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Jacques Derrida

    15. Juli 1930 – 8. Oktober 2004

    Jacques Derrida, der Begründer der „Dekonstruktion“, bot eine Methode zur Kritik sowohl literarischer und philosophischer Texte als auch politischer Institutionen. Obwohl Derrida manchmal sein Bedauern über das Schicksal des Wortes „Dekonstruktion“ äußerte, zeigt dessen Popularität den weitreichenden Einfluss seiner Gedanken in Philosophie, Literaturkritik, Kunst und insbesondere Architektur- und Politittheorie. Dekonstruktion zielt darauf ab, den Unterschied neu zu denken, der die Selbstreflexion spaltet, aber vor allem versucht sie, das schlimmste Unrecht zu verhindern und Gerechtigkeit anzustreben. Dieses Streben ist unerbittlich, da Gerechtigkeit letztlich unerreichbar bleibt.

    Jacques Derrida
    Ein Zeuge von jeher
    Leben ist Überleben
    Aufzeichnungen eines Blinden
    Aporien
    Psyche
    Gestade
    • Mit keinem anderen literarischen Œuvre hat sich Derrida so ausführlich beschäftigt wie mit dem Maurice Blanchots, der unter französischen Intellektuellen bereits seit langem einen legendären Ruf genießt, im deutschsprachigen Raum jedoch bisher kaum rezipiert wurde. In den vier Texten, die der Band versammelt, setzt sich Derrida in jeweils höchst unterschiedlicher Weise der Faszination aus, die von den Erzählungen Blanchots ausgeht. Ohne Fragen akademischer Literaturwissenschaft auszuklammern, beschreiten seine Arbeiten „literarische“, von Blanchot infizierte Wege: Es sind Lektüren, die sich ausdrücklich auf „verrückte“ Hypothesen stützen – so der Versuch, Percy Bysshe Shelleys Gedicht Triumph of Life mithilfe einer Erzählung Blanchots lesbar zu machen, oder gespensterhafte Dialoge, die rigoros dem Funktionieren kleinster sprachlicher Partikel nachspüren und dabei Grundfragen der Literatur - ebenso wie der Sprechakt - und der Übersetzungstheorie aufwerfen.

      Gestade
      5,0
    • Psyche

      Erfindungen des Anderen I

      • 241 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Psyche: Invention des Anderen ist eine Sammlung von achtundzwanzig Essays, in der Jacques Derrida seine Reflexionen zu vielen Themen wie Psychoanalyse, Theater, Übersetzung, Literatur, Repräsentation, Rassismus und nuklearer Kriegsführung vertieft. Die Essays in diesem Band setzen Derridas Auseinandersetzung mit einer Reihe von Schlüsseldenkern und -autoren fort: Barthes, Benjamin, de Man, Flaubert, Freud, Heidegger, Lacoue-Labarthe, Levinas und Ponge. Enthalten sind neue oder überarbeitete Übersetzungen grundlegender Essays (zum Beispiel "Psyche: Erfindung des Anderen", "Der Rückzug der Metapher", "In diesem Moment hier bin ich", "Turm zu Babel" und "Das letzte Wort des Rassismus"), sowie drei Essays, die hier erstmals veröffentlicht werden.

      Psyche
      4,4
    • Aporien

      Sterben - Auf die "Grenzen der Wahrheit" gefasst sein

      • 130 Seiten
      • 5 Lesestunden
      Aporien
      5,0
    • Aufzeichnungen eines Blinden

      Das Selbstporträt und andere Ruinen

      • 166 Seiten
      • 6 Lesestunden

      'Ich schreibe, ohne es zu sehen. Ich bin gekommen. Ich wollte Ihnen die Hand küssen. Es ist das erste Mal, das ich im Dunkeln schreibe, ohne zu wissen, ob ich Buchstaben bilde. Überall, wo nichts auf dem Blatt stehet, sollen Sie lesen, dass ich Sie liebe'. Mit diesem Zitat aus einem Brief Diderots an Sophie Volland eröffnet Jacques Derrida seinen brillanten Essay über Malerei, Zeichnung, Visionen, Blindheit, Selbstportraits, Vaterschaft, Konversionen, Konfessionen und Tränen. In den Aufzeichnungen eines Blinden geht es um das Sehen in der Malerei und Zeichnung und dessen Zusammenhang in einem Sehen jenseits der Sinne: visionäre Einsichten oder Erleuchtungen, die in der Malerei oft als Blendung und Erblinden dargestellt werden. Der Künstler sieht nicht, was er darstellt, so Derridas These, er arbeitet blind aus dem Gedächtnis und für das Gedächtnis.

      Aufzeichnungen eines Blinden
      4,5
    • In seinem persönlichsten Gespräch gesteht uns Derrida sein lebenslanges Ringen mit zwei klassischen Topoi der Philosophie ein, indem er sagt: „Ich habe niemals leben gelernt“ und: „Ich habe nicht gelernt, den Tod zu akzeptieren“. Reflexionen über die Figuren der „Generation“, der „Treue“ und des „Erbes“ kreisen immer wieder um den zentralen Begriff des „Überlebens“, das nicht zum Leben oder Sterben hinzutritt, sondern etwas „Ursprüngliches“ ist („Leben ist Überleben“) und letztlich sogar als das „Leben in seiner größtmöglichen Intensität“ bezeichnet werden kann. In Auseinandersetzung mit aktuellen geopolitischen Themen, die auch mit einer neuen Verantwortung „Europas“ verbunden sind, sowie in der erklärten Leidenschaft für die Sprache erweist sich Derrida erneut als vehementer Verteidiger der Komplexität und des Aporetischen gerade auch in den medialen Diskursen, als Verteidiger eines „unbestechlichen Ethos des Schreibens und Denkens“.

      Leben ist Überleben
      4,4
    • Ein Zeuge von jeher

      • 39 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Ein Nachruf und eine Antizipation. Blanchots ebenso nüchterne wie luzide Schreibweise, die unablässig die Bedingungen ihrer eigenen Möglichkeit befragt, hat den verschiedensten Bereichen ihre Spuren eingegraben: Literatur und Philosophie, Psychoanalyse, Theorie der Sprache, Geschichte und Politik. Nichts, was das vergangene Jahrhundert in Unruhe versetzt hat, keine seiner Erfindungen und Kataklysmen, seiner Mutationen, seiner Revolutionen und Monstrositäten ist der hohen Spannung seines Denkens und seiner Texte entgangen. Auf all das hat er geantwortet, indem er sich einer unerbittlichen Weisung unterwarf. Er tat das ohne den Schutz einer Institution, jenseits der Universität oder einer anderen von der Macht begünstigten Gruppierung. In seinem Nachruf auf den toten Freund betont Jacques Derrida, dass sich die manchmal unsichtbare Strahlkraft von Blanchots Werk nicht mit Begriffen wie „Einfluss“ oder „Gefolgschaft“ definieren lässt. Blanchot hat nicht „Schule gemacht“. Sein Erbe hat sich ins Denken derer, die ihm nah waren, tiefer und inwendiger eingegraben als der „Einfluss“ eines „Lehrers“.

      Ein Zeuge von jeher
      4,5
    • »Was geschieht«, so fragt Derrida, »mit den Begriffen der ›Politik‹, des ›Kriegs‹ und des ›Terrorismus‹, wenn das alte Gespenst der staatlichen Souveränität seine Glaubwürdigkeit verliert?«

      Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft - 1778: Schurken
      4,0
    • Daß die Psychoanalyse inzwischen auch unter Philosophen ein wenig aus der Mode gekommen ist, ficht ihn nicht an, veranlaßt ihn vielmehr, noch deutlicher offenzulegen, was ihn selbst an der Psychoanalyse berührt. Das zeigen die hier versammelten Texte aus den Jahren 1988 bis 1991. Aus Liebe zu Lacan (1990) ist trotz aller massiven Kritik ein entschiedenes Plädoyer für einen neuen Schwung in der philosophischen Auseinandersetzung mit dem Lacanschen Werk. Mit »Gerecht sein gegenüber Freud« nimmt Derrida - nach fast dreißig Jahren - die Beschäftigung mit Foucaults frühem Hauptwerk Wahnsinn und Gesellschaft wieder auf. Der Vortrag Widerstände schlägt den Bogen vom Motiv des Widerstands in Theorie und Praxis der Psychoanalyse bis zum Widerstand gegen die Psychoanalyse.

      Vergessen wir nicht - die Psychoanalyse!
      4,0
    • Heidegger

      Philosophische und politische Tragweite seines Denkens. Das Kolloquium von Heidelberg

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Welche Konsequenzen hat Heideggers Verhältnis zum Nationalsozialismus für die Deutung seines philosophischen Werks? Jacques Derrida, Hans-Georg Gadamer und Philippe Lacoue-Labarthe gingen bereits lange vor dem Erscheinen der „Schwarzen Hefte“ dieser Frage nach. Am 5. und 6. Februar 1988 fand in der Universität von Heidelberg das Kolloquium „Heidegger: Portée philosophique et politique de sa pensée“ statt. Im selben Hörsaal, in dem Heidegger 1933 seine „Rede über die Universität im neuen Reich“ gehalten hatte, sprachen drei der besten Heidegger-Exegeten – Jacques Derrida, Hans-Georg Gadamer und Philippe Lacoue-Labarthe – über die Frage der Deutung von Heideggers Werk vor dem Hintergrund seiner Verbindung zum Nationalsozialismus. Die aus dem Stegreif gehaltenen Beiträge stießen auf großes Publikumsinteresse und fanden ein breites Echo, nicht zuletzt, weil Derrida und Gadamer nach ihrer Begegnung im Jahr 1981 in Paris erstmals wieder das öffentliche Gespräch aufnahmen. Außerdem war kurz zuvor in Frankreich Víctor Farías" vieldiskutiertes Buch über Heideggers Verstrickungen in das NS-Regime erschienen. Die nach wie vor heftig umstrittene Thematik wird von den drei Philosophen differenziert und facettenreich ausgeleuchtet.

      Heidegger
      4,0
    • Adieu

      • 169 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Emmanuel Lévinas, 1995 gestorben, wurde mit seiner Philosophie weit über die Grenzen Frankreichs und seiner Fachkollegen hinaus bekannt. Er war derjenige, der wie kein anderer die Ethik zurückbrachte zu den Menschen, von denen sie spricht. Jacques Derrida gibt in seinem Buch eine Einführung in das Werk von Lévinas und nimmt mit seiner Totenrede Abschied von einem Freund und Lehrer.

      Adieu
      4,0
    • Glas

      Totenglocke

      • 320 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Glas, ursprünglich 1974 erschienen, hat eine besondere Stellung in Derridas Werk und gilt als eines seiner bedeutendsten und rätselhaftesten Bücher. Lange Zeit fand es keinen deutschen Übersetzer, hat sich jedoch paradigmatisch in die späteren, mittlerweile schnell ins Deutsche übertragenen Werke eingeschrieben. Die Form von Glas ist außergewöhnlich: Sie folgt einem durchlaufenden Doppelspaltenprinzip, ohne erkennbaren Anfang oder Ende und ohne Kapiteleinteilungen. Der Text besteht aus zwei Kolumnen, die zwei Autoren gewidmet sind, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben und unterschiedliche Diskurse repräsentieren: Philosophie und Literatur. Die beiden Autoren sind Hegel, der Denker der Familie, und Genet, der Poet der homosexuellen Liebe. Diese Porträtierung offenbart eine gemeinsame Grundlage: die familiäre Strukturierung des Begehrens, insbesondere die Liebe zwischen Vater und Sohn. Im Rahmen dieser Genealogie behandelt das Werk auch die verschiedenen Weisen der Trauerarbeit: einerseits die monumentale Errichtung des Gedächtnisses im System der hegelschen Dialektik und andererseits die nie endende Zeremonie des Abschieds, das Totenfest, wie es in der deutschen Übersetzung von Genets Roman Pompes funèbre heißt.

      Glas
      4,3
    • Mit dieser in den Jahren 1953–54 zur Erlangung des Diplôme d'études supérieures verfassten Abhandlung beschreibt Jacques Derrida die »unübertreffbare Genauigkeit« und zugleich das »irreduzible Ungenügen« der husserlschen Philosophie der Genese. In einem nüchternen, beinahe »algebraischen« Stil legt der erst 23-jährige Derrida in den unterschiedlichen Etappen von Husserls phänomenologischer Archäologie eine, hier noch von ihm als dialektisch bezeichnete, ursprüngliche Synthese der Genese frei. Die in minutiösen Analysen fassbar gemachte Unmöglichkeit, diese Synthese für einen einfachen Anfang der Phänomenologie zu reduzieren, verweist für ihn auf die Endlichkeit des Denkens, das sich ursprünglich mit seiner Existenz vermengt. Und so wird Derrida am Schluss seiner Abhandlung Husserls Worte vom Vorabend seines Todes zitieren, in denen sich seine zu keinem Ende kommende philosophische Suche nach einem reinen Anfang mit dem Ende seines eigenen Lebens verbindet: »Ich habe nicht gewusst, dass das Sterben so schwer ist. […] Fertig sein heißt von vorne anfangen.«

      Das Problem der Genese in Husserls Philosophie
      4,3
    • Seelenstände der Psychoanalyse

      • 102 Seiten
      • 4 Lesestunden

      »Derridas fast zweieinhalbstündigen ›Gruß‹ an die ›Generalstände der Psychoanalyse‹ wird niemand, der dabei war, je vergessen.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

      Seelenstände der Psychoanalyse
      4,0
    • Woraus wird Morgen gemacht sein?

      • 383 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Keiner ist ein besserer Führer durch Derridas Werk als er selbst. Im letzten langen Interview, das er vor seinem Tod gab, spricht der scharfsinnige, witzige Denker über Themen, die sein gesamtes Werk durchziehen: sein Verhältnis zu Philosophen wie Heidegger und Foucault, welche Rolle Marx noch für uns spielen kann, warum wir Freud nicht vergessen dürfen. Zugleich wendet er sich aktuellen Problemen wie der Genforschung, der Gewalt gegen Tiere, der Zukunft der Familie oder neuen Formen des Antisemitismus zu. In diesem Dialog mit der bekannten französischen Psychoanalytikerin und Intellektuellen Elisabeth Roudinesco erklärt der Meisterdenker noch einmal viele seiner umstrittenen Gedanken und Theorien. Er umreißt das französische Geistesleben der letzten 40 Jahre und gibt einen Ausblick auf Fragen der Gegenwart. Derrida und Roudinesco öffnen im Gespräch einen Horizont, geben erste Antworten auf anstehende und kommende Fragen und verweisen auf die Dämmerung, in der sich abzeichnet, „woraus. Morgen gemacht sein“ wird.

      Woraus wird Morgen gemacht sein?
      4,2
    • Chōra

      • 93 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Derridas Text aus dem Jahre 1987, ein Beitrag zu einer Festschrift für Jean-Pierre Vernant, den großen Historiker und Mythologen des antiken Griechenlands, ist ein Versuch über Chora, die in Platons Dialog Timaios „als Empfängerin und gleichsam Amme allen Werdens“ beschrieben wird, das Zustandekommen der sinnlichen Abbilder des Intelligiblen denkbar macht. Man hat bis hin zu Heidegger Chora immer wieder als Vor-Bild des ausgedehnten Raumes und der rein rezeptiven Sinnlichkeit ausgelegt. Doch geht damit die Provokation ihrer Stellung als ein „drittes Geschlecht“ zwischen dem Sinnlichen und dem Intelligiblen verloren. Denn Chora – die alles empfängt, aber von nichts etwas annimmt – gibt allem seinen Ort, ohne sich selbst je auf einen Ort festlegen zu lassen. Beschreibt Chora nicht noch den eigentümlich ortlosen Ort des Sokrates, der alles vernimmt und nichts für sich behält? Ist Chora nicht gar noch „Ort“ einer Erzeugung der Philosophie, der dem Unterschied zwischen Mythos und Logos vorausliegt und selbst nicht mehr philosophisch reflektiert werden kann? Und der ungreifbare „Ort“, von dem aus das Geschlecht (genos und ethnos), die Stadt und der Staat begründet werden? Fragen, zu denen Derrida in einer brillanten Lektüre gelangt, in der das Verhältnis zwischen dem Platon der Texte und dem Platon des Platonismus radikal hinterfragt wird.

      Chōra
      4,1
    • Marx & Sons

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      In seinem neuen Buch, Marx & Sons, das hier erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegt wird, nimmt Derrida die vehementen Debatten, die sein Buch Marx’ Gespenster ausgelöst hat, auf und nutzt seine Replik zu einer radikalen Auseinandersetzung mit der historischen Bedeutung des Marxismus. Dabei steht die Frage des Erbes und der Erbschaft im Mittelpunkt der Überlegungen. »Wie kann man auf das Erbe antworten«, fragt Derrida, »wie kann man sich für ein Erbe verantwortlich fühlen, wenn diese Erbschaft widersprüchliche Anweisungen gibt?« Was ist die Erbschaft des Marxismus? Und welche Bedeutung kann sie heute haben?

      Marx & Sons
      3,5
    • Geschichte der Lüge

      Prolegomena

      • 99 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Anhand der Möglichkeit der Selbstlüge oder Selbsttäuschung dekonstruiert Jacques Derrida in diesem Buch die Unterscheidung zwischen Lüge und Irrtum, wie sie in den großen Texten der metaphysischen Tradition (Platon, Augustinus und andere) getroffen wurde. Ein einheitlicher und zuverlässiger Begriff der Lüge, der sich durch unsere sogenannte abendländische (jüdisch, griechisch, römisch, christlich, islamisch geprägte) Tradition zieht, müsste nicht nur einer theoretischen Historizität Rechnung tragen, um ihn von anderen Begriffen in anderen Geschichten und Kulturen zu unterscheiden. Auch die Annahme einer praktischen, sozialen, politischen, rechtlichen und technischen Historizität, die ihn umgeformt und sogar Brüche im Inneren unserer Tradition verursacht hat, gilt es zu untersuchen. Derrida geht der Frage nach, ob man überhaupt zwischen einer Historie des Begriffs der Lüge, einer Geschichte der Lüge – also aller Ereignisse, die der Lüge widerfahren oder aufgrund der Lüge passiert sind – und einer wahren Geschichte, welche die Erzählung (Historie, historia rerum gestarum) dieser Lügen oder der Lüge im Allgemeinen strukturiert, unterscheiden kann. Er fragt, wie man eine Geschichte der Lüge erzählen kann, ohne selbst zu lügen.

      Geschichte der Lüge
      3,5
    • Jacques Derrida und Hans-Georg Gadamer lernten sich in den frühen 80er Jahren kennen, und seit dieser Zeit entspann sich eine kontroverse Auseinandersetzung über die Hermeneutik, die Kunst der Interpretation, insbesondere über die Endlichkeit unseres Verstehens. Als Gadamer starb, hielt Derrida im Februar 2003 die Festrede zur Gedenkfeier der Universität Heidelberg. Mit einer eindringlichen Celan-Lektüre führt Derrida vor, wie das Gespräch mit Gadamer über seine letzte Unterbrechung hinaus am Ende zu einem ›ununterbrochenen Dialog‹ werden könnte. Dem Band beigefügt sind Kommentare Gadamers zu Celans Gedichtfolge Atemkristall sowie Materialien aus der Zeit der ersten Begegnung. In Derridas Reflexion über den Abschied und das Abschiednehmen kommt es hier zu einer letzten, vielleicht entscheidenden Annäherung.

      Der ununterbrochene Dialog
      3,0
    • Vergeben

      Das Nichtvergebbare und das Unverjährbare

      • 88 Seiten
      • 4 Lesestunden
      Vergeben
      3,8
    • Die Frage nach „dem Tier“ ist für Derrida stets von großer Bedeutung gewesen und in vielen Texten präsent. Der von Marie-Louise Mallet posthum zusammengestellte Band versammelt die vier Teile eines langen Vortrags, den Jacques Derrida 1997 auf einem ihm gewidmeten Kolloquium zum Thema „L’Animal autobiographique“ in Cerisy-la-Salle gehalten hat. Die in der philosophischen Tradition verankerte Dichotomie von Mensch und Tier stellt dem vernunftbegabten Subjekt ein – den logos entbehrendes – homogenes „Tier“ gegenüber. Sie begründet damit eine logozentrische Herrschaftsposition des Menschen, dessen potenzielle Animalität ausgelöscht wird. Derrida unterläuft diese gewaltsamen Zugriffe von Sprache und Denken, indem er ein neues Wort einführt: animot. Es zeigt, dass die Rede von „dem Tier“ nur ein Wort (mot) ist, und gibt homophon zu hören, dass es „Tiere“ (animaux) nur im Plural gibt. Im Durchgang durch die Tradition von Aristoteles über Descartes, Kant, Heidegger bis Lacan und Lévinas sowie unter Befragung der Erfahrungen der „Nacktheit“ und des „Leidens“ verweist Derrida auf die Zerbrechlichkeit der angenommenen Grenzen des „Eigenen“ des Menschen, die den klassischen Mensch-Tier-Gegensatz begründen.

      Das Tier, das ich also bin
      4,1
    • Apokalypse

      • 139 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der Tod der Philosophie, das Ende der Geschichte, das Ende des Menschen, des Subjektes, des Abendlandes, des Fortschritts, der Menschheit – Diskurse über das Ende durchziehen das abendländische Denken.

      Apokalypse
      3,8
    • Randgänge der Philosophie

      • 155 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Mit der neuen Auflage der Randgänge der Philosophie ist eines der grundlegenden Werke Jacques Derridas nun endlich wieder erhältlich. Neben zwei wichtigen Texten zu Heidegger enthält dieser Band die Schlüsseltexte zur différance , einem der wichtigsten Begriffe Derridas. Nicht nur die Einführung in die Semiologie Hegels, auch drei weitere Texte zur Linguistik und zum Verhältnis von Linguistik und Philosophie, sowie „Die weiße Mythologie“ – eine Schrift über die Metapher im philosophischen Text – und Derridas Vortrag über Paul Valéry finden in dieser Sammlung ihren Platz. Insbesondere mit Blick auf das Erstarken autoritärer Strukturen und autokratischer Systeme weltweit kann Derridas Philosophie der Dekonstruktion, die die Lehren aus den Erfahrungen mit den Diktaturen des 20. Jahrhunderts gezogen hat, heute abermals wichtige kritische Impulse liefern, um totalitären Ideologien und Politikformen entschlossen entgegenzutreten.

      Randgänge der Philosophie
      3,9
    • Nietzsche - Politik des Eigennamens

      Wie man abschafft, wovon man spricht

      „Der Name Nietzsche nun ist vielleicht heute für uns im Abendland der Name des einzigen (vielleicht in anderer Weise mit Kierkegaard und vielleicht auch mit Freud), der von Philosophie und Leben, von Wissenschaft und Philosophie des Lebens mit seinem Namen, in seinem Namen gehandelt hat.“

      Nietzsche - Politik des Eigennamens
      2,0
    • »O Freunde, es gibt keinen Freund« – dieser enigmatische Satz am Anfang von Derridas Buch zitiert eine ganze Tradition philosophischer, politischer und literarischer Texte von Aristoteles über Montaigne, Nietzsche und Kant bis zu Carl Schmitt, Bataille und Blanchot. Er eröffnet jeweils eine Theorie der Freund- und Feindschaft, deren politische Implikationen Derrida herausarbeitet. In unserer Tradition, so die Hypothese des Buchs, ist die Genealogie des Politischen mit dem Paar Bruder/Freund verbunden. Der Begriff des Politischen wie der der Freundschaft greifen zurück auf einen fragwürdigen Schematismus der Abstammung: Herkunft, Geschlecht, Art, Blut, Natur und Nation. Politik der Freundschaft zielt auf einen neuen Begriff des Politischen und der Demokratie.

      Politik der Freundschaft
      4,0
    • Die Wahrheit in der Malerei

      • 465 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Derridas Buch zur Malerei untersucht die Kunst durch die Linse der Dekonstruktion, inspiriert von Cézannes Zitat. Es beleuchtet oft vernachlässigte Aspekte wie Rahmen und Kunstmarkt, um die Wahrheit der Malerei zu erfassen. Vier Ansätze, darunter Kant und Heidegger, führen zu einem Dialog über Van Goghs Schuh-Bilder und die Natur der Wahrheit.

      Die Wahrheit in der Malerei
      3,9
    • „Von der Gastfreundschaft“ ermöglicht einen Einblick in den Rhythmus des Denkens von Jacques Derrida, das hier gleichsam in Aktion sichtbar wird. In exemplarischen Lektüren bestimmter Dialoge Platons sowie des Ödipus auf Kolonos von Sophokles, in denen verschiedene Figuren des „Fremden” skizziert werden, erscheint die Frage des Fremden als Frage des Fragens: „Besteht die Gastfreundschaft darin, dem Ankömmling Fragen zu stellen? (. . .) Oder beginnt die Gastfreundschaft damit, dass man empfängt, ohne zu fragen?” In Frage steht die Unterscheidung zwischen einer bedingten und der unbedingten Gastfreundschaft, die „Antinomie” zwischen den Gesetzen der Gastfreundschaft und dem Gesetz der Gastfreundschaft. Auch entlang biblischer Beispiele, in denen die Gesetze der Gastfreundschaft über allem, auch über ethischen Verpflichtungen zu stehen scheinen, geht es darum: “Sind wir die Erben dieser Tradition der Gastfreundschaft? Inwieweit?”

      Von der Gastfreundschaft
      4,0
    • Über den Namen

      Drei Essays

      Drei Essays über den gegebenen Namen bilden den Kern von Derridas Überlegungen zu den Themen „Passionen“, „Außer dem Namen“ und „Chora“. Diese Texte sind jeweils eigenständig, beleuchten sich jedoch gegenseitig. In „Passionen“ wird die (Un)Möglichkeit der Antwort und der Verantwortung untersucht, basierend auf Reflexionen über Höflichkeit und Kant. Dabei wird die Frage aufgeworfen, was unter „Pflicht“ zu verstehen sei und ob es nicht eine doppelte Pflicht gäbe, sowohl die Sprache des Rituals als auch die der Pflicht zu vermeiden. Diese Überlegungen bleiben aporetisch und führen zur Feststellung, dass es ein Geheimnis gibt. „Außer dem Namen“ thematisiert in einem fiktiven Dialog den Namen Gottes und das Unnennbare, inspiriert von Angelus Silesius, und öffnet sich dem Anderen, indem es fordert, „den Anderen sein lassen“. Der Essay „Chora“, ein Beitrag zu einer Festschrift für Jean-Pierre Vernant, untersucht die Chora als „Amme allen Werdens“ und beleuchtet eine Aporie im platonischen Text. In allen drei Essays schwingt die Frage nach dem Namen mit einer politischen Dimension mit, die die „Demokratie im Kommen“ reflektiert.

      Über den Namen
      4,0
    • Gesetzeskraft

      Der »mystische Grund der Autorität«

      Jacques Derrida geht im vorliegenden Text auf das Verhältnis von Dekonstruktivismus zu Recht und Gerechtigkeit ein. Kann der Begriff der Gerechtigkeit in dessen Diskurs, der ja jede feststehende Opposition aufzulösen sucht, überhaupt eine Rolle spielen, können die Dekonstruktivisten den Begriffen Recht und Gerechtigkeit sozusagen gerecht werden? Ist nicht vielmehr dieses Analyseverfahren von jedem Diskurs über Gerechtigkeit ausgeschlossen?

      Gesetzeskraft
      3,9
    • Das andere Kap

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der Band vereinigt zwei politische Texte Derridas: »Das andere Kap« und »Die vertagte Demokratie«. Im ersten geht es um die Identität Europas heute . Auf der einen Seite gibt es untrügliche Anzeichen, daß der nostalgische Traum eines glorreichen, beherrschenden Europas als der Kapitale der Welt wiederauflebt; auf der anderen Seite ist klar, daß unsere Zukunft als Europäer nur in der Differenzierung von dieser Vergangenheit liegen kann. In dieser Aporie, ihren Spannungen und Divergenzen, ist, so Derrida, Europas künftige Identität begründet. »Die vertagte Demokratie« läßt sich als eine am Verhältnis von öffentlicher Meinung und Medien abgehandelte Konkretisierung dieses Programms lesen: Unter welchen Bedingungen ist eine wirkliche »öffentlichkeit« im Sinne der Aufklärung möglich?

      Das andere Kap
      3,0
    • Vom Geist

      Heidegger und die Frage

      • 158 Seiten
      • 6 Lesestunden

      »Unternommen wird der Versuch eines neuen, neuartigen Durchquerens der Texte. Es handelt sich weder um eine ›immanente Kritik‹ noch um eine Anklagerede, die sich auf ›externe‹ Dokumente stützt, mag auch die Beschäftigung mit diesen Dokumenten – innerhalb der Grenzen, die sie selbst setzen – notwendig sein. Es geht um den Nazismus – um das, was der Nazismus im allgemeinen und Heideggers Nazismus im besonderen noch zu denken aufgeben. Es geht aber auch um die Ausprägung einer ›Politik des Geistes‹, um jene äußerungen über die ›Geisteskrise‹ und die ›Geistesfreiheit‹, die man einst, die man heute wieder dem Unmenschlichen (dem Nazismus, dem Faschismus, dem Totalitarismus, dem Materialismus, dem Nihilismus usw.) entgegen zu setzen sucht. Von der Rektoratsrede (1933) an stimmt Heidegger in einen Lobgesang auf den Geist ein. Sechs Jahre zuvor hatte er sich entschieden, das Wort zu vermeiden; dann hat er es ›gesetzt‹. Was ist geschehen? Weshalb hat man diese Veränderungen bisher nicht wahrgenommen? Nicht anders als heute war auch damals die Anrufung des Geistes mit dem Anspruch verbunden, über das Schicksal Europas nachzudenken. Das war der Stil der Reden großer europäischer Geister – ich denke an Valéry, an Husserl und an andere -: Geister, deren Politik weniger unschuldig ist, als man gemeinhin annimmt.«

      Vom Geist
      3,0
    • Dieses Buch führt die Geschichte einer langen Debatte vor Augen. Derridas Text Signatur, Ereignis, Kontext stieß auf heftige Kritik seitens des amerikanischen Linguisten John Searle. Mit „Limited Inc.“ antwortete Jacques Derrida darauf. Diese Auseinandersetzung war sowohl im philosophischen als auch im literaturwissenschaftlichen Umfeld von großer internationaler Bedeutung. Das ausführliche Nachwort Derridas, in dem er auf die Fragen des amerikanischen Herausgebers antwortet, steht in diesem Kontext. Es geht in dieser Debatte um Fragen der Interpretation und der Tradition der Sprechakttheorie, um die Missverständnisse zwischen dem sogenannten kontinentalen und anglo-amerikanischen Denken, um die „Rezeption“ von „Dekonstruktion“ in den USA, um die Beziehungen zwischen Geschriebenem und Gesprochenem, um die Unterscheidung von fiktiver und nicht-fiktiver Sprache, um die Unbestimmtheit (Unbestimmbarkeit) in der Textinterpretation. Dabei werden auch große klassische Fragen, wie die Möglichkeit einer Philosophie oder Wissenschaft der Sprache, die Möglichkeit der Bedeutung, der Referenz und der Wahrheit, aber auch der Ethik und der Politik thematisiert.

      Limited Inc
      4,0
    • Marx' Gespenster

      Der verschuldete Staat, die Trauerarbeit und die neue Internationale

      Jacques Derridas Auseinandersetzung mit der Theorie von Marx und ihrem Erbe gehört zu den meistdiskutierten philosophischen Texten der Gegenwart. Hier geht es um nichts Geringeres als um das Erbe des Marxismus, um Marx' Testament, um seine Vergangenheit und seine Gegenwart. Marx' Gespenster eröffnet eine neue Perspektive auf die Philosophie von Marx. »Ein Gespenst geht um in Europa«, so könnte man beginnen und zugleich seine gespenstische Gegenwart konstatieren. »Es gilt, auf magische Weise ein Gespenst auszutreiben, die mögliche Rückkehr einer Macht zu bannen, die für böse an sich gehalten wird und deren dämonische Drohung fortfährt, das Jahrhundert heimzusuchen.«

      Marx' Gespenster
      4,0
    • Grammatologie

      • 540 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Unter dem Titel Grammatologie erarbeitet Jacques Derrida eine Theorie der Schrift, des Zeichens, des Bezeichnens, die eine Reihe tradierter Vorstellungen und Begriffe in Frage stellt, u. a.: Vernunft, Ursprung, Subjekt, Geschichte (die immer nur eine Geschichte der »Vernunft« gewesen sei). Im ersten Teil des Buches - »Die Schrift vor dem Buchstaben« - entwirft Derrida eine theoretische Grundlage, die er im zweiten Teil - »Natur, Kultur, Schrift« - an einem Schlüsseltext des europäischen Logozentrismus überprüft, an Rousseaus Essai sur l'origine des langues , dessen (von Lévi-Strauss her unternommene) Lektüre zu einer Lektüre der Epoche Rousseaus wird. Derrida verfolgt von Plato über Rousseau, Hegel, Husserl, Saussure bis zu Lévi-Strauss das Funktionieren und die Problematik (die historischen Kosten) der logozentrischen Begrifflichkeit des abendländischen Denkens.

      Grammatologie
      4,0
    • „Man spricht immer nur eine Sprache“. „Man spricht niemals nur eine Sprache“. Zwischen diesen beiden widersprüchlichen und dennoch gleichermaßen geltenden Aussagen eröffnet sich für Jacques Derrida gerade das kulturelle Feld, das durch die Aufgabe der Übersetzung bestimmt ist: Eine Übersetzung nicht nur zwischen Sprachen, sondern auch zwischen Kulturen, Nationen, politischen Identitäten. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen als Angehöriger der franco-maghrebinischen Minderheit Algeriens stellt Derrida in aller Radikalität die Frage nach der sogenannten muttersprachlichen Identität, die in den Debatten um Mono- und Multikulturalismus, um Nationalität und Staatsbürgerschaft wieder an Brisanz gewinnt. Für ihn gibt es aber kein natürliches Eigentum an der Sprache, sondern nur die Gewalt der Aneignung: auch der eigenen Sprache wie eine Fremdsprache.

      Die Einsprachigkeit des Anderen oder die ursprüngliche Prothese
      3,9
    • Die Schrift und die Differenz

      • 451 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Derridas Arbeit gehört zu den Versuchen, die »logozentrischen« Schranken der abendländischen Philosophie zu überwinden. über die Philosophie hinauszugehen, heißt für Derrida nicht, »ihr den Rücken zuzukehren (was meistens schlechte Philosophie zur Folge hat). Es heißt: die Philosophen auf eine bestimmte Art und Weise zu lesen«. Die in Die Schrift und die Differenz enthaltenen Essays sind Beispiele einer neue Perspektiven eröffnenden Lektüre von Texten Descartes', Hegels, Freuds, Husserls, Heideggers, Batailles, Foucaults, Artauds u. a. m. Inhalt: Kraft und Bedeutung / Cogito und Geschichte des Wahnsinns / Edmond Jabes und die Frage nach dem Buch / Gewalt und Metaphysik. Essay über das Denken Emmanuel Levinas /. »Genesis und Struktur« und die Phänomenologie / Die soufflierte Rede / Freud und der Schauplatz der Schrift / Das Theater der Grausamkeit und die Geschlossenheit der Repräsentation / Von der beschränkten zur allgemeinen Okonomie. Ein rückhaltloser Hegelianismus / Die Struktur, das Zeichen und das Spiel im Diskurs der Wissenschaften vom Menschen / Ellipse

      Die Schrift und die Differenz
      3,9
    • Die Stimme und das Phänomen

      Einführung in das Problem des Zeichens in der Phänomenologie Husserls

      • 139 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Mit gleich drei Büchern, die allesamt zu Gründungsdokumenten des postmodernen Denkens geworden sind, hat Jaques Derrida 1967 die philosophische Weltbühne betreten: De la grammatologie, L’écriture et la différence und La voix et le phénomène. Letzteres, das hier in der Neuübersetzung von Hans-Dieter Gondek vorgelegt wird, entwickelt anhand einer gleichermaßen skrupulösen wie erhellenden Lektüre von Edmund Husserls Logischen Untersuchungen Derridaas Sicht auf zentrale zeichentheoretische Theoreme der abendländischen Metaphysik und phänomenologischen Sprachtheorie. Die Stimme und das Phänomen ist somit nicht nur eine luzide und kritische Einführung in das Denken der différance sowie in den Zeichenbegriff Husserls, sondern geradezu das Paradebeispiel einer dekonstruktiven Lektüre.

      Die Stimme und das Phänomen
      3,0
    • »Nichts ist so voll und ganz das Werk unsres freien Willens wie Zuneigung und Freundschaft.« Kreisrund ist der Raum im dritten Stockwerk des Schlosses von Montaigne. Hier ließ der Herr des Hauses seinen Geist in sich selbst kreisen, gerichtet auf das eigene Innere. Der französische Philosoph Michel de Montaigne (1533-1592) geht in diesen Essays den Tugenden und Schwächen der Menschen nach. Dem Geist der Renaissance verpflichtet, zeichnet er ein Bild des Menschen in all seiner Widersprüchlichkeit und plädiert für eine ruhige und gelassene Lebensführung und eine unvoreingenommene Hinwednung zum Mitmenschen. Mit einem Nachwort von Uwe Schultz. http://www. bibliothek-der-weltweisheit. de

      Von der Freundschaft
      3,7
    • In drei Gesprächen führt Jacques Derrida in sein philosophisches Denken ein. Die Texte geben Einblick in einen Arbeitsprozess und dokumentieren die Hintergründe, die Entstehung und die Weiterentwicklung von zentralen philosophischen Gedanken Derridas

      Positionen
      3,6
    • Die unbedingte Universität

      • 77 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Als Jacques Derrida seinen vielbeachteten Vortrag Die Zukunft der Universität auf Einladung von Jürgen Habermas in Frankfurt hielt, stellte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung in eine Reihe mit den berühmten Reden Kants, Schellings, Nietzsches und Heideggers. Derrida entwirft eine bedingungslose, unbedingte Universität, die zugleich eine mögliche Orientierung für die Geisteswissenschaften insgesamt reflektiert und einschließt. Sein Versuch, eine moderne Form der Universität zu umreißen, kann der aktuellen Debatte über die Reform der Universität entscheidende philosophische Impulse geben. Sein Text verbindet dabei eine subtile und präzise philosophische Argumentation mit einer pointierten politischen Position.

      Die unbedingte Universität
      2,9
    • Der Meineid, vielleicht

      („jähe syntaktische Sprünge“)

      • 112 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Kann man einen Meineid aus Zerstreuung begehen? Nicht mit der Absicht, das Gesetz zu übertreten, sondern einfach, weil man "nicht daran denkt"? Der Meineid, vielleicht, 2002 verfasst, fragt nach dem Verhältnis von Lüge und Fiktion. Was geschieht, wenn die Grenze von Geschichtenerzählen und Lügen undeutlich wird? Ausgehend von der Lektüre des Romans Der Meineid des Übersetzers und Schriftstellers Henri Thomas untersucht Jacques Derrida die komplexe Figur des Meineids. Dabei schließt er an seine früheren Arbeiten über Vergebung, Versprechen, Lüge, Zeugenschaft und deren Verhältnis zur literarischen Fiktion an. Die Stilfigur des Anakoluths – des abrupten Abbruchs der Rede –, die Thomas' Text prägt, erlaubt es Derrida, nach den Figuren des "Vielleicht" und des "als ob" zu fragen, die die literarische Fiktion heimsuchen. Wie steht es um das Geheimnis der Literatur, um ihre Verantwortung und die des Erzählenden, wenn die Grenze zwischen Lüge und Fiktion, zwischen Geschichtenerzählen und Lügen undeutlich wird?

      Der Meineid, vielleicht
    • L' allemand - mot à mot

      • 176 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Die Sprechführer der Kauderwelsch-Reihe orientieren sich am typischen Reisealltag und vermitteln auf anregende Weise das nötige Rüstzeug, um ohne lästige Büffelei möglichst schnell mit dem Sprechen beginnen zu können, wenn auch vielleicht nicht immer druckreif. Besonders hilfreich ist hierbei die Wort-für-Wort-Übersetzung, die es ermöglicht, mit einem Blick die Struktur und „Denkweise“ der jeweiligen Sprache zu durchschauen. Le tourisme, les affaires, les connaissances ou tout simplement la curiosité, vous améneront sans doute à séjourner en Allemagne ou dans un pays germanophone tel que l'Autriche ou la Suisse. Hélas souvent, vien loin sont les souvenirs des leçons d'allemand à l'école! Peut-être même n'avez vous jamais été initiés à cette langue? Voici un petit manuel conçu pour vous. Grâce à lui, vous pourrez immédiatement dialoguer sans vous tracasser des règles grammaticales rébarbatrices et compliquées. Laissez-vous guider tout simplement. Bon voyage!

      L' allemand - mot à mot
    • "Judentümer"

      • 318 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Judentümer – Fragen für Jacques Derrida ist in mehrfacher Hinsicht ein einzigartiges Buch: Jacques Derrida, Jude und Araber, die bedeutendste Gestalt im französischen Geistesleben der letzten Jahrzehnte, dessen 'Dekonstruktion' heute in allen Kontexten der Geisteswissenschaften diskutiert wird, hat sich nirgends so explizit auf die eigene Biographie bezogen wie in diesem Band. Während Derrida minutiös ausführt, dass Judentum sich nicht anders als Plural – als 'Judentümer' – begreifen lässt, gibt er zugleich ein besonders eingängiges Beispiel seiner dekonstruktiven Methode. Die weiteren Beiträge von Mitstreitern wie Kontrahenten, darunter Hélène Cixous, Jean-Luc Nancy, Gianni Vattimo und Jürgen Habermas, sind auf dieser großen Konferenz wenige Jahre vor seinem Tod eine intellektuelle Hommage an Denkweise, ethische Absicht und jüdische Wurzeln Jacques Derridas.

      "Judentümer"
    • Bleibe, Athen

      • 80 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Im Sommer 1996 reist Jacques Derrida nach Griechenland. Im Gepäck: Photographien von Jean-François Bonhomme mit Motiven aus Athen – Antikes und Alltagsszenen gemischt –, sowie das Versprechen, ihre Publikation mit einem Text zu begleiten. Der wie eine Momentaufnahme plötzlich auftauchende Leitgedanke ist datiert, „3. Juli, gegen Mittag, nahe Athen“. Ein vieldeutiger, im Fortgang des Textes viel gedeuteter Satz über den Tod, die Schuld und „uns“. Der Wunsch, ihn „in Stein zu meißeln“, führt zum ersten Bild (ein Grabmal aus dem Kerameikos), das auch als Metonymie aller anderen gesehen werden kann. Sogleich steht auch die Form des Textes fest: „aphoristisch und seriell“, um in Anlehnung an die Photographie mit dem Schwarzen (der Schrift) und dem Weißen (der Lücke), mit Hell und Dunkel, Licht und Schatten zu spielen. Reflektiert wird, auf den Spuren von Sokrates und Platon, der Zusammenhang von Philosophie, Photographie („Photographie: Schrift aus Licht, gibt es ein griechischeres Wort?“) und Tod. Vielleicht ist es ein „Buch der Epitaphien“, das im photographischen Bild (die) Trauer trägt.

      Bleibe, Athen
    • Die Religion

      • 250 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Im Licht der Wiederkehr des Religiösen und seiner weltweiten Konjunktur erfährt die Religion ihre philosophische Nobilitierung jenseits der tradierten Dichotomie von Mythos und Aufklärung. Die Beiträge von Jacques Derrida, Gianni Vattimo, Maurizio Ferraris, Hans-Georg Gadamer, Aldo Giorgio Gargani, Eugenio Trías und Vincenzo Vitiello dokumentieren eine kardinale Wende der zeitgenössischen Philosophie.

      Die Religion
    • Auslassungspunkte

      Gespräche

      • 434 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Jacques Derrida im Gespräch – die hier zusammengestellten Gespräche zeugen von einer Vielfalt der Themen, mit denen Jacques Derrida sich über eine Zeitspanne von zwanzig Jahren beschäftigt hat, lassen aber auch Raum für brennende Themen unserer Zeit und für persönliche, autobiographische „Bekenntnisse“. Durch eine Mannigfaltigkeit des Stils und des Tons – spielerisch, strategisch, leidenschaftlich, analytisch, kämpferisch – verleiht Derrida dem Gespräch die schwebende Offenheit und Unabgeschlossenheit der Auslassungspunkte: die im voraus bedachten Improvisationen werden von Zeiten der Stille interpunktiert, die sie in Atem, in der Schwebe hält. Durch Auslassungspunkte werden Grenzen, Normen, Erwartungen überschritten; ihre Flüchtigkeit hält die Gesprächspartner, aber auch die Leser in einer Schwebe, die Raum lässt für die Antwort des Anderen, für das Versprechen und die Verantwortung des gegebenen Wortes.

      Auslassungspunkte
    • Der Titel „Denken heißt Nein sagen“ greift einen Satz des Philosophen Alain (1868–1951) auf. Er bildet Ausgangspunkt und Zentrum der vier Sitzungen einer gleichnamigen Vorlesung, die Jacques Derrida im Studienjahr 1960–1961 als Assistent für Allgemeine Philosophie und Logik an der Sorbonne gehalten hat. Ausgehend von der Frage „Was ist Denken?“ und einer Analyse des Ja Nein als Ur-Frage des Denk-Akts folgt eine grundlegende Untersuchung des Verhältnisses von „Bejahung“ und „Negation“, „Glauben“ und „Nichtglauben“, „Leichtgläubigkeit“ und „authentischem Denken“. Die Lektüre des titelgebenden Satzes wird dabei auch in einen breiten Kontext von Descartes über Husserl, Bergson und Heidegger bis Sartre eingebettet. Die Spannung zwischen den zwei „kleinen Wörtern“ Ja und Nein , die einen Grundmechanismus der später so genannten „Dekonstruktion“ darstellt, bietet Derrida zudem immer wieder Anlass, das aktuell vollzogene Lehren von Philosophie selbst zu hinterfragen.

      Denken heißt Nein sagen
    • Die Todesstrafe II

      Seminar 2000-2001

      • 448 Seiten
      • 16 Lesestunden

      Das zweite Studienjahr wagt nach einer kurzen Anknüpfung an die zentralen Begriffe des vergangenen Jahres – Souveränität, Ausnahme und Grausamkeit – einen Neuanfang. Dieser ist durch drei Fragen gekennzeichnet, die sich durch die Lektüre diverser Texte (von Kant, Freud, Reik, Heidegger, aber auch Kafka und Benjamin) ziehen: „Was ist ein Akt? Was ist ein Alter? Was ist ein Begehren?“ Neben der Frage, ob es sich bei der Todesstrafe um eine Fremd- oder eine Selbst-Bestrafung handelt, geht es auf einer grundlegenderen Ebene um drei Formen der Verurteilung: die zum Sterben im Allgemeinen, zum Sterben in kurzer Zeit (z. B. an einer Krankheit) und die Verurteilung zum Tode durch ein Strafgerichtsurteil. Hierbei zeigt sich, dass nur Letztere eine Entscheidung impliziert, die Entscheidung des Anderen.

      Die Todesstrafe II
    • „H. C. pour la vie, c’est-à-dire …“ ist die Reflexion einer Freundschaft und zugleich eine Hommage an die Schriftstellerin Hélène Cixous. Derrida erweist dem Denken jener Frau, die er für eine der größten französischen Schriftstellerinnen hält, seine Ehrerbietung. Über zahlreiche Erinnerungen, aber auch unter detaillierter, analytischer und vorsichtiger Berufung auf viele Texte, die Hélène Cixous liebt, reflektiert Derrida seine über vierzig Jahre dauernde Freundschaft zu ihr, die endlose Lektüre ihres Werkes, ihre verbissene Liebe zur Sprache, die Poesie ihrer Worterfindungen und ihr stilles, ununterbrochenes Gespräch darüber, was zum Beispiel Glauben, Können, Leben und Sterben bedeuten. Derridas Erinnerungen sind ein philosophisches und philologisches Zeugnis, ebenso gelehrt wie argumentierend. Sie durchsuchen die Krypten der Vergangenheit sowie das immense Werk Hélène Cixous’.

      H.C. für das Leben, das heißt ...
    • Echographien

      Fernsehgespräche

      • 224 Seiten
      • 8 Lesestunden

      In einem Gespräch mit Bernard Stiegler untersucht Derrida die Auswirkungen neuer Medientechnologien auf unsere Wahrnehmung von Realität. Er thematisiert die Direktübertragung von Bombenabwürfen und den Wechsel von analogem zu digitalem Bild, was die Glaubwürdigkeit der visuellen Darstellung und unser Verhältnis zur Realität infrage stellt.

      Echographien
    • Dieses Werk versammelt alle Texte, die Jacques Derrida anlässlich des Todes von Freunden geschrieben hat, die wie er im Licht der Öffentlichkeit standen: Schriftsteller, Philosophen, Professoren. Roland Barthes, Paul de Man, Michel Foucault, Jean-Marie Benoist, Louis Althusser, Edmond Jabès, Sarah Kofman, Gilles Deleuze, Emmanuel Lévinas, Jean-François Lyotard, Maurice Blanchot … Die Traurigkeit von Derridas Reflexionen über den Tod dieser Freunde ist jedes Mal dem Tod des Unersätzlichen gewidmet. Aber obwohl diese Adressen in ihrer Destination selbst vom Gedanken der Treue zum Einzigen und von der unmöglichen Trauer aufgewühlt sind, bleiben sie wie aneinandergekettet. Eine Analogie ohne Wiederholung drängt sich auf. Sie geht jedes Mal über die Trauerarbeit hinaus, lässt das Denken daran arbeiten, was das Scheitern dieser Trauerarbeit bedeutet, sie unterschreibt eine unendliche Verpflichtung gegenüber dem toten Freund.

      Jedes Mal einzigartig, das Ende der Welt
    • "Theorien sind Monster"Der Text stellt Jacques Derridas Beitrag zu einem Kolloquium dar, das unter dem Titel THE STATES OF "THEORY". HISTORY, ART, AND CRITICAL DISCOURSE im Jahr 1986 in Irvine (Kalifornien) stattfand. Darin spricht Derrida über die Wucherung von institutionalisierenden Theorien, denen die Präfixe "Post-" oder "New" anhaften. Außerdem entwirft Derrida das Verhältnis von Entwurf und Theorie und befragt den Status der "Theorie" und ihrer Schreibung in Anführungszeichen in jenem Feld, zu dem er selbst gezählt wird - das der Literaturtheorie.

      Einige Statements und Binsenweisheiten über Neologismen, New-Ismen, Post-Ismen, Parasitismen und andere kleine Seismen
    • Beitr. u. a. von Derrida, Jacques ; Gordimer, Nadine ; Amado, Jorge Mit e. Vorw. v. Lecoq, Dominique. 202 S.

      Für Nelson Mandela
    • Préjugés

      Vor dem Gesetz

      • 98 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Ausgehend von der Frage nach dem Urteilen und dem Verweisungsspiel des unübersetzbaren Titels Préjugés unternimmt Derrida eine philosophierende Lektüre von Kafkas Erzählung „Vor dem Gesetz“. Préjugés handelt von dem in Kafkas Erzählung „Vor dem Gesetz“ paradigmatisch aufzuzeigenden Verhältnis von Gesetz und Erzählung, der vorgeblichen Geschichts- und Narrationsfreiheit des „Du sollst“ oder des Kategorischen Imperativs Kants und der Narrativität. Diese ist – wie Derrida und andere an Freuds Quasi-Erzählungen vom Ursprung der Moral zeigen – vielleicht nur im Modus des „Als ob“ vom Gesetz, der Moral, ja der Philosophie ausgeschlossen. Ein Grundtext für die Unternehmung einer Relektüre der Affären von dem, was man vielleicht „Literatur“ und „Philosophie“ zu nennen gewöhnt ist!

      Préjugés
    • Absolute Jacques Derrida

      • 223 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Ein Buch über den Begründer der Dekonstruktion und der neumodischen Bindestrich-Wörter, der am liebsten Fußballer geworden wäre. Der Einfluss seines Denkens erstreckt sich weit über das Feld der Philosophie hinaus: auf Literaturtheorien, Kulturwissenschaften, Psychoanalyse und soziale Bewegungen nach dem „Ende der großen Erzählungen“. Das Werk des französischen Intellektuellen steht für eine unbedingte Verantwortung für den anderen und ein rückhaltloses Vertrauen auf ein Zu-Kommendes der Demokratie. Derridas Bedeutung für unser politisches Denken begründet sich nicht zuletzt auf seinem großen Interesse für aktuelle politische Themen: sein Engagement gegen eine ökonomisch verkürzte Globalisierung, sein Einsatz gegen die Apartheid, seine Analysen zum 11. September und zum ‚alten Europa’. Am 15.7.2005 wäre Jacques Derrida 75 geworden. Mit Originaltexten, Interview, Biografie, Fotos

      Absolute Jacques Derrida
    • Jacques Derrida wurde am 15. Juli 1930 in El-Biar, Algerien, als Sohn jüdischer Eltern geboren und starb am 8. Oktober 2004 in Paris. Während seiner Schulzeit erlebte er antisemitische Repressionen. Ab 1949 lebte er in Frankreich und besuchte das Lycée Louis-le-Grand in Paris. Von 1952 bis 1954 studierte er an der École Normale Supérieure, wo er Vorlesungen bei Louis Althusser und Michel Foucault hörte und eine Freundschaft mit Pierre Bourdieu schloss. 1956 erhielt er ein Stipendium für Harvard. Während seines Militärdienstes von 1957 bis 1959 lehrte er Englisch und Französisch in Algerien. Von 1960 bis 1964 war er wissenschaftlicher Assistent an der Sorbonne und ab 1965 bis 1984 Professor für Geschichte der Philosophie an der École Normale Supérieure. 1967 veröffentlichte er drei bedeutende Werke, die seinen Durchbruch markierten. Auf Vortragsreisen in den USA traf er Paul de Man und Jacques Lacan. 1981 gründete er die Gesellschaft Jan Hus zur Unterstützung tschechischer Intellektueller und wurde in Prag verhaftet, jedoch nach Interventionen freigelassen. 1983 gründete er das Collège international de philosophie und wurde Forschungsdirektor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Jochen Hörisch, geboren 1951, ist Professor für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim.

      Edition Suhrkamp - 945: Die Stimme und das Phänomen
    • Psyche

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Advances the author's reflections on many issues, such as sexual difference, architecture, negative theology, politics, war, nationalism, and religion.

      Psyche
      4,8
    • Beast and the Sovereign

      • 316 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Following on from The Beast and the Sovereign, Volume I, this book extends Jacques Derrida’s exploration of the connections between animality and sovereignty. In this second year of the seminar, originally presented in 2002–2003 as the last course he would give before his death, Derrida focuses on two markedly different texts: Heidegger’s 1929–1930 course The Fundamental Concepts of Metaphysics, and Daniel Defoe’s Robinson Crusoe. As he moves back and forth between the two works, Derrida pursuesthe relations between solitude, insularity, world, violence, boredom and death as they supposedly affect humans and animals in different ways. Hitherto unnoticed or underappreciated aspects of Robinson Crusoe are brought out in strikingly original readings of questions such as Crusoe’s belief in ghosts, his learning to pray, his parrot Poll, and his reinvention of the wheel. Crusoe’s terror of being buried alive or swallowed alive by beasts or cannibals gives rise to a rich and provocative reflection on death, burial, and cremation, in part provoked by a meditation on the death of Derrida’s friend Maurice Blanchot. Throughout, these readings are juxtaposed with interpretations of Heidegger's concepts of world and finitude to produce a distinctively Derridean account that will continue to surprise his readers.

      Beast and the Sovereign
      4,7
    • While much has been written against the death penalty, the author contends that Western philosophy is massively, if not always obviously, complicit with a logic in which a sovereign state has the right to take a life.

      The Death Penalty
      4,4
    • One of Jacques Derrida’s most provocative works, this text challenges and deconstructs the deeply rooted dichotomy of life and death in Western thought. Derrida reexamines the traditional philosophical understanding of their relationship through multidisciplinary analyses encompassing philosophy, linguistics, and life sciences. He engages with Freudian psychoanalysis, the philosophies of Nietzsche and Heidegger, and the works of geneticist François Jacob and epistemologist Georges Canguilhem to explore this complex relationship. Delivered over fourteen sessions between 1975 and 1976 at the École normale supérieure in Paris, the seminar was part of the preparation for students facing the agrégation, a highly competitive exam with the theme “Life and Death.” Derrida notably altered the title by omitting the coordinating conjunction, prompting a philosophical inquiry into the connection between life and death. He posits that death should not be viewed merely as the opposite of life or its ultimate truth, but as a factor that both limits and enables life. Through these engaging sessions, Derrida not only questions conventional understandings of life and death but also cultivates a novel perspective on what he terms “life death.”

      Life Death
      4,7
    • Hospitality, Volume II

      • 312 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Exploring the concept of hospitality, this collection features Jacques Derrida's lectures that delve into the complexities of welcoming the foreigner and the implications for kinship and state relations. Key themes include friendship, citizenship, migration, and xenophobia, alongside a critical distinction between conditional and unconditional hospitality. The second year of the seminar also addresses Islamic perspectives on hospitality, the significance of forgiveness, and the philosophical contributions of Emmanuel Levinas, enriching the discourse on responsibility in a global context.

      Hospitality, Volume II
      4,5
    • The Death Penalty, Volume II

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      The second volume of Jacques Derrida's exploration of the death penalty delves into Kant's justification of capital punishment, deconstructing his arguments and revealing significant contradictions. Derrida critiques the "anesthesial logic" surrounding the death penalty, intertwining themes of cruelty and pain through various philosophical texts. He argues that the rationality behind the death penalty reflects an illusory control over mortality. Set against the backdrop of a pivotal moment in U.S. history regarding capital punishment, this analysis aims to contribute meaningfully to ongoing debates.

      The Death Penalty, Volume II
      4,3
    • On Touching-Jean-Luc Nancy

      • 400 Seiten
      • 14 Lesestunden

      This book, written out of Derrida's long-standing friendship with Jean-Luc Nancy, examines the central place accorded to the sense of touch in the Western philosophical tradition.

      On Touching-Jean-Luc Nancy
      4,3
    • Perjury and Pardon, Volume I

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Exploring the intricate relationship between forgiveness and betrayal, this work presents Jacques Derrida's seminars that delve into the philosophical and ethical implications of responsibility. He examines various forms of deceit, such as perjury and infidelity, while arguing that forgiveness transcends traditional notions of repentance and punishment. By analyzing texts from influential thinkers and literary figures, Derrida reveals how forgiveness disrupts established categories of knowledge and challenges our understanding of presence and identity.

      Perjury and Pardon, Volume I
      4,3
    • Perjury and Pardon, Volume II

      • 360 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Exploring the intricate relationship between forgiveness and betrayal, this work presents Jacques Derrida's seminars that delve into the philosophical and ethical dimensions of responsibility. He examines various forms of deceit, such as perjury and infidelity, and challenges traditional notions of forgiveness, arguing for its unconditional nature. Through analysis of texts by thinkers like Kant and Kierkegaard, Derrida reveals how forgiveness disrupts established categories of knowledge and subjectivity, emphasizing its complexity and the intertwined nature of lying and moral accountability.

      Perjury and Pardon, Volume II
      4,0
    • Thinking Out of Sight

      Writings on the Arts of the Visible

      • 328 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Focusing on the concept of visibility, this collection showcases Derrida's insights into visual arts, particularly drawing, painting, and photography. It includes 19 pieces, with several newly translated into English, addressing what is made visible through artistic processes. The writings are organized into three sections: exploring the "trace" in visual representation, examining the interplay of line and color in art, and investigating modern media like photography and film. This volume highlights Derrida's unique contributions to understanding the relationship between art and perception.

      Thinking Out of Sight
      3,5