dem Krieg kommt die Gewalt und zerstört das Idyll. Nun muss Nino um Minicas Leben und um ihre Liebe kämpfen.«Camilleri ist mehr als Montalbano. Seine Fabeln sind faszinierend, geheimnisvoll und voller Liebe, durchwoben von zauberhafter Phantasie.» Liberal
Die Form des WassersCommissario Montalbano löst seinen ersten Fall. In seinem ersten Fall "Die Form des Wassers" wird ein Politiker getötet. Alles scheint zuerst auf einen natürlichen Tod hinzuweisen und der zuständige Richter weist Montalbano an, den Fall zu den Akten zu legen - zum einem um der Familie Ruhe in diesem Fall zu geben und zum anderen, da kein Ermittlungsbedarf besteht. Doch Montalbano drängt, doch ein wenig herumstochern zu dürfen. Er macht eine erschreckende Beobachtung: Der natürliche Tod war nicht so natürlich und auch der Fundort - ein Freiluftbordell - macht ihn stutzig.. Der Hund aus Terracotta Commissario Montalbano ist schon ein bißchen überrascht, als der flüchtige Mehrfachmörder Tano u Grecu um seine Verhaftung bittet. Schließlich ist der Commissario, was diese Dinge betrifft, eher an Widerstand gewöhnt. Die Erklärung indes ist einleuchtend: Tano fürchtet seine Feinde in der Mafia mehr als die Polizei ? mit Recht, wie sich herausstellt, denn wenig später wird er ermordet. Was zunächst aussieht wie ein typisches Verbrechen der Mafia, entwickelt sich zu einemkomplizierten Fall, als Montalbano bei seinen Nachforschungen auf ein weiteres, bereits fünfzig Jahre zurückliegendes Verbrechen stößt. In einer Höhle entdeckt er die skelettierten Leichen eines Mannes und einer Frau in inniger Umarmung, bewacht von einem lebensgroßen Schäferhund aus Terracotta ...Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall.
Der Todestanz einer Möwe als Vorbote düsterer Ereignisse? Leider nur zu wahr, denn kurze Zeit später ist Commissario Montalbanos Lieblingsmitarbeiter Fazio verschwunden. Als Montalbano ihn unter abenteuerlichen Umständen wiederfindet, ist die Freude nur von kurzer Dauer. Denn Fazio kann sich an nichts erinnern, auch nicht an die beiden Toten neben ihm. Montalbano weiß schon bald, dass er sich hier auf dem Terrain der Mafia befindet, und merkt zu spät, dass er eine bedeutsame Verabredung verpasst hat...
Ein heftiger Regenschauer reißt Commissario Montalbano aus einem wohligen Traum, in dem er mit seiner Verlobten Livia sorglos durch einen paradiesischen Wald wandelte. Auch im Kommissariat von Vigàta zeigt sich der Tag in aller Nüchternheit: Der angesehene Buchhalter Cosimo Barletta wurde tot in seiner Strandvilla aufgefunden. Schon bald ahnt der Commissario, dass die Familie Barletta ein dunkles Geheimnis birgt. Und je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto mehr fühlt er sich an ein furioses Schlangennest erinnert...
„Ein Meisterwerk, das dem Leser keine Zeit zum Luftholen lässt“ Corriere della Sera
Eine Serie von Diebstählen sorgt für Aufregung im sizilianischen Vigàta. Als Commissario Montalbano im Rahmen der Ermittlungen Bekanntschaft mit der jungen Angelica Cosulich macht, fühlt er sich schlagartig in seine Jugend zurückversetzt: Mit ihrem wallenden Blondhaar erinnert die schöne Angelica ihn an die Heldin selben Vornamens aus Ariosts Epos Der rasende Roland, die ihm seinerzeit die Träume versüßt hat. Doch hinter dem betörenden Lächeln der Signorina verbirgt sich ein gefährliches Geheimnis...
Giurlà, der Sohn eines Fischers, liebt das Meer. Doch mit vierzehn schicken ihn seine Eltern in die Berge, damit er als Ziegenhüter Geld für die Familie verdient. Anfangs verzehrt ihn die Sehnsucht nach dem Rauschen der See und dem sizilianischen Dorf, das er zurückgelassen hat. Aber schon bald werden ihm die Tiere, die er hütet, zu Freunden, und die saftigen grünen Wiesen zu einem neuen Zuhause. In den Bergen wird Giurlà erwachsen - und hier trifft ihn zum ersten Mal die Liebe. Eine Liebe, die er nie für möglich gehalten hätte, eine Liebe, wie es sie noch nie gab.
Der Mord an einer jungen Frau bereitet der Polizei von Vigàta Kopfzerbrechen. Es gibt keine Hinweise auf die Identität des Opfers und das Gesicht ist völlig entstellt. Einziger Anhaltspunkt ist ein Tattoo: ein Schmetterling. Commissario Montalbano findet heraus, dass die Unbekannte zu einer Gruppe junger Russinnen gehörte, die von einer Institution namens Der gute Wille zwecks Jobvermittlung nach Italien gelockt worden war. Und ihm wird schnell klar, dass der Padrone des Vereins offenbar einiges zu verbergen hat...
Österliche und andere Ergötzlichkeiten - eine kriminalistische Reise in Siziliens Vergangenheit Vigàta, 1890. Ein mysteriöses Geschehen hält die Bewohner des sizilianischen Küstenstädtchens in Atem: Am Karfreitag, während der Aufführung des Passionsspiels, verschwand auf rätselhafte Weise der den Judas verkörpernde Direktor der örtlichen Bankfiliale. Hat ein Verrückter im religiösen Wahn den Verrat an Jesus Christus gerächt? Oder hat ein verschuldeter Bankkunde die Gelegenheit genutzt, sich des Gläubigers zu entledigen? An phantasievollen Theorien mangelt es nicht, doch als sich die Wahrheit herausstellt, sorgt diese für eine gewaltige Überraschung.
Das Verschwinden eines kostbaren Turnierpferds gibt Commissario Montalbano Rätsel auf. Schließlich hatte die erfolgreiche Reiterin Rachele Estermann es beim Züchter Lo Duca untergebracht, der immerhin Schutz von höchster Stelle genießt.
Wie sich zeigt, hat Lo Duca so manches zu verbergen, nicht zuletzt den mysteriösen Tod eines seiner Angestellten. Doch ehe der Commissario Lo Ducas dunkles Geheimnis enttarnen kann, gilt es herauszufinden, welche Rolle die sphinxhafte Rachele in dem mörderischen Verwirrspiel hat ...
COMMISSARIO MONTALBANO ZWISCHEN MORD UND AMORE. Im Fahrwasser einer Luxusjacht wird ein namenloser Toter angespült. Die mondäne Schiffskapitänin wirkt ebenso mysteriös wie ihre Besatzung. Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb Commissario Montalbano so häufig am Hafen von Vigàta anzutreffen ist. Denn Salvo ist verliebt, und zwar in Laura, die Chefin der Hafenkommandatur. Doch wie sagt er's ihr? Wie sagt er’s seiner Livia? Und wie soll er hinter das Geheimnis des Toten kommen, wenn alle Zeugen tun, als wären sie stumm wie die Fische?
Heftiger Dauerregen drückt den Bewohnern im sizilianischen Vigàta aufs Gemüt, als Commissario Montalbano Nachricht vom Fund einer männlichen Leiche auf einer Baustelle erhält. Kurz darauf sind die Ehefrau des Ermordeten und ein mysteriöser Begleiter verschwunden. Die örtlichen rivalisierenden Clans weisen alle Schuld von sich und propagieren einen Ehrenmord. Doch Montalbano kommt schon bald Machenschaften um einen lukrativen Bauauftrag auf die Spur ...
Es ist eine typisch sizilianische Nacht: Die würzige Aprilluft streicht mild durch die Straßen, und die Stimmung in den Tavernen ist gut. Der perfekte Moment für eine zünftige Rauferei mit einem Kommunisten. In erwartungsvoller Vorfreude lauern die drei Mussolini-treuen Studenten Lillino, Nino und Tazio in einer Gasse auf das Objekt ihrer Begierde. Nur nimmt die Prügelei in der Dunkelheit einen unerwarteten Verlauf. Dummerweise verirrt sich eine Revolverkugel in Lillinos Schädel und bläst ihm das Licht des Lebens aus. Keine Frage, wer der Täter ist, ist doch ein Kommunist beteiligt. Seltsam nur, dass die Kugel im Kopf des Opfers nicht aus der Waffe des Täters stammt. Doch während einzelne Gesetzeshüter noch rätseln, nimmt ein abgekartetes politisches Spiel bereits seinen Lauf.
Ein Roman, so stimmungsreich, deftig und schwungvoll wie eine italienische Oper zu Zeiten, als Italien noch ein Königreich war: Im sizilianischen Städtchen Vigàta soll das neue Theater eingeweiht werden. Gegen allen Protest hat der frischgebackene Präfekt, der zu allem Übel aus der fernen Toskana stammt, die entsetzlich schlechte Oper eines drittklassigen Komponisten gewählt: »Der Bierbrauer von Preston«. Daß das nicht sein darf, darüber ist man sich im Dorf einig. Und so setzen sich die Vigateser zum Ziel, die Obrigkeit gehörig durch den Kakao zu ziehen. Was folgt, ist ein Reigen von äußerst lebendigen, komischen und tragischen Vorfällen. Nach dem gründlichen Mißlingen des feierlichen Abends steht dann auch noch das Theater in Flammen. Verdächtige gibt es jede Menge, doch wer von ihnen würde tatsächlich so weit gehen? Dieses Buch stand monatelang auf den italienischen Bestsellerlisten und löste in ganz Europa einen regelrechten Camilleri-Kult aus. Mit ihm wurde der Autor zum erfolgreichsten Schriftsteller Italiens.
Commissario Montalbano hat ein Herz für kleine Sünder
320 Seiten
12 Lesestunden
Ein Duell auf hoher See mit rätselhaftem Motiv. Ein Eifersuchtsdrama, in dem ein Aprikosenkern eine besondere Rolle spielt. Eine Serie von Diebstählen, bei denen der Täter stets einen Teil der Beute zurücklässt. Auch bei der Lösung seiner ersten Fälle im sizilianischen Vigàta zeigt sich schon Commissario Montalbanos unbestechlicher Blick für das allerkleinste, noch so unwichtig erscheinende Detail - immer um die Wahrheit bemüht, mit viel Herz für die Nöte kleiner Sünder, gesegnetem Appetit auf mediterrane Köstlichkeiten und stets auf der Suche nach Zeit für seine Verlobte Livia.
Beim Schwimmen im Meer kollidiert Commissario Montalbano mit einer Leiche. Wie sich herausstellt, ist der Ertrunkene nur einer von vielen Menschen, die das Meer an die sizilianische Küste spült - illegale Einwanderer, die von Schleppern nachts auf Booten abgesetzt werden. Als Montalbano Nachforschungen anstellt und in einem heiklen Moment einem Flüchtlingskind zu helfen versucht, erweist sich das als fataler Eingriff. Denn zwischen dem unbekannten Toten im Meer und den Flüchtlingsströmen beginnen Zusammenhänge sich wie Fäden zu verweben. Und führen schließlich auf eine Spur, die ihm den Atem verschlägt ...
Neun Tote in wenigen Monaten sollten in dem sizilianischen Städtchen Vigàta eigentlich mehr Aufregung verursachen. Doch erst der neue Stadtkommandant aus dem Norden Italiens beginnt an der Zufälligkeit dieser Heimsuchung zu zweifeln. Was geschieht, wenn einer aus Liebe zu fast allem bereit ist, erzählt dieser sinnlich-skurrile Roman aus der Feder eines der erfolgreichsten Schriftsteller Italiens.
Ein greises Geschwisterpaar in religiösem Wahn, das Schüsse abfeuert, sobald jemand sich der Wohnung nähert. Eine dort aufgefundene massakrierte Gummipuppe, die Rätsel aufgibt - umso mehr, als sich in einem anderen Viertel Vigàtas eine zweite Puppe mit denselben Blessuren findet. Anonyme Botschaften in Reimform, die im Kommissariat eingehen. Commissario Montalbano hat schon bald den Verdacht, dass ein einst ungeklärter Fall erneut ans Tageslicht drängt: Damals verschwand unter mysteriösen Umständen ein Mädchen, dessen Leiche nie gefunden wurde ...
Die einzigartige Welt der Cosa Nostra – erzählt vom Krimibestsellerautor
Er gilt als der blutrünstigste Mafiaboss: Bernardo Provenzano, geboren 1933 in Corleone, festgenommen 2006 in einem heruntergekommenen Schuppen in der Nähe seiner Heimatstadt. Über vierzig Jahre arbeitete er im Untergrund. In seinem Versteck fanden sich etwa 200 kleine Zettel, mit Hilfe deren er mit der Außenwelt kommunizierte – und die Geschicke der Mafia lenkte. Andrea Camilleri erzählt die spektakuläre Geschichte Provenzanos und verpackt sie als ein spannendes Lexikon über die Mafia. Ein atemberaubendes und hochoriginelles Buch. «Ein spannendens, bisweilen unheimliches Buch, welches auf packende Weise die Hintergründe der sizilianischen Cosa Nostra veranschaulicht.»(Hessischer Rundfunk)
Mit dem Fahrrad durch den Krieg: eine wahre Geschichte! Juli 1943: Auf Sizilien stehen sich deutsche und alliierte Truppen gegenüber. In dieser gefährlichen Situation flüchtet sich der junge Andrea Camilleri mit seiner Familie in die Villa einer Tante in Serradifalco. Nur den Vater müssen sie zurücklassen. Als Andrea es vor Sehnsucht nicht mehr aushält, fährt er mit seinem Fahrrad über zerbombte Straßen und Minenfelder bis nach Porto Empedocle, um seinen Vater zu finden. Und er schwört sich: Wenn er diese Fahrt überlebt, wird er seinem Fahrrad zum Dank eine Geschichte widmen. Hier ist sie. Mit Bildern des berühmten Fotografen Robert Capa
Ein gottloser Skandal im Italien der Jahrhundertwende: In einem sizilianischen Dorf werden plötzlich viele unverheiratete Frauen schwanger. Zunächst kursiert das Gerücht, die Cholera sei ausgebrochen. Nachforschungen fördern allerdings bald die Wahrheit zutage - was der Panik in der Bevölkerung kaum abhilft. Jeder verdächtigt jeden, und so gerät der linke, idealistische Anwalt Teresi, der auf der Suche nach den Ursachen Beweise für die Existenz einer geheimen Priestersekte findet, bald in die Schusslinie von Kirche, Adel und Mafia. Camilleri schafft mit seinem neuen Roman nicht nur eine temporeiche Komödie, sondern auch einen veritablen Thriller über Unschuld, Macht und skrupelloses Verbrechen.
Die Mühlen des Herrn mahlen langsam. Und ein gewisser sizilianischer Mafioso, der sich an den Mühlen bereichert hat, gerät in arge Bedrängnis. Im berüchtigten Sizilien Camilleris wird über Nacht eine ganze Mühle abgebaut, um die Staatskasse zu betrügen: Bovara kommt im Auftrag des Finanzministeriums zur Prüfung der Mühlensteuer. Er mietet sich bei einer reichen Witwe ein, muss aber bald erfahren, wie hart das Leben ist, wenn man unangenehmen Wahrheiten auf der Spur ist. Ein eifriger Inspekteur, eine schöne Witwe, ein sündiger Pfarrer und natürlich ein gerissener Mafioso: Jeder will etwas anderes, keiner entkommt den Mühlen des Herrn.
Der Tote, der eines Morgens an der Küste in einem Auto gefunden wird, gehört dort eigentlich nicht hin. Der Ingenieur Luparello galt als wirklich ehrenwerter Mann. Was sollte er also dort am Strand, einer Art Bordell unter freiem Himmel, verloren haben? Außerdem hat es den Anschein, als sei er in Gesellschaft einer Prostituierten einem Herzanfall erlegen. Wer war diese Frau und wie konnte das Auto an diesen absolut unzugänglichen Küstenabschnitt gelangen? Merkwürdige Umstände, denkt sich der Commissario Montalbano. Die Befragung der Zeugen und der fast freundliche Kontakt zu einem der wichtigen Zuhälter der Gegend lassen ihn schon bald an der Todesursache zweifeln. Er heftet sich an die Spur der unbekannten Frau und bemerkt schnell, daß die hohe Politik tief in diesen \"Todesfall\" verwickelt ist.
Richter Surra wird aus Piemont nach Sizilien versetzt. Dort soll er die Rechtsprechung des eben vereinten Italiens durchsetzen. Keine leichte Aufgabe, wenn man es mit der gerade entstehenden Mafia zu tun bekommt. Camilleri erzählt über den Mut eines Mannes, von dem dieser selber noch nichts weiß. Lucarelli führt uns in die bleierne Zeit Bolognas der achtziger Jahre. Als eine junge Staatsanwältin, die glaubte, mit dem Terrorismus nichts zu tun zu haben, angeschossen wird, muss sie untertauchen. Ausgerechnet ein linksradikaler Aktivist rettet sie und bringt sie in Sicherheit – in die Illegalität. In den Neunzigern findet sich die üble Verbindung von Rechtssprechung und korrupter Politik nicht mehr nur im Süden des Landes. Davon und von dem unerbittlichen Kampf zwischen einem verbissenen Mailänder Staatsanwalt und einem korrupten, aber beliebten Bürgermeister erzählt De Cataldo.
Michele Sparacino wird Schlag Mitternacht im Januar des Jahres 1898 in einem kleinen Ort auf Sizilien geboren. Als sein Vater am nächsten Tag die Geburt des Sohnes melden möchte, löst die Frage nach der genauen Uhrzeit einen handfesten Skandal aus, der für die Menschen im Ort, besonders aber für das Leben des kleinen Michele ungeahnte Folgen haben soll. Die Geschichte eines kleinen Jungen, der unfreiwillig zur Legende wurde - ein Meisterwerk des Autors.
Andrea Camilleri im Gespräch mit Francesco Piccolo - das gesamte Interview lesen Sie hier.
Wenn es 8:8 steht und nicht der Stand eines Fußballspiels gemeint ist, sondern die tödliche Bilanz zweier verfeindeter Mafiafamilien. Wenn ein angesehener Zahnarzt, der sich einen Fehltritt mit einer streng behüteten Zwanzigjährigen erlaubt, plötzlich deren gesamte Sippe am Hals hat und dann spurlos verschwindet. Wenn eine nicht unvermögende, bereits über neunzigjährige Dame ungewollten nächtlichen Besuch erhält und der Täter der Teufel selbst ist - dann kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich diese Dinge irgendwo in Sizilien ereignen und Commissario Salvo Montalbano nicht weit ist. Nie hat sich Andrea Camilleri intensiver seinem Helden gewidmet und ihn liebevoller, origineller und facettenreicher dargestellt wie in diesem Bilderbogen sizilianischer Eigenart. Ob Montalbano eine hinterhältig ermordete Maus obduzieren lässt, um einen Schmugglerring auffliegen zu lassen oder beim Schuhkauf ganz nebenbei eine komplizierte Schutzgeldaffäre regelt, mit seiner südländisch nonchalanten Art und mit seinem unverwechselbaren Humor findet er für jedes Problem eine Lösung. Vielleicht nicht immer die, die das Gesetz vorschreibt, aber schließlich sind wir im sizilianischen Vigàta, wo kleine Sünder manchmal ihre große Stunde haben.
Commissario Montalbano hat es wirklich nicht leicht, denn trotz Fieberschüben und Gebirgskoller ist sein Einfallsreichtum überaus gefragt. Doch zum Glück gibt es immer ein paar Dinge, die seine gute Laune am Leben erhalten: das Meer vor seiner Haustür in Marinella, die Köstlichkeiten in der Trattoria San Calogero und - die Frauen. Was wäre die Welt ohne das schöne Geschlecht, dem sowohl Montalbano als auch der Sizilianer im Allgemeinen und überhaupt alle Männer irgendwie verbunden sind: intelligente Frauen, schöne Frauen - aber vor allem gefährliche Frauen, die auf Rache sinnen? Und Frauen rächen sich nicht irgendwie, sondern auf raffinierte Weise, giftig, mit spitzer Zunge und anderen - garantiert tödlichen - Waffen.
Italiens berühmteste Ermittlerin gemeinsamer MissionEin Goldfisch steckt in der Kehle der Leiche, die in einer Bologneser Wohnung aufgefunden wird. Der Mann liegt in einer Wasserlache, er wurde mit einem Plastikbeutel erstickt. Die junge Kommissarin Grazia Negro kann sich keinen Reim auf die seltsame Inszenierung des Tatortes machen. Da das Opfer aus Vigàta, der Heimat Salvo Montalbanos, stammt, bittet sie ihren sizilianischen Kollegen um Hilfe. Als Grazia kurz darauf von höchster Stelle jedes weitere Eingreifen untersagt wird, ahnt sie, dass sie und der Commissario es mit einer hochbrisanten Angelegenheit zu tun haben. Und tatsächlich versucht ein mächtiger Gegner mit allen Mitteln, sie von der Wahrheit abzubringen …«Eine große schriftstellerische Leistung, ein Kräftemessen zwischen dem beliebtesten Kommissar Italiens, Salvo Montalbano, und Grazia Negro, Lucarellis eigenwilliger Ermittlerin.» LA STAMPA
Commissario Collura trifft während einer Kreuzfahrt auf lauter Gestalten, die ihr wahres Gesicht nicht zeigen wollen. Damen sehen Gespenster, Leichen werden zum Verschwinden gebracht, während ein Schmuckraub für Aufregung sorgt ...§Collura hat alle Hände voll zu tun auf dieser Kreuzfahrt in einem nicht näher bestimmten Meer.
Was habe ich nur getan? Das fragt sich der friedfertige Vito, als eines Tages aus dem Hinterhalt auf ihn geschossen und er nur um ein Haar verfehlt wird. Schließlich hat er sich immer sorgsam aus jedem Streit und jeder Eifersüchtelei herausgehalten. In Andrea Camilleris erstem Roman erkennt man schon die Feder des großen sizilianischen Meisters: der rasante Rhythmus, die pralle Sinnlichkeit und ein Kanon skurriler Gestalten machen ihn zu einem einzigartigen Lesegenuß.
Andrea Camilleri nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise in seine Heimat Sizilien:
Der Dorfpolizist soll eine Prostituierte in Gewahrsam nehmen und nimmt sie statt dessen zur Frau. Man erfährt, wie man mit Fliegenfang den Jackpot gewinnt. Oder wie ein hungriger Priester das Gesetz umgeht. Spiele und Tischsitten werden erklärt: Die Kinder lösen aus gekochten Eiern das Eigelb und zielen damit auf den geöffneten Mund des Vaters. Wer trifft, bekommt einen Kuss.
Von Puppenspielen und Kinobesuchen ist die Rede, von anarchistischen Hutmachern, streikenden Hafenarbeitern, fleißigen Fischern und strengen Müttern. Und von Onkel Emanuel, der in einem gewaltigen Gewitter sein Boot verliert und in ein nicht endendes Gelächter ausbricht. Lauter Menschen, die sich anders benehmen, als es vom Staat und seinen Erziehern vorgesehen ist.
Leonardo Sciascia und Luigi Pirandello treten auf und bestätigen Camilleris Weltsicht: Auf Sizilien ist alles anders.
Leichfüßig. Erotisch. Sizilianisch. «Pension Eva» - so heißt das Bordell in der sizilianischen Stadt Vigàta. Hier hat der junge Nenè schon viele Stunden verbracht. Aber nicht, um mit den Frauen zu schlafen, sondern um sich ihre Geschichten erzählen zu lassen. Denn sie lehren ihn, das Leben zu verstehen. Und es gibt viel zu lernen für einen Jungen Mann im kriegsgeplagten Sizilien der vierziger Jahre. «Ein bizarrer, sehr komischer Bildungsroman.» (Der Spiegel) «Kein Krimi, und doch ein echter Camilleri.» (NDR) «‹Die Pension Eva› zeugt von einer solchen erzählerischen Leichtigkeit, ja Glückseligkeit, dass feststeht: Der Fall Camilleri ist – trotz des weltweiten Erfolgs – noch lange nicht abgeschlossen.» (Corriere della Sera)
Eine geheimnisvolle junge Frau schreibt an einen älteren Herrn, Michele Riotta, der seit langem als Notar in Agrigento lebt. In seiner Jugend hat er ein Buch über den impressionistischen Maler Auguste Renoir veröffentlicht, in dem er den Weg zu einem unbekannten Werk des Künstlers weist, das – abgelegen in einer kalabresischen Dorfkirche – von der Kunstwelt nie entdeckt worden ist. Die Briefe Riottas lassen ahnen, dass er noch anderes Wissen über Renoir zurückhält, etwa über eine seltsame Reise des Künstlers nach Agrigento, wo dieser in Schwierigkeiten geriet und ein Bild malte, von dem niemand etwas weiß … In seiner Liebe zu jener rätselhaften Dame verliert Riotta dagegen zunehmend die Kontrolle, und bald enden seine Briefe und die Geschichte der beiden abrupt. Allein aus den Briefen Riottas entwickelt Andrea Camilleri eine Liebesgeschichte und einen Kunst- Krimi, der – natürlich, Camilleri enttäuscht seine Leser nicht – eine verblüffende Wendung nimmt.
Vigàta, 1935. Mussolini hat sich zum Krieg gegen Abessinien entschlossen, und die faschistische Propaganda verfehlt auch in Sizilien ihre Wirkung nicht – kein guter Zeitpunkt, um als neugieriger Junge die Welt zu entdecken. Schon früh steht für den kleinen Michilino fest: Er soll nicht nur Streiter Christi, sondern auch Soldat des Duce werden. Mit sechs Jahren darf er als 'Sohn der Wölfin' die erste faschistische Uniform tragen. Kommunion und Firmung lassen ihn in die Miliz des Herrn aufsteigen. Ein explosives Gemisch aus Erziehung und Verführung vermittelt Michilino ein völlig verzerrtes Weltbild. Als er schließlich ausgerechnet dort, wo er Geborgenheit zu finden meint, die schreckliche Wahrheit über seine Familie erfährt, verliert er den Boden unter den Füßen. Und sein bereits glühender Fanatismus verwandelt sich in bittere Zerstörungswut.
'Zwei Steigen Meerbarben, zwei von den Seezungen und zwei von den Zwergkraken' wollen drei mit Schrotflinten bewaffnete Männer von dem zwanzigjährigen Andrea Camilleri und seinem Begleiter, Don Vicinzino, beide auf dem Weg nach Palermo. Ohne Widerspruch händigt Don Vicinzino die Fische aus, und Andrea Camilleri muß erkennen, daß er sich an die unorthodoxen Methoden in Sizilien noch gewöhnen muß. Andrea Camilleri, heute der berühmteste Sizilianer der europäischen Literaturszene, nimmt einmal mehr seine Landsleute unter die Lupe und zeichnet ein wunderbar skurriles Porträt einer Insel, die ihre ganz eigenen Gesetze hat.
Samuel Ben Nissim Abul Farag ist ein blitzgescheiter Junge, Sohn und ganzer Stolz des Rabbi Nissim. Durch kuriose Umstände landet er in einem Konvent, wechselt vom Judentum zum Katholizismus und nimmt an der Priesterweihe einen neuen Namen an: Guglielmo Raimondo Moncada. Er wird nach Rom bestellt und zelebriert 1481 die Karfreitagsmesse vor Papst Sixtus IV. Dann aber begeht der Priester „einen schwerwiegenden Fehler“. Er muss fliehen und taucht erst Jahre später wieder auf; diesmal als Flavio Mitridate, der den jungen Pico della Mirandola unterrichtet. – Ein Fundstück, wie geschaffen für Andrea Camilleri, der seine Faszination für die geheimnisvolle Figur nahtlos auf den Leser überträgt.
Laura Garaudo, die schöne junge Ehefrau des berühmten römischen Schriftstellers Mattia Todini, verschwindet kurz vor Erscheinen ihres ersten eigenen Romans in Rom. Commissario Maurizi befragt ehemalige und derzeitige Liebhaber im Dutzend, dazwischen die beste Freundin, den vulgären Kellner ihres Lieblingscafés – immer komplexer wird das Porträt dieser liebeshungrigen, merkwürdigen Laura. Schließlich entdeckt der Commissario im Bildmotiv einer biblischen Szene die entscheidende Spur. Eine Szene der Hingabe, die offenbar für Laura eine ganz eigene, neu interpretierte Bedeutung hat. Souverän hält Camilleri Spannung, Tempo und Humor in diesem Krimi der ungewöhnlichen Art.
Andrea Camilleris persönlichstes Buch: Der Bestsellerautor und Erfinder von Commissario Montalbano setzt den Frauen seines Lebens ein Denkmal.Sie heißen Angelica, Inés oder Xenia, und sie sind alle einzigartig. Da ist die mysteriöse Desideria, die nie etwas sagt und damit sämtliche Männer um den Verstand bringt. Die betörende Schweizerin Helga – die ihren Sauberkeitsfimmel auch im Bett nicht ablegt. Oder Großmutter Elvira, die in erfundenen Sprachen mit den Gegenständen spricht. Es sind die Frauen, die Andrea Camilleris Leben geprägt haben. In 39 feinfühligen Porträts erzählt er von ihnen – und von der Liebe selbst, die uns erst zu denen macht, die wir sind.
Wer sagt, dass jedes Federvieh zwei Beine hat? Worin besteht der tiefere Sinn des Schlangestehens? Welche Bedeutung haben Mimosen am Weltfrauentag? Und wozu sind eigentlich Fotohandys gut? Fragen über Fragen, auf die Andrea Camilleri überraschende Antworten bereithält. So entsteht ein Kaleidoskop an geistreichen Miniaturen zu ganz unterschiedlichen Aspekten des Lebens, die dem Leser einmal mehr mediterranes Flair nahe bringen, ihn teils zum Schmunzeln, teils zum Nachdenken anregen. Darüber hinaus sorgt Camilleris großes Talent im raffinierten Spiel mit unerwarteten Pointen für allerbeste Unterhaltung.
Neues vom Meister des italienischen Kriminalromans: Platz 1 der italienischen Bestsellerliste.
Alles beginnt mit einer unbeantworteten SMS. Die Absenderin ist Ester, und der Adressat ist Giulio. Warum Giulio seiner Geliebten nicht antworten kann: Er liegt nach einem heftigen Auffahrunfall bei Kilometer 123 der Via Aurelia im Krankenhaus. Wer hingegen die SMS von Ester liest, ist Giulios Ehefrau, die vorher von Esters Existenz nichts wusste.Dies könnte der Anfang einer Liebeskomödie sein, aber der Beigeschmack ist eindeutig ein anderer: Denn ein Zeuge sagt aus, dass Giulios Unfall keineswegs unbeabsichtigt, sondern versuchter Mord war, und die Angelegenheit wird ans Kriminalkommissariat übergeben. Kurze Zeit später findet sich eine Leiche: bei ebenjenem Kilometer 123 auf der Via Aurelia …
Ein rasanter Kriminalfall um Intrigen, Macht und Eifersucht.
Hinter den Kulissen der Macht.List, Täuschung und strategische Klarheit waren sonst immer Mauro De Blasis große Stärken. Doch seit einiger Zeit befallen den Geschäftsführer eines wichtigen italienischen Unternehmens plötzliche Blackouts – beängstigende Aussetzer, die ihn vorübergehend handlungsunfähig machen. Als seine Firma durch die Finanzkrise ins Schleudern gerät, setzt Mauro einen riskanten Plan in die Tat um, der viele Köpfe rollen lässt. Er ahnt jedoch nicht, dass auch gegen ihn selbst Intrigen laufen, in die seine engsten Vertrauten verstrickt sind …Ein ebenso irrsinniges wie glaubwürdiges Verwirrspiel um Liebe und Hass, Leidenschaft und Gier, Verrat und Verlust.
«Montalbano betritt zwar nicht die Bühne dieses Romans, aber die Atmosphäre ist genauso aufgeheizt. Ein Meisterwerk!» La Gazzetta del Mezzogiorno Er hat eine tadellose Karriere als hoher Beamter hinter sich. Jetzt, am ersten Tag nach seiner Pensionierung, hält er einen anonymen Brief in Händen, der Andeutungen über die Untreue seiner fünfundzwanzig Jahre jüngeren Frau Adele enthält. Er ist entsetzt, doch gleichzeitig bestätigt sich, was er schon lange geahnt hat: Seine Frau ist eine femme fatale, der er hoffnungslos verfallen ist, die ihn hintergeht und ausnutzt. Seltsamerweise trägt Adele bei bestimmten Anlässen ein graues Kleid. Es scheint eine tiefe symbolische Bedeutung zu haben; eine Bedeutung, die sich ihm vielleicht besser nicht erschließen sollte …