Der Baum am Ende der Straße
- 250 Seiten
- 9 Lesestunden
Bereits die ersten Sätze des Romans verraten, welches Ziel Stefan Kuzma verfolgt: Er will seinen Lesern den Spiegel vorhalten, der gesellschaftliche, politische und alltägliche Begebenheiten reflektiert. Dabei stellt er Fragen nach dem Sinn unserer Entscheidungen und den Werten, die unser Leben bestimmen, ohne anklagend zu sein. Elo, der Hauptprotagonist, zerbricht an Zweifeln, unbeherrschter Rachsucht und Machtgier, vor allem an seiner Unfähigkeit, seinen eigenen moralischen Vorstellungen treu zu bleiben. Der Roman porträtiert eindringlich Menschen, die weder ausgesprochen gut noch böse sind, und erzählt nicht nur ihre Geschichte, sondern auch die des Baumes am Ende einer realen Straße, der als Symbol für das Ende unserer Lebensreise steht. Kuzma trifft seine Leser an ihren Wurzeln und fordert sie auf, den Blick auf all die „Bäume“ entlang des Lebensweges zu richten. In einem fiktiven Land, einer namenlosen Stadt und mit Figuren, die seiner Fantasie entsprangen, schafft er eine Geschichte, die auf einer parallelen Dimension der realen Welt basiert. Der Leser könnte den Eindruck gewinnen, dass er das Land, die Stadt und die Menschen kennt und weiß, wo der Baum im Wind rauscht. Kuzmas Anliegen ist es, eine fiktive Geschichte zu schreiben, die tiefere Einsichten in unsere Realität bietet.









